30. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Der Rückgang von HIV-Neuinfektionen in Deutschland – vor allem bei homosexuellen Männern, ist eine erfreuliche Trendwende, die auf verbesserte zielgruppenspezifische Präventionsangebote und den früheren Therapiebeginn nach einem positiven HIV-Testergebnis zurückzuführen ist. Das Robert Koch Institut schätzt die Zahl der HIV-Neuinfektionen in 2018 auf 2.400, 100 weniger als 2017. Unklar ist, ob sich in diesem Rückgang auch schon der Einsatz der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) spiegelt. (Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG), 30.11.2019)

Fest steht, dass die Anzahl der PrEP-Nutzer bundesweit zunimmt. Personen mit einem hohen Infektionsrisiko kann die Einnahme der PrEP (Tenofovirdisoproxil / Emtricitabin) sicher vor einer Ansteckung mit HIV schützen. Seit September 2019 werden deshalb die Kosten für die HIV-PrEP sowie für die Basis- und Begleituntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. (Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG), 30.11.2019)

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