30. September 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Der Großteil der deutschen Bevölkerung ist mit dem Gesundheitswesen zufrieden. Diese Zufriedenheit ist jedoch bei den gesetzlich Krankenversicherten 2018 um gleich 7 % auf 71 % gesunken. Beim Preis liegt sie unverändert bei 70 %. Privat Versicherte sind noch zufriedener: 82 % schätzen die Leistung des Gesundheitssystems, 73 % den Preis. Unverändert skeptisch sehen die gesetzlich Versicherten der Zukunft entgegen. 82 % glauben, dass eine gute medizinische Versorgung über den GKV-Beitrag hinaus viel Geld kosten wird. (Continentale Versicherungsverbund, 30.09.2019)

32 % der 50-69-jährigen Deutschen erwarten eine Verschlechterung der Gesundheitssituation am Wohnort. (Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller, 30.09.2019)

Insbesondere die Gruppe der 45-54-jährigen Frauen entwickelt häufig riskante Trinkgewohnheiten. Dabei ist Alkohol ein Zellgift, das fast alle Körperzellen und Organe schädigen kann. Ein regelmäßiger Konsum steigert das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen nachweislich, darunter auch Brustkrebs. Alkohol erhöht zudem den Östrogenspiegel, wodurch ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht, das auf Körperzellen wachstumsfördernd wirken kann. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen empfiehlt Frauen, nicht mehr als einen Achtelliter Wein oder 0,3 l Bier pro Tag zu trinken. Dies entspricht 12 g Reinalkohol. Männer sollten nicht mehr als die doppelte Menge zu sich nehmen – bei mindestens 2-3 alkoholfreien Tagen pro Woche. Wer sich für ein alkoholfreies Leben entscheidet, gewinnt vor allem Energie und Gesundheit. (Deutsche Krebshilfe, 30.09.2019)

Die Material- und Personalaufwandsquote gibt Aufschluss darüber, wie wirtschaftlich Krankenhäuser arbeiten. Die Quote ist 2018 insbesondere bei den öffentlichen Spitälern mit 92 % des Umsatzes sehr hoch. Somit verbleiben ihnen von 100 € nur 8 € für notwendige Instandhaltungen, die Finanzierung und weitere Ausgaben. Am effizientesten arbeiten private Kliniken in Deutschland mit einer Material- und Personalaufwandsquote von 83 %. Eine weitere Kennzahl sind die Casemixpunkte je Vollkraft und zwar als ein Indikator für den Ressourcenverbrauch einer Klinik für die durchgeführten Behandlungen. Private Krankenhäuser haben dabei 2018 30 Punkte erreicht, öffentliche Spitäler jeweils 27.  (PwC Deutschland, 30.09.2019)

Der Bundesausschuss ist das höchste Gremium zur Regelung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Dort haben Krankenhäuser, Krankenkassen, Ärzte und Psychotherapeuten einen Sitz. (Hochschule Fresenius, 30.09.2019)

Die Deutschen tranken 2018 im Schnitt jeweils 41 l Tee. Bei den Kräuter- und Früchtetees waren erneut die “Trendwurzeln” Ingwer und Kurkuma am beliebtesten. (Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee, 30.09.2019)

Infografik: Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee

Österreich

Herzinsuffizienz ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr den Körper ausreichend mit Blut zu versorgt. Die Hälfte der betroffenen Patienten verstirbt (!) innerhalb von 5 Jahren nach der Diagnose. Damit ist Herzinsuffizienz so „bösartig“ wie die häufigsten Krebsarten bei Männern (Prostata- und Blasenkrebs) und bei Frauen (Brustkrebs). Herzinsuffizienz ist zudem die Hauptursache für Spitalseinweisungen von Menschen über 65 Jahren und stellt damit auch eine massive ökonomische Belastung dar. Jedes Jahr entwickeln bis zu 3 von 1.000 Menschen eine Herzinsuffizienz. In Österreich sind derzeit rund 300.000 Personen von einer Herzinsuffizienz betroffen. (AstraZeneca Österreich GmbH, 30.09.2019)

