Selen wirkt Wunder

Selen war der wissenschaftliche Lebensinhalt meines früh verstorbenen Cousins Prof. Dr.  Detlef Thilo-Körner. Dem ich nur zustimmen konnte, seit ich – Jahrzehnte her – Selen zum ersten Mal selbst genommen habe. In größerer Menge ! Und dann einen so unerwarteten, überwältigenden Zuwachs an Lebensenergie verspürte, dass damals ein Küchentisch in seine Einzelteile zerfiel. Erklärt hatte ich Ihnen das seinerzeit mit 2 Tatsachen:

  • Selen produziert T3, das aktive Schilddrüsenhormon.
  • Selen beseitigt lähmende Schwermetalle, folglich schießt der Energielevel in die Höhe.

Nun bringt mich ein neuer Aufsatz von Frau Dr. Christine Reinecke über dieses Wundermetall dazu, Ihnen erneut „täglich Selen !“ ans Herz zu legen.

Neu lerne ich, dass Selen (laut Studien) bei Krebspatienten die Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich abschwächt. Dass Selen also sehr dazu beiträgt, die Lebensqualität von (sozusagen vergifteten) Krebspatienten wieder anzuheben. Mit Lebensqualität ist besonders die chronische Müdigkeit (Fatigue), aber auch Übelkeit, beschädigte Nieren- und Leberfunktion gemeint.

Als Nicht-Krebspatient interessiert einen das nicht sonderlich, aber dafür die nächste Besonderheit. Nachdem es bei Krebs häufig auch zur Anämie kommt, die man recht gut biochemisch erklären kann, wurde entdeckt, dass

Selen diese tumorbedingte Anämie stoppen kann. Dass Selen die roten Blutkörperchen vor oxidativen Schäden schützt.

Das interessiert vor allem die Sportler. Die leiden nämlich oft an Blutarmut. Besonders Ausdauersportler wegen der ewigen Krux: Je mehr man trainiert, desto weniger rotes Blut hat man und desto langsamer läuft man. Also was nun ? Durch Training wird man schneller, durch die unvermeidliche Anämie wird man langsamer ?

Außer man lebt in Jamaika. Die Luft dort „stimuliert“ ganz außerordentlich die rote Blutbildung. Da werden Hämoglobin-Werte um die 19 g/dl erreicht (Sie haben 13 oder 14). Wenn Sie also schon nicht in Jamaika trainieren können, lieber Sportler, so sollten Sie zumindest an Selen denken !

Aber es geht noch weiter.

In der großen Blutanalyse teile ich Ihnen zum Thema Selen regelmäßig mit: „So wichtig gegen Entzündungen und Krebs“. Ein bisschen genauer:

  • Selen ist Bestandteil des Selenoprotein P, das gezielt Schwermetalle bindet. Für uns interessant vor allem das Quecksilber im Fisch ! Ich esse sehr viel Fisch und weiß selbstverständlich um dessen Giftigkeit. Demzufolge habe ich aber immer genügend Selen im Körper, um die tägliche Quecksilberdosis wieder auszuschwemmen. Tun Sie das doch auch !
  • Ein zentraler Entzündungsfaktor heißt NF-kB. Der wird allerdings durch Selen gehemmt, also Entzündungen reduziert.
  • Thema Immunsystem: Die so wichtigen T-Zellen, also Immunzellen, werden durch den sog. Interleucin-2-Rezeptor aktiviert. Das kann aber nur in Abhängigkeit von Selen geschehen. Heißt übersetzt: Ohne Selen kein kompetentes Immunsystem !
  • Selen ist eine wesentliche Komponente der DNA-Reparatur: Selen repariert z.B. ein geschädigtes p53-Tumor-Supressor-Gen. Berühmt. Dieses p53 vernichtet Krebszellen durch Apoptose (Selbstmord). So erreicht man sogar im Tumorgewebe selbst zumindest dauerhaften Wachstumsstillstand. Ein ungeheures Versprechen.
  • Berichtet wird sogar über eine direkte zytotoxische Wirkung von Selen gegen Krebszellen. Heißt: Selen tötet Krebszellen (Tumorzentrum München).

Sie merken schon: Da geht es um handfeste, für die Lebensqualität entscheidende Tatsachen:

Selen ist unbedingt notwendig für ein gesundes Immunsystem, Selen ist hochwirksam gegen Krebs.

