4. Juli 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Die forschende Pharmaindustrie beschäftigt 642.000 Angestellte in Europa und generiert eine jährliche Wertschöpfung von 206 Mrd. €. Die große Bedeutung für die europäische Wirtschaft beweist auch ein Exportüberschuss in der EU von über 70 Mrd. €. (FOPI Österreich, 04.07.2019)

Deutschland

Die Zeiten, in denen sich vor allem Frauen für Körperpflege und Schönheit interessierten, sind vorbei. Auch bei den Männern in Deutschland ist der Beauty-Trend angekommen ! (Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung, 04.07.2019)

Infografik: GIK

Wer Steuern sparen will in Deutschland, sollte alle Quittungen aus der Apotheke aufbewahren und dann beim Finanzamt einreichen. Bei der Einkommensteuererklärung für 2018, die bis zum 31. Juli 2019 abgegeben werden muss, können private Ausgaben für Arzneimittel laut § 33 Einkommenssteuergesetz im Einzelfall als “Außergewöhnliche Belastungen” geltend gemacht werden. Neben der gesetzlichen Zuzahlung von 5-10 € pro rezeptpflichtiges Medikament kommen dafür auch rezeptfreie Arzneimittel in Betracht, sofern die Krankenkasse die Kosten dafür nicht übernimmt. Die medizinische Notwendigkeit in der Selbstmedikation kann durch das vom Arzt ausgestellte Grüne Rezept nachgewiesen werden – vergleichbar mit dem rosa Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel auf Krankenkassenkosten. (ABDA, 04.07.2019)

Selbstbestimmt alt werden: Damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann, ist eine frühzeitige rechtliche Vorsorge wichtig. Denn entgegen einer weit verbreiteten Ansicht existiert auch in schwersten Krisensituationen kein gesetzliches Vertretungsrecht für den Ehepartner oder einen volljährigen Verwandten. Um die unterschiedlichen Lebensbereiche abzudecken, gibt es neben Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung auch das Testament. (Alzheimer Forschung Initiative, 04.07.2019)

Zucker ist ein billiger Rohstoff und nicht nur in Schokolade, Gummibärchen oder Kuchen enthalten, sondern auch in vermeintlich gesunden Speisen. Er steckt wider Erwarten sogar in Fertigprodukten wie Pizza, Krautsalat und Rotkohl. So enthält ein Glas Rotkohl mit 700 g oft über 70 g Zucker – das entspricht gut 23 Stück Würfelzucker. Ein Fruchtjoghurt mit 250 g enthält oft um die 35 g Zucker.  (Diabetes Ratgeber, 04.07.2019)

Österreich

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) ist über die Aussagen der Apothekerkammer in Zusammenhang mit den Engpässen bei Medikamenten überrascht. Denn um für die heimischen Patienten die bestmögliche Versorgung sicherzustellen, sind alle Beteiligten gefordert. Die angemessene Therapie entscheiden die Ärzte mit dem Patienten. Die Pharmaindustrie, der Pharmagroßhandel und die Apotheken sind dann in ihrem Bereich gleichermaßen verantwortlich, die verordneten Arzneimittel rasch und zuverlässig in Österreich zur Verfügung zu stellen. Auch die von der Apothekerkammer als Grund genannte Behauptung, es gäbe fast keine Medikamentenproduktion in Europa mehr, entkräftet das FOPI. (Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich, 04.07.2019)

Die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie Österreichs legen zum 4. Mal offen, welche Honorare sie in der Zusammenarbeit mit Ärzten, Apothekern und Krankenhäusern usw. ausbezahlt haben. 2018 flossen von insgesamt 139 Mio. € geldwerter Leistungen 83,5 Mio. € (60 %) in den Bereich Forschung und Entwicklung, 34 Mio. € (24 %) in Veranstaltungen, 15 Mio. € (11 %) in Dienst- und Beratungsleistungen und 6,5 Mio. € (5 %) in Förderungen. … Ohne diese Kooperationen nämlich gäbe es in Österreich keinen Fortschritt in der Medizin. (Pharmig, 04.07.2019)

Infografik: Pharmig

Erfreuliche Entwicklungen in der Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene in Österreich. (Dachverband Hospiz Österreich, 04.07.2019)

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