Wissenschaftlich belegt ist, dass es unter Statin-Therapien durch die Cholesterin senkende Wirkung zu einer signifikanten Risikoreduktion von kardiovaskulären Ereignissen kommt. … Doch ist Cholesterin der Grundbaustein für die Synthese von Sexualhormonen wie Östradiol und Testosteron, aber auch von Mineralo- und Glukokortikoiden wie Aldosteron und Cortisol. Statine wiederum sorgen generell für eine selektive Hemmung der 3-Hydroxy-3Methyl-Glutarat-CoA-Reduktase (HMG-CoA-Reduktase). Dadurch kommt es zu einer eingeschränkten Cholesterin-Synthese, die in weiterer Folge eine therapeutische Senkung des Cholesterinspiegels möglich macht. (MedUni Wien, 30.09.2019)

Einen Tag vor dem Internationalen Brustkrebstag am 1. Oktober lud die Österreichische Krebshilfe zum gemeinsamen Auftakt der Pink Ribbon Aktion 2019. Im Mittelpunkt standen u.a. rund 100 Brustkrebspatientinnen, die zuvor ihre persönlichen Mutmacher-Sprüche an die Krebshilfe gesandt hatten. (Österreichische Krebshilfe, 30.09.2019)

Spendenauftakt 2019 von Pink Ribbon Österreich u.a. mit Dr. Paul Sevelda, Präsident Österreichische Krebshilfe. (Foto: Stefan Diesner für Österreichische Krebshilfe)

Bei Urtikaria oder Nesselsucht ist eine Leitlinien konforme Behandlung der Erkrankung umso wichtiger und die Symptomfreiheit das klare Therapieziel. Bei der medikamentösen Behandlung werden zuerst Antihistaminika verordnet. Bleiben die Symptome auch unter hochdosierten Antihistaminika bestehen, ist laut aktuellen Leitlinien eine Behandlung mit einem humanisierten Anti-IgE-Antikörper rasch einzuleiten. In Studien konnte beobachtet werden, dass viele Patienten schon innerhalb der ersten 4 Wochen der Behandlung auf diese Therapie ansprechen und in weiterer Folge das Therapieziel der vollständigen Beschwerdefreiheit erreichen können. (Novartis Austria GmbH, 30.09.2019)

Schweiz

Die Initiative “Organspende fördern – Leben retten” fordert den Systemwechsel von der expliziten Zustimmung hin zur vermuteten Zustimmung, auch Widerspruchslösung genannt. 75 % der Schweizer sind für einen Wechsel zur Widerspruchslösung in der Organspende. Eine klare Mehrheit der Schweizer würde nach dem Tod ein Organ spenden. (Swisstransplant, 30.09.2019)

Infografik: Swisstransplant

30. September 2019: Witz des Tages aus der Medizin

43 % der Generation 50+ in Deutschland prognostizieren eine Verschlechterung des Gesundheitswesens in den nächsten 10 Jahren. Das Gesundheitssystem per se beurteilen die Bundesbürger insgesamt als eher mittelmäßig.

Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller am 30.09.2019

Je höher die Dosierung von Statinen (z.B. ab einer Dosierung von 20 mg für Simvastatin, Atorvastatin und Rosuvastatin) ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Osteoporose: Die bahnbrechenden Ergebnisse von Statinen im Bereich der Prävention und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen haben dazu geführt, dass die Zielwerte von LDL-Cholesterin bei Hochrisikopatienten auf unter 55 mg/dl gesenkt wurden. Jedoch war kaum erforscht worden, inwieweit sich diese niedrigen Konzentrationen von Cholesterin auf die Synthese von lebensnotwendigen Hormonen wie Sexualhormonen und damit zusammenhängenden Erkrankungen wie Osteoporose auswirken.

MedUni Wien am 30.09.2019

Krankenhaus-Benchmarking von PwC: Trotz hoher Förderquoten weiterhin Rentabilitätsdefizite bei öffentlichen Krankenhäusern in Deutschland. Privatkliniken halten Vorsprung in puncto Umsatzrentabilität trotz vergleichsweise geringer Fördermittel.

