1. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Der neue Präsident des Weltärztebundes, Dr. Miguel Roberto Jorge (Brasilien), kündigte in seiner Antrittsrede bei der 70. Generalversammlung des WMA in Tiflis an, den Fokus seiner einjährigen Amtszeit auf die Patienten generell zu legen. Einen kompetenten Mediziner nämlich würden neben der fachlichen Exzellenz auch die Nähe zum Patienten, Empathie und Mitgefühl auszeichnen. Dieser emotionale Aspekt der ärztlichen Tätigkeit komme im Medizinstudium oft zu kurz. (Bundesärztekammer, 01.11.2019)

Von der 70. Generalversammlung des Weltärztebundes wurde u.a. eine Deklaration verabschiedet, in der der WMA seine Ablehnung des ärztlich assistierten Selbstmordes und der Euthanasie bekräftigt wird. Ärzte dürften nicht dazu gezwungen werden, Patienten bei der Selbsttötung zu helfen oder die Euthanasie durchzuführen. Weiters eine Deklaration zur Genetik in der Medizin. Darin wird eine umfassende Aufklärung des Patienten im Vorfeld von genetischen Tests sowie höchste Schutzstandards bei der Sammlung, Speicherung und Verwendung genetischer Daten verlangt. Eine weitere Stellungnahme beschäftigte sich mit den Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Gesundheitsversorgung. Der Weltärztebund spricht sich hier für eine noch intensivere Auseinandersetzung der Ärzteschaft mit der Thematik aus. Auch müsse der ärztliche Sachverstand stärker in die Entwicklung von KI-Systemen einbezogen werden. (Bundesärztekammer, 01.11.2019)

Deutschland

Jeder kann eine Menge dafür tun, möglichst lange gesunde Augen zu haben. So tragen eine vitaminreiche Ernährung und grünes Gemüse zu einer gesunden Netzhaut bei. Bei der Computerarbeit sollte man den Blick ab und zu vom Bildschirm in die Ferne schweifen lassen. Auch ausreichend Schlaf dient der Erholung der Augen. Neueren Daten zufolge hilft zudem Bewegung, die altersbedingte Makuladegeneration aufzuhalten – also des scharfen Sehens. Vor schädlicher UV-Strahlung schützt eine Sonnenbrille. Wichtig ist außerdem, Bluthochdruck oder Diabetes zu behandeln, denn beides kann die Augen schädigen. Auch das Rauchen erhöht das Risiko für Augenkrankheiten. (Apotheken Umschau, 01.11.2019)

Bild: Wort & Bild Verlag GmbH – Gesundheitsmeldungen

Einmal am Tag sollte jeder aus dem Haus gehen, um mehr Licht abzubekommen. Wer spazieren oder walken geht, tankt Licht und gleichzeitig gute Laune. Zudem ist Sport ist ein perfekter Stimmungsaufheller. Bewegung sorgt für mehr Glückshormone und baut Stress ab. Aber weil der Körper mit zunehmendem Alter das Tageslicht nicht mehr so gut verwerten kann, sollte man täglich zumindest eine halbe Stunde an der frischen Luft sein. Und natürlich beeinflusst auch die Ernährung die Stimmung. Eine Schlüsselrolle spielen offenbar gesunde Fette wie Omega-3. (Senioren Ratgeber, 01.11.2019)

Österreich

Für den österreichischen Ärztekammerpräsidenten ist die gesetzlich geplante Aufwertung der Schulärzte ein längst überfälliger Schritt, denn Schulärzte könnten durch ihre Nähe zur Jugend zu einer „Speerspitze“ in der Gesundheitsprävention werden. Die neue Verordnung zu § 66a des Schulunterrichtsgesetzes könnte viele gesundheitliche Probleme in Österreich bereits “an deren Wurzel zu packen”. Jedoch dürfe die finanzielle Komponente nicht außer Acht gelassen werden, damit es später keine “bösen Überraschungen” gibt. (Österreichische Ärztekammer, 01.11.2019)

Liechtenstein

Erstmalig führten das Amt für Gesundheit und die Stabsstelle für Sport zusammen mit den Vertretern der Gesundheits- und Sportkommissionen der Gemeinden eine gemeinsame Konferenz in Vaduz durch. Ziel der Veranstaltung ist, das Thema Bewegung und Sport über die Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam voranzutreiben. Regierungschef-Stellvertreter und Sportminister Daniel Risch  betonte dabei die wichtige Rolle der Sport- und Bewegungsförderung. Jürgen Kühnis, Leiter Sport an der pädagogischen Hochschule Schwyz, referierte im Anschluss aktuelle Forschungsergebnisse. (Fürstentum Liechtenstein, 01.11.2019)

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