9. Juli 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Die Europäische Kommission investiert 35 Mio. € in die Prävention, Erkennung und Behandlung der häufigsten Krebsarten mithilfe künstlicher Intelligenz. Dazu fördert sie Lösungen zur Analyse von Bildern für die Krebsdiagnostik. Seit heute können entsprechende Anträge im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes “Horizont 2020” eingereicht werden. Insgesamt stehen in diesem Programm 177 Mio. € für digitale Lösungen und Cybersicherheit im Gesundheitswesen zur Verfügung. (EU Kommission, 09.07.2019)

Deutschland

Auch wenn aus Sicht der Schulmedizin die wissenschaftlichen Nachweise für die Wirkungsweisen der Homöopathie fehlen, fühlt sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung von ihrer ganzheitlichen Sicht angesprochen und verstanden. Dadurch werden bei unterschiedlichsten Erkrankungen sehr wohl gute Erfolge erzielt. Das zeigt uns, dass die Homöopathie bei vielen Erkrankungen eine positive Wirkung hat. Die BAHN-BKK möchte die Versicherten deshalb gerne weiterhin wählen lassen, auf welche Verfahren sie setzen – auf das Schulmedizinische oder eben das Naturheilkundliche. Die BAHN-BKK plädiert für ein Nebeneinander beider Ansätze und arbeitet mit dem Deutschen Zentralverein Homöopathischer Ärzte zusammen. Zudem wird die homöopathischen Behandlungen nur bei Vertragsärzten mit der Zusatzqualifikation Homöopathie bezahlt. (BAHN-BKK, 09.07.2019)

Eine Psoriasis oder eine Neurodermitis ist nicht ansteckend. Die entzündlichen Hautstellen und Schuppen stellen auch keinerlei gesundheitliche Gefährdung für andere dar und sind daher kein legitimer Grund, jemanden eines öffentlichen Bades zu verweisen. (Berufsverband der Deutschen Dermatologen, 09.07.2019)

Ein Magnesiummangel ist nicht nur eine häufige Begleiterscheinung bei Diabetes Typ 2 und seinen Vorstufen, er erhöht auch das Risiko, überhaupt eine Zuckerkrankheit zu entwickeln. Zusätzlich scheiden Diabetiker über die Nieren deutlich mehr Magnesium aus als gesunde Menschen. Was aber macht den Mineralstoff so wichtig für Betroffene? (1.) verbessert Magnesium die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Denn um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, müssen diese erst “aufgeschlossen” werden. Dafür benötigt der Körper nicht nur den richtigen Schlüssel, das Insulin, sondern die Körperzellen müssen auf diesen auch reagieren und sich öffnen. Bei einer Insulinresistenz bzw. einem Diabetes Typ 2 jedoch verbleibt die Glukose im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Magnesium kann dieser Unempfindlichkeit entgegenwirken ! (2.) entspannt Magnesium die Blutgefäßmuskultur. Das senkt den Blutdruck und entlastet das Herz. Das ist gerade für Diabetiker mit ihrem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko eine wichtige Sache. (3.) stabilisiert Magnesium die Funktion der innersten Schicht der Gefäßwände (Endothel). Dieses ist ebenfalls für die Steuerung des Blutdrucks und zudem für die Abwehr von Arterienverkalkung wichtig. Und (4.) wirkt Magnesium Stress regulierend. (Protina Pharmazeutische GmbH, 09.07.2018)

Foto: Protina Pharmazeutische GmbH

Besonders gefährdet für einen Magnesiummangel sind neben Diabetikern auch Menschen mit Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, außerdem Schwangere und Menschen, die intensiv Sport treiben oder Stress ausgesetzt sind. Auch bestimmte Medikamente wie Entwässerungsmittel, Magensäureblocker oder Abführmittel können das Risiko eines Magnesiummangels erhöhen. Wenn die Blutwerte nicht stimmen, Risikofaktoren oder Beschwerden vorliegen, wird von der Gesellschaft für Magnesiumforschung eine Magnesiumergänzung von 240-480 mg pro Tag empfohlen. (Protina Pharmazeutische GmbH, 09.07.2018)

Damit Frauen mit Inkontinenz endlich wieder eine Auswahl bei der Unterwäsche haben, gibt es jetzt mit TENA Silhouette Noir Deutschlands erste schwarze Unterwäsche für Inkontinenz. 84 % aller Frauen in Deutschland tragen schwarze Dessous … (Essity Germany GmbH, 09.07.2019)

Foto: Essity Germany GmbH

Bis zu 15 Mal mehr Schadstoffe als im wohngesunden Vergleichsraum herrschen im Kinderzimmer mit Standardbaustoffen. Das ist durchaus Besorgnis erregend, denn Babys und kleine Kinder haben noch kein voll entwickeltes Immunsystem. Sie sind darum deutlich stärker durch Schadstoffe wie Formaldehyd und Lösemittel (VOC) gefährdet. Diese können Atemwegsreizungen, Unwohlsein, Allergien sowie Asthma auslösen. (Sentinel Haus Institut, 09.07.2019)

Infografik: Sentinel Haus Institut

Sog. Quetschies sind “als Süßigkeit” zu werten und kein Ersatz für die tägliche Portion Obst. Deren Obst wird in aller Regel geschält, gekocht und püriert. Dadurch verliert es wichtige Vitamine und vor allem Ballaststoffe. Dafür steckt in jedem Quetschbeutel viel Fruchtzucker bzw.  auch versteckte Zucker. All das beeinflusst nicht nur den Stoffwechsel der Kinder negativ, sondern begünstigt auch Übergewicht und Karies. (Baby und Familie, 09.07.2019)

Biotulin aus Deutschland hat ein Eau de Parfum entwickelt, das sich an Studien renommierter Wissenschaftlern orientiert und seine Trägerin “in 1 Sekunde” 6 Jahre jünger macht. “ART.” nutzt dabei geschickt die Psychologie der Düfte auf Basis des Geruchsforschers Alan Hirsch. Dieser fand heraus, dass der Duft von Zitrusfrüchten Menschen bis zu 6 Jahren jünger erscheinen lässt. (MyVitalSkin GmbH, 09.07.2019)

Foto: MyVitalSkin GmbH

Österreich

Anlässlich des 2. Österreichischen Tages der Ganzheitsmedizin warnen Komplementärmediziner vor einer Bedrohung der Zukunft komplementärmedizinischer Verfahren und deren Diskriminierung durch Player des Gesundheitssystems. Sie fordern eine stärkere Präsenz in der universitären Lehre und Forschung, damit Österreich nicht international den Anschluss verliert. Komplementärmedizin auf hohem Qualitätsniveau sollte allen Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht werden, was eine zunehmende Übernahme komplementärer Verfahren in den Honorarkatalog der Krankenkassen voraussetzt – auf einem Honorarniveau, das dem in der Komplementärmedizin üblichen hohen Zeit- und Zuwendungseinsatz entspricht. Im Sinne der bestmöglichen Behandlung von Patienten sei ein faires Miteinander zwischen Schul- und Komplementärmedizin im Sinne einer Ganzheitsmedizin anzustreben. … Gegenüber der Öffentlichkeit wurde zuletzt intensiv durch abgestimmte Aktionen unterschiedlicher Player im Gesundheitssystem suggeriert, dass die Erfolge komplementärmedizinischer Interventionen ausschließlich Placebo-Effekte seien ! (Österreichischen Dachverbandes für ärztliche Ganzheitsmedizin, 09.07.2019)

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