Darüber muss ich Ihnen, liebe Leser, nicht mehr erzählen. Wissen Sie längst dem Buch „Geheimnis der Gesundheit“ oder aus den News hier. Z.B. Selen hilft phänomenal.

Quelle: DER PRIVATARZT, Feb. 2019, S. 44

PS I: Selen ist auch so ein Grund, der mich zur täglichen Einnahme von 3,2 g (!) Magnesium zwingt. Also zur künstlich erzeugten inneren Ruhe. Denn fast immer messe ich bei Ihnen einen zu tiefen Selenspiegel. Dadurch verzichten Sie nicht nur auf Lebensqualität, sondern auch auf wertvolle Gesundheit.

PS II: Zur Erinnerung: Die Anti-Krebswirkung von Selen gibt’s ab 130 ng/ml. Der Mittelwert in den USA ist 160 ng/ml, in Kanada 190 ng/ml, in Guatemala 240 ng/ml. Bei uns in Deutschland 70 bis 90 ng/ml. Kein Wunder …

Von ganz unten …

Manche von Ihnen wissen, wovon ich spreche. Man steckt tief im Loch. Hat Ängste, Depressionen und dergleichen. Leidet massivst und sucht natürlich Hilfe, aber findet keine. Wo auch ? Und das wird so bleiben ? Das ganze Leben ?

Doch nun zu einem Beispiel aus der Frohmedizin … Soll das Ganze – mit happy end – veranschaulichen:

Ein Töchterlein ist seit 10 Jahren kaputt, müde, untergewichtig. Zugleich extrem aggressiv. Hat Panikattacken, Tinnitus, ständig Bauchschmerzen, Schlafstörungen. Schon bei geringster Belastung Luftnot. Fällt auch “einfach mal hin” … gleich Kieferbruch. War schon 2 Mal stationär in der Psychiatrie. Hätte Chorea Huntington, wo die Nerven verkümmern. Kann man nichts machen … so, so !

Das war vorher. Jetzt kommt nachher. Bericht der Mutter nach 4 Monaten:

Großes Lob, Herr Dr. Strunz ! Die Behandlung von Ihnen (nach Blutanalyse) hat “voll eingeschlagen”. Aggressionen und Panik sind völlig weg. Unsere Tochter ist wieder ein Mensch. Und das nach 10 Jahren ! Nur ein kleiner Wermutstropfen (völlig gesund hatten wir ohnehin nicht erwartet) ist geblieben: Sie ist weiterhin traurig und weint oft. Können Sie da noch etwas machen ?

Zunächst:

Wieder so eine Wunderheilung der Frohmedizin … !

Schließlich hatten sich neben 2 Kliniken auch noch viele Ärzte um das Töchterlein gekümmert. Erfolg – wenig überraschend – praktisch 0. Wie denn auch ? Chorea Huntington … ist genetisch bedingt und nicht heilbar. Meint die Schulmedizin. Am besten schiebt man es dann auf eine genetische Ursache, einen unheilbaren Zustand. Nachsatz: Was soll man da noch machen ?

Darum der Begriff „Resignationsmedizin“ …

Dass bei der Patientin ein katastrophales Aminogramm vorlag, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Doch wir Frohmediziner haben mit dem Aminogramm (der Messung) ein so gut wie unschlagbares Instrument in der Hand, dessen sich noch kaum jemand bedient hierzulande.

Die Tochter sei noch traurig, hieß es. Auch Sie würden wohl sofort an Tryptophan (als Vorstufe von Serotonin) denken, oder ? Das lag anfangs bei 47. Normal sind 36-125, der Durchschnitt 81. Tryptophan war also unterdurchschnittlich vorhanden, der Blutwert zu tief. Die Mama ließ dann wieder messen. Tryptophan war zwischenzeitlich auf 67 gestiegen, ist aber immer noch zu tief. Erst recht, wenn die Tochter oft weint.

Nur zu Ihrer Information: 81 ist der Durchschnitt. Mein persönlicher Wert liegt derzeit bei 220. Ist natürlich Absicht. Ich muss schließlich täglich das Leid von nahezu hoffnungslosen Fällen der Schulmedizin an meinem Schreibtisch “aushalten”.

Die Lösung ? Wir probieren ab jetzt „neue” Kapseln Tryptophan. Die sollten besser wirken als die Bisherigen. “Schau‘n mer mal”, würde der Kaiser sagen. Und die Mama wird sich wieder melden !