PwC Deutschland am 30.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Witz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Wie ein junger Gott … mit 70

Hier wieder das tägliche Wunder aus der Arztpraxis Dr. Strunz in Roth … Die E-Mail von heute umfasst ein ganzes Leben. Macht Mut ! Zeigt – wie schon so oft an dieser Stelle – dass einem auch ganz tief unten das Licht der Hoffnung, der Heilung immer noch leuchtet. Man muss es nur SEHEN (können): Ein kleines bisschen muss man sich schon bemühen, herumfragen, lesen. Und von mir bekommen Sie ohnehin

jeden Tag die GEWISSHEIT, dass es eine Lösung gibt. Immer !!!

Für diese Behauptung habe ich 47 Jahre gebraucht und das Ergebnis selbstverständlich auch persönlich erlebt.

Doch nun zur „körperlichen Hölle“ des eingangs erwähnten Patienten und dem späteren Wunder: Der Patient hatte Prostatakrebs. Operation. Entzündung. 6 Wochen kein Urinieren möglich. Grauenhafte Schmerzen, konnte weder gehen noch sitzen. Bekam Morphium, war bei 20 Ärzten in 10 Spitälern. Suchte verzweifelt nach Hilfe !!

Kennen Sie das ? Oder etwas Ähnliches ? Die Gelenkschmerzen waren so stark, dass man ihm 2 neue Knie „schenken“ wollte. Und so ein geplagter Mensch, noch dazu Unternehmer mit vielen Angestellten, schreibt mir heute doch tatsächlich folgendes:

Guten Tag, sehr verehrter Herr Dr. Strunz ! Ich habe inzwischen alle „lebenslänglich“ verordneten Medikamente (Blutdrucksenker, Cholesterinsenker usw.) abgesetzt. Nach einer m.E. sinnlosen OP des Prostatakrebs … wird mein Körper immer gesünder. Dank Ihrer Hilfe und einer punktgenauen Ernährung fühle ich mich inzwischen wieder so gut wie vor der OP.
Z.B. bin ich gestern, inzwischen 70 Jahre alt, die Treppe hoch gesprintet wie ein junger Gott. Vielen Dank für Ihre Behandlung und Ihren Mut, sich gegen Missstände in der Medizin zu wenden ! Ohne Ihre Hilfe würde ich heute wahrscheinlich mit neuen Kniegelenken in einer Schar von Rollatoren täglich meine Runde drehen von der Arztpraxis über die Apotheken in die Jammercafés.

Das alles trifft’s haargenau ! Finden Sie nicht auch ? Der Herr hat offenbar Erfahrung, schon viel gesehen … Und dann die Behauptung „wie ein junger Gott“ eigentlich mit völlig kaputten Knien. Was war da passiert ?

Erlauben Sie mir nur den 1. knappen Hinweis – für jede Universitätsklinik absolut geheimnisvoll: Das Aminogramm war anfangs mangelhaft, dann schlussendlich “praktisch perfekt”. Und den 2. Hinweis:

Die Trockensubstanz des Körpers besteht zu 80 % aus Eiweiß !!

Bitte glauben Sie es endlich:

Eiweiß und Aminogramm sind nicht nur wichtig, sondern sogar lebensentscheidend. Wenn jemand mit 70 Jahren wie ein junger Gott die Treppe hoch sprintet, dann hat die Frohmedizin einfach Recht.

Zum Nachlesen: 300 Gramm Eiweiß pro Tag (News 23.12.2017)

29. September 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

In Deutschland erkranken pro Jahr rund 70.000 Frauen an Brustkrebs. Danach entsteht bei den Betroffenen eine große Angst vor dem Verlust der Lebensqualität, insbesondere im Hinblick auf die Nebenwirkungen der nach wie vor bekanntesten Standardmaßnahmen Chemotherapie und Strahlentherapien. Doch integrativ-onkologische Ansätze stellen eine Stärkung der Leistungsfähigkeit und die Aktivierung der Selbstheilungskräfte in den Mittelpunkt. Dabei werden geprüfte ergänzende Maßnahmen z:B. aus der Naturheilkunde sinnvoll miteinander kombiniert. (Adriane Beck & Partner GmbH, 29.09.2019)

