28. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Die EU-Kommission hat die Berichte veröffentlicht, in denen das Profil der Gesundheitssysteme von 30 Ländern abgebildet wird. Die länderspezifischen Gesundheitsprofile werden zusammen mit einem Begleitbericht herausgegeben, in dem einige der wichtigsten Trends bei der Umgestaltung der Gesundheitssysteme herausgestellt werden. Besonders erfreulich ist laut Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis, dass die Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention endlich die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erhalten und zum wichtigsten Trend in allen Ländern werden. (EU Kommission, 28.11.2019)

State of Health in the EU: Länderbericht Deutschland 2019. (Bild: EU Kommission)

Wenn es um das Älterwerden geht, dann schauen in Europa vor allem Männer (62 %) negativ in die Zukunft. In Deutschland haben generell 54 % der Menschen Angst vor dem Alter und in Europa mit 68 % am meisten Angst die Polen. Dass es sich dabei um einen “natürlichen” Prozess handeln könnte, wollen in Polen auch nur 27 % glauben. (Stada Arzneimittel AG, 28.11.2019)

Laut dem IDF Diabetes Atlas 2019 hat Deutschland die meisten Diabetiker in Europa und gehört weltweit zu den 10 Ländern mit der höchsten Zunahme der Diabetesprävalenz. Letztere liegt bei 15,3 % und damit weit höher als etwa in Österreich (9,7 %) und der Schweiz (7,7 %). … Sowohl Österreich als auch die Schweiz tauchen bei den durchschnittlichen Gesundheitsausgaben in den weltweiten Top 10 auf. (International Diabetes Federation (IDF), 28.11.2019)

Deutschland

Die meisten Babys, die mit einer geistigen Behinderung auf die Welt kommen, hätten gesund sein können. Sie leiden an FASD. Das ist keine Erkrankung, sondern bezeichnet eine “fetale Alkoholspektrumstörung”. Die wiederum ist die Folge von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Demzufolge sollten alle Frauen wissen: Jeder Tropfen Alkohol kann dem ungeborenen Kind schaden und bereits 1 Glas Sekt eine Behinderung verursachen. Das Baby baut den Alkohol sogar 7 Mal langsamer ab als die werdende Mutter. (Deutscher Verband der Ergotherapeuten, 28.11.2019)

Bis zum nächsten Ausflug auf die Skipiste werden zwar noch einige Wochen vergehen, mit dem vorbereitenden Training sollte man laut Deutschem Skiverband aber schon jetzt beginnen. Wichtig ist, im ganzen Körper speziell die tiefen, kleinen Muskeln aufzubauen, um die Koordination und Körperspannung zu verbessern. Darauf kommt es bei allen Wintersportarten an. Ein Training lohnt sich aber auch für jene, die nur spazieren gehen wollen, denn fitte Menschen rutschen bei Eis und Schnee weniger leicht aus. Gerade darauf könne man sich durch Balancieren auf einem Wackelbrett vorbereiten. (HausArzt, 28.11.2019)

Foto: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen

Österreich

Sexualität ist Leben und eine gute Sexualität auch enorm wichtig für die seelische Gesundheit. (Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP), 28.11.2019)

Mit 12.462 Wegunfällen von Erwerbstätigen war in Österreich auch 2018 wieder Montag der gefährlichste Tag in die Arbeit. (AUVAm 28.11.2019)

Demenz: Immer mehr Betroffene, doch noch wenig Aussicht auf Heilung. (Austria Presse Agentur, 28.11.2019)

1980 waren in Österreich noch 10.569 Menschen an einem Herzinfarkt verstorben, 2018 waren es nir noch 4.527 – minus 57 %. Und weltweit gesehen ist in den sog. High Income Countries die Todesursache Krebs um 2,5 mal häufiger als eine Herz-Kreislauferkrankung, jedoch in Österreich fast umgekehrt. Das heißt, Österreich ist bei den Herz-Kreislauferkrankung noch nicht dort angekommen, wo es sollte. (Österreichische Kardiologische Gesellschaft, 28.11.2019)

In Österreich wird jeden Tag zumindest eine HIV-Neudiagnose gestellt. 2018 waren es insgesamt 397 und damit an der Zahl leicht rückläufig. (Almdudler Limonade A. & S. Klein GmbH, 28.11.2019)

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