PS: Erinnern Sie sich noch an die News vom 30.08.2014 (Zum Glück gibt es Zink) ? Dort hatte der Patient zwar immer genug Tryptophan gegessen, es der Körper dann aber nicht in Serotonin umgewandelt. Es hatte ihm am dazu nötigen Zink gefehlt. Dem Eiweißmanager. Konkret lag der Zinkwert bei 0,74, normal sind 0,78 bis 1,43. Ich persönlich habe 1,62 …

NADH … in Fleisch und Fisch

NADH ist die Abkürzung von Nicotinamid Adenin Dinucleotid Hydrid. Also eine, die vielleicht wirklich Sinn macht. NADH, fragen Sie ? Verstehen Sie auch in der Langform nicht ? Also, NADH ist nichts weiter als Wasserstoff in seiner biologischen Form. Und bekanntlich besteht Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff. Also nix mit Ozean oder so, sondern im Körper. Dort produziert NADH zusammen mit dem Sauerstoff der Körperzelle

ATP.

Genau darum geht es. ATP ist die Energie im Körper. Übrigens die einzige Form von Energie. Wie viel oder wie wenig Energie man letztlich hat, respektive die Körperzellen haben, das hängt von der Menge des täglich umgesetzten ATP ab. Und erinnern Sie sich? Der Mensch setzt täglich ca. 70 kg an ATP um.

ATP ist definitiv von zentraler Bedeutung !

NADH kommt in allen lebenden Zellen vor. Folglich auch in unserer Nahrung. Und wo da am meisten ? Überraschung: in Fleisch und Fisch ! So viel zu veganer Ernährung. Und es tut mir leid, das sagen zu müssen: Aber die sieht man diesen Menschen leider oft auch an ! Leider.

Am meisten Energie benötigen Herz und Gehirn. Wissen Sie. Folglich kann man in deren Gewebe auch den höchsten NADH-Gehalt von allen Organen messen. Ist Ihnen bis jetzt viel zu theoretisch ? Na, dann folgt jetzt die Praxis:

  • NADH produziert ATP (Energie). Frage: Kann man die Konzentration von NADH in den Körperzellen erhöhen, indem man es von außen ergänzt ? Antwort: Ja, nachgewiesen an isolierten Herzzellen (Pelzmann 2003). Ist das nicht herrlich?
  • NADH kann geschädigte DNA und Körperzellen reparieren. Sie wissen: DNA Schäden werden durch toxische Substanzen, Umweltgifte, UV-Strahlen, Röntgenstrahlen, Chemotherapeutika verursacht. All diese Stoffe verändern, stören, zerstören unsere Gene. NADH repariert sie wieder, nachgewiesen von Zhang et al. 1998. Auch Leberzellen, geschädigt durch Röntgenstrahlen (geschieht jeden Tag !) können durch NADH wieder vollkommen gesunden.
  • NADH ist ein starkes Antioxidantium. Der Biochemiker Dr. Richard Passwater schreibt: „Es gibt keine Einzelsubstanz, die man als wichtigstes Molekül für die Gesundheit bezeichnen könnte. Aber NADH kommt dem so nahe wie nur möglich. Es ist sicher eines der wichtigsten Antioxidantien.“ Gewusst ?
  • NADH erhöht die Produktion von Dopamin, unserem Antriebshormon. Kann in Wahrheit auch noch viel mehr: Beeinflusst die Stimmung, die Denkprozesse, die Aufmerksamkeit, die Koordination, die Kraft. Außerdem, besonders wichtig, die Libido. Dopamin gilt als Schlüsselfaktor der Regeneration von Körperzellen und Gewebe (z.B. nach einer Operation !).
  • NADH stimuliert NO. Kennen Sie als Stickstoffmonoxid. Stichwort Arginin. NO stellt die Blutgefäße weit. Und neu: NO stimuliert die Bildung von Mitochondrien. Man wird stärker. Das wissen z.B. Höhenbergsteiger, die massiv Arginin zu sich nehmen. Und ebenfalls neu ist, dass NO die Metastasierung von Krebszellen behindert.