Foto: Adriane Beck & Partner GmbH

Eine der am besten untersuchten begleitenden Maßnahmen in der Krebsbehandlung ist die Misteltherapie: Sie hilft gegen das Ermüdungssyndrom Fatigue, kann depressive Verstimmungen lindern, Übelkeit verringern, Schlaf und Appetit verbessern sowie die Leistungsfähigkeit steigern. Mistelpräparate enthalten über 1.000 verschiedene Inhaltsstoffe, die nur im Zusammenspiel ihre volle Wirkung entfalten. Dazu zählen u.a. Mistellektine, deren immunstabilisierende und tumorhemmende Eigenschaften belegt sind. Die Misteltherapie kann vor, nach und begleitend zu einer onkologischen Standardtherapie erfolgen. Empfohlen wird die Mistel vor allem bei soliden Tumoren wie Brust-, Eierstock-, Lungen- und Darmkrebs. (Adriane Beck & Partner GmbH, 29.09.2019)

Zum Maßnahmenspektrum der integrativen Onkologie gehören außerdem moderater Sport, eine bewusste Ernährung, Entspannungstechniken, geprüfte Naturheilverfahren und Traditionelle Chinesische Medizin – immer individuell auf den Patienten zugeschnitten. (Universitätsklinikum des Saarlandes, 29.09.2019)

Marathon 9 Minuten schneller

Das geht eigentlich nicht. Allenfalls bei 4-Stunden-Läufern. Nicht aber bei sehr guten Amateuren. Die brauchen für die 42 km um die 2 Std 50 Min. Und so ein ambitionierter Marathoni besuchte mich vor 2 Monaten in der Praxis. Schlank, um die 30 Jahre alt und hatte die letzten 2 Marathon in 2 Std. 50 Min und 2 Std. 49 Min absolviert. Übrigens fantastische Zeiten ! Nochmals übrigens: Meine Bestzeit steht bei 02:49:15 …

Der Herr hatte also verstanden, dass seine körperliche Grenze beim Marathonlauf mehr oder weniger bei 2 Std 50 Min liegt. Aber genau das wollte er nicht akzeptieren ! Darum kam er nach Roth. Mit bereits sehr guten Blutwerten, wie man sich vorstellen kann. Hatte viel Magnesium, viel Vitamin D, einen vollen Eisenspeicher, aber nur mäßig Hämoglobin.

Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, der transportiert den Sauerstoff durch den Körper. Und logisch, je mehr man davon hat, desto schneller kann man auch laufen. Bei Männern ist angeblich ein Wert von 14-18 normal. Also am besten 17. Leichtathleten bei Weltmeisterschaften haben dort 19 und mehr. Aus gutem Grund ! Die Ursache für wenig Hämoglobin ist neben mäßigem Eiweiß (in diesem Fall 7,02 g%) oft ein knappes Testosteron. Testosteron ist bekanntlich ein sehr sensibles Hormon. Das reagiert auf alle Gedanken und natürlich auch auf Stress. Leider.

Aber all das ist Vergangenheit. 2 Monate nach dem Praxisbesuch schickte mir der junge Mann folgende Nachricht:

Ich bin letzten Sonntag den Marathon in 02:40:51 gelaufen. Also 9 Minuten schneller !!!

Das hatte selbst ich für unmöglich gehalten. Wieder einmal müssen wir uns den Tatsachen beugen. Der Natur. Und die lauten:

AMINOGRAMM und Aminosäuren

Die nämlich waren anfangs traurig gewesen. So wie das knappe Testosteron. Der Grund: Stress. Überforderung, Übertraining. Könnte bei Ihnen aber schon der normale Alltag sein … Nur hat dieser ehrgeizige Läufer dann auch nicht lange gefackelt oder mit mir zu diskutieren (!) begonnen (Stichwort Überdosierung), sondern sein Eiweiß aufgefüllt. Sein Aminogramm perfektioniert. Das Resultat ? Eine

9 Minuten schnellere Marathon-Zeit.

Nun, was lernen wir daraus ? Man UNTERSCHÄTZT noch immer

  1. die Molekularmedizin (insbesondere das Aminogramm)
  2. die Aminosäuren.

Und zwar ganz fürchterlich ! Denn, ob es jemandem „besser” geht oder nicht, ist oft eine subjektive Einschätzung. Eine gestoppte Marathon-Zeit hingegen, die ist objektiv.

FAZIT: Wer sich nicht um seine Aminosäuren kümmert, der/die hat vom Leben noch keine Ahnung !