Nun sehen Sie vielleicht, dass neugierig bleiben sich auszahlt. Lernen Sie doch ständig dazu ! Wieso denn nicht ? Es gibt so viele Vitalstoffe und Prinzipien, die das Leben erleichtern können. Bei mir persönlich war es die Faszien-Therapie. Bei Ihnen könnte das NADH sein. Enthalten, wie gesagt, in Fleisch und Fisch. Muss ich lächeln …

QUELLE: Nutrition-Press Nr. 10, Mai 2017, S. 10

Dieses (konzentrierte) Wunderwissen stammt von Prof. Georg Birkmayer. DEM Birkmayer. Seines Zeichens Doktor der Chemie, Doktor der Medizin und Professor in Wien. War auch Gastprofessor in New York, San Francisco und Peking. Der führt auch eines der bekanntesten Labore Österreichs. Und so mancher Österreicher berichtet mir gar stolz:

Mein Blut hat DER Birkmayer untersucht !

Und Ihr Blut, sehr verehrte Leserinnen und Leser ?

Neuropsychoökonomie

Wollen ist das Eine, die Entscheidung treffen das Andere. Viele Menschen wollen ein gesünderes Leben führen, doch nur eine Minderheit entscheidet sich, das auch wirklich zu tun. Stellt sich also die Frage: Wie kommt man zu einer Entscheidung? Woher nimmt man die Kraft dazu? Nun, wenn man diesbezüglich ein Rezept geben könnte, dann wären wohl Millionen Menschen dankbar.

Und das geht dann sicher noch weiter: Man will (endlich ?) ohne zu arbeiten Geld verdienen. Sprich Aktien kaufen. Aber wie viele tun es wirklich ? Noch interessanter wird dieses Thema, wenn man es umdreht: So versucht man weltweit „vorauszuwissen“, welche Aktien denn gekauft würden. Um darauf abfahren zu können. Klar. Könnte man nun diesbezüglich die Entscheidungen anderer Menschen vorausahne, würde man wohl Milliardär.

Wie kommt es also zu einer Entscheidung ? Natürlich hat der Mensch daraus gleich wieder eine Wissenschaft gemacht. Diese begann – siehe Aktien – mit der Ökonomie. Dann kamen sogar Nobelpreisträger darauf, dass dahinter Psychologie steckt. Nur genügte das noch nicht. So kam in weiterer Folge drauf, dass Entscheidungen wohl etwas mit dem Gehirn zu tun haben. Mit Neurotransmittern. Sprich mit der Stimmungslage.

Ist irgendwie logisch. Wenn es einem gut geht, wenn man fröhlich ist, dann entscheidet man sich viel leichter dazu, etwas zu tun. In trauriger, nahezu depressiver Stimmung bleibt man eher zu Hause. Die 3 Wissenschaftsfelder hat man nunmehr zusammengefasst und mit dem Wort

Neuropsychoökonomie

versehen. Klingt so wie Psychoneuroimmunologie. Also die Lehre davon, wie man mit seinen Gedanken über das Immunsystem Krebs besiegen könnte. In der Medizin übrigens längst erforscht. Doch langsam beginnt die Ökonomie ganzheitlicher zu denken !

Weil das alles so spannend ist, schreibt mein Sohnemann:

Sie erinnern sich ? Weil ich mir in der Früh dank Tryptophan, Magnesiummalat und Magnesiumbisglycinat den Kaffee vom Bäcker spare, habe ich jetzt jeden Morgen 10 Minuten und 2 € mehr zur Verfügung. (News 24.02.2019). Anders ausgedrückt, ist das allermodernste Wissenschaft. Magnesium und Aminosäuren haben auf mich neurologisch und psychologisch Einfluss genommen. Geld und Zeitersparnis ist ökonomischer Natur.

Neurowissenschaft, Psychologie und Ökonomie kombiniert wurde z.B. im Journal of Neuroscience, Psychology and Economics gemacht. Natürlich ist das alles furchtbar theoretisch. Nur, und das ist schon phänomenal, wird in der Studie empfohlen, von der grauen Theorie und Mathematik abzuweichen, wenn man das menschliche Entscheidungsverhalten analysieren möchte. Und man sollte doch bitte lieber messen:

Serotonin, Dopamin, Cortisol, Testosteron und Adrenalin.

Kommt Ihnen das bekannt vor ? Da haben Theoretiker erkannt, dass der Mensch kein Roboter ist, sondern von Molekülen geleitet wird. Man darf gespannt sein, wann wohl auch ein vollständiges Aminogramm empfohlen wird !

Schreibt mein Sohnemann, der zunehmend glänzende Augen bekommt bei der Erkenntnis, dass die Molekularmedizin von Strunz Senior sogar in der Ökonomie Einzug hält. Ist das nicht wirklich sensationell ? Die Forschung beschäftigt sich dabei nicht mehr mit Stimmungen und meinungsbildenden Medien, sondern mit dem Kernpunkt:

HORMONE

Die alle so wohl vertraute Namen haben wie Serotonin, Dopamin, Cortisol, Testosteron, Adrenalin … Wir in der Arztpraxis Dr. Strunz sind weiter als wir gedacht haben !

Fallschirme unnötig und teuer

Weil es immer wieder Schrottstudien gibt, welche die Notwendigkeit von Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3 bestreiten, also kurz gesagt Nahrungsergänzungsmittel (NEM) unnötig seien, schlägt jetzt die ehrliche Wissenschaft zurück. Endlich !! Und zwar in der renommierten Fachzeitschrift British Medical Journal.

Dort wird in einer randomisiert kontrollierten Studie gezeigt, dass es bei einem Sprung aus dem Flugzeug für die Anzahl an Toten oder traumatischen Verletzungen keine Rolle spielt, ob man einen funktionierenden Fallschirm trägt oder nicht. Und nun probieren Sie bitte einmal und ersetzen im vorherigen Satz “Fallschirm” durch “Vitamine” oder “Omega-3” …

Die randomisierte, kontrollierte Studie gilt in der medizinischen Wissenschaft als Königsweg zur Gewinnung brauchbarer Erkenntnisse. Und in genau so einer Studie beweisen die Autoren, dass es keinen Unterschied macht, ob man mit oder ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springt. Und das ging so:

In der Zeit von September 2017 bis August 2018 wurden 92 erwachsene gesunde Passagiere von Linienmaschinen ausgewählt, wovon 23 auch einwilligten, für die Studie aus einem Flugzeug zu springen. Dazu wurden sie – per Zufall randomisiert – entweder mit einem funktionierenden Fallschirm (Neupreis bis zu 5.000 €) ausgestattet oder mit einer Fallschirm-Attrappe. Weiters wurde – wie für Fallschirmsprünge üblich – ein Hubschrauber benützt.

Nach den Fallschirmsprüngen wurden innerhalb von 5 Minuten – also unverfälscht durch äußere Einflüsse – sog. Vitalparameter und Verletzungen erhoben – und zwar nach dem standardisierten „Injury Severity Score“. Das Ergebnis lautet: In beiden Gruppen (Fallschirm oder Attrappe) sowie den Untergruppen kam es nach der Landung zu keinerlei Todesfällen (0 %) oder Verletzungen (0 %).

Somit ergibt sich beim Sprung aus einem Flugzeug kein Vorteil durch die Benützung eines Fallschirms.

Korrekter Weise erwähnen die Studienautoren auch noch, dass sich die untersuchten Personen und Helikopter in deutlich niedrigerer Höhe (Mittelwert 0,6 m) befanden als die Mehrzahl der nicht an der Studie teilnehmenden Personen (in Linienmaschinen) und diese auch eine deutlich niedrigere Geschwindigkeit (Mittelwert 0 km/h) aufwiesen.

Kommentar von Dr. Strunz:

Sehen Sie, genau so werden die meisten Vitamin- oder NEM-Studien gemacht. Da werden sinnlose Mengen geglaubt und auch getestet wie z.B.:

  • 100 mg Vitamin C täglich statt 10 g
  • 1 g Omega-3 täglich (vielleicht sogar noch nüchtern !) statt 4 g
  • 50 mg Vitamin E pro Tag statt 400 mg (und sogar ohne Vitamin C !!)
  • 800 IE Vitamin D täglich statt 9.000 IE

Haben Sie sich beim Lesen ebenfalls königlich amüsiert ? Nochmals betont: Das ist ein Bericht aus dem British Medical Journal ! Wenn nicht, dann aber sicher jetzt nach dem Schlusswort der Studienautoren:

Die Ergebnisse der Untersuchung beeindrucken in ihrer Eindeutigkeit. Auch wenn die Flugsicherheit nicht zum Kernbereich der medizinischen Forschung zählt, so kann man wohl davon ausgehen, dass sich die gezeigten wissenschaftlichen Erkenntnisse bald in der Praxis niederschlagen werden. Folglich könnte weltweit viel Geld für unnötige Ausrüstung einspart werden und könnten auch die Besitzer von Flugzeugen aus dem Würgegriff der Fallschirm-Lobby befreit werden.

QUELLE: BMJ 2018;363:k5094