11. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Mit regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft lässt sich die Adventszeit gesund genießen. So wird der Stoffwechsel aktiviert und das Immunsystem gestärkt. Dadurch werden Vorgänge unterstützt, durch die der Körper Schäden am Erbgut selbst reparieren kann. Körperliche Aktivität hemmt darüber hinaus entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtert die Gewichtskontrolle. Zudem erkranken körperlich aktive Menschen nachweislich seltener an Tumoren des Dickdarms, der Brust und der Gebärmutterschleimhaut. Bei weiteren Krebsarten wird ein Zusammenhang vermutet. (Deutsche Krebshilfe, 11.12.2018)

Je wohlhabender und entwickelter eine Gesellschaft ist, desto größer wird der Wunsch nach Selbstbestimmtheit und ganz konkret freier Zeit. Bei der Frage “Kauf oder Auszeit?” bevorzugen 53 % der Deutschen die Auszeit, in der Schweiz sind es sogar 65 %. Chinesen sind eindeutig materiell orientiert: 82 % wollen den Kauf. (BrandTrust Brand Strategy Consultants, 11.12.2018)

Neben den Essenzen, die auf Körper, Geist und Seele wirken, ist es vor allem die Zuwendung, die für Entspannung sorgt. Berührung ist ein menschliches Grundbedürfnis wie essen und trinken. Bedenkt man die rund 40 % Single-Haushalte in deutschen Großstädten, so verwundert nicht, dass sich dass immer mehr Menschen nach Berührung im Alltag sehnen. (Primavera Life GmbH, 11.12.2018)

Herz-Kreislauferkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer 1 und verursachen etwa 40 % aller Sterbefälle in Deutschland. Dagegen ist die öffentliche Wahrnehmung dieses Themenfeldes nach wie vor gering und erfordert einen deutlichen Fokus. (Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf, 11.12.2018)

Schon 20 Minuten Singen beeinflussen laut einer Studie der Universität Regensburg die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Oxytocin und des Stresshormons Cortisol. Singen ist also ein Stresskiller – vor allem, wenn man es in Gemeinschaft tut. (Apotheken Umschau, 11.12.2018)

Sodbrennen hat fast jeder schon einmal erlebt. Der sog. Reflux gehört zusammen mit Infektionen, Entzündungen und Krebs zu den häufigsten Erkrankungen unseres Verdauungstraktes. Wenn Speiseröhre, Magen oder Därme Probleme machen und Hausmittel nicht mehr wirken, hilft die Medizin. (Südwestrundfunk, 11.12.2018)

Für rund 90 % der Deutschen sind Geschenke für Partner, Familie und Freunde fester Bestandteil des Weihnachtsfestes – nur 3 % feiern kein Weihnachten und 8 % machen keine Geschenke. Und nur 33 % reisen 50 km und mehr zu Verwandten. (Cewe Stiftung & Co, 11.12.2018)

Der Ärztemangel verschärft sich in Österreich jedes Jahr, was jedoch von weiten Kreisen der Gesundheitspolitik und Kassenfunktionären noch immer geleugnet wird. Allerdings drohen, wenn nichts Wirksames passiert, in den kommenden Jahren dramatische Einbrüche in der ärztlichen Gesundheitsversorgung. Das gilt sowohl für Allgemeinmediziner als auch für Fachärzte, für Ärzte mit Kassenvertrag und für Wahlärzte. (Österreichische Ärztekammer, 11.12.2018)

Roche Austria unterstützt “Momo”, Wiens mobiles Kinderhospiz und Kinderpalliativteam. … Roche entwickelt klinisch differenzierte Medikamente für Krebs, Immunologie, Infektionen, Augen, Erkrankungen des Zentralnervensystems, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie seltene Erkrankungen wie Hämophilie, damit Patienten besser und länger leben. (Roche Austria, 11.12.2018)

Roche Austria-Geschäftsführer Titus Gylvin bei der Scheckübergabe an Sonja Himmelsbach und Sabina Killian von “Momo”. (Foto: Roche Austria)

10. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

7 von 10 Bundesbürgern wollen vom Arzt zunächst beraten werden, um dann zu einer gemeinsamen Entscheidung über die anstehende Therapie zu kommen. Eine Mitsprache bei der Therapie wünschen sich vor allem Frauen: 3 Viertel sind dafür, bei den Männern 2 Drittel. Die Ärzte scheinen das auch verstanden zu haben. (Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller, 10.12.2018)

Infografik: obs / Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller / BAH

Gesund leben ist mehr, als im Augenblick nicht krank zu sein – körperliche Fitness gehört genauso dazu wie psychische Ausgeglichenheit. Gesund leben heißt auch: Bescheid wissen. (Südwestrundfunk, 10.12.2018)

Die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit den besten Karrierechancen in Deutschland liegen mehrheitlich auf dem Land und nicht in einer Großstadt.  Das ergab eine Studie mit den größten 1.500 Spitälern und 650 Pflege- sowie Gesundheitsunternehmen. Insgesamt würden 122 Krankenhäuser und 88 Firmen aus der Pflege- und Gesundheitsbranche ihren Mitarbeitern Top-Karrierechancen bieten. (Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH, 10.12.2018)

www.apotheken-umschau.de baut Spitzenposition im Netz deutlich aus: 9,36 Mio. Unique User und fast 20 Mio. Visits pro Monat. (Wort & Bild Verlag, 10.12.2018)

Bild: obs / Wort & Bild Verlag GmbH

In Deutschland sind 90 % der Menschen gesetzlich krankenversichert. Schafft es ein Start-up aus dem Gesundheitsbereich in das Leistungsangebot der GKV aufgenommen zu werden, so erhält es damit rund 70 Mio. potentielle Kunden. … Die Zusammenarbeit mit der GKV hat großen Einfluss auf den langfristigen Erfolg eines Start-ups im Gesundheitsbereich, denn der Selbstzahlermarkt im Bereich Gesundheit gestaltet sich in Deutschland schwierig. Die Bereitschaft, für ein Produkt oder eine Therapie aus eigener Tasche zu zahlen, ist meist gering. Im Vergleich zu anderen Ländern hat Deutschland ein sehr gutes Gesundheitssystem, in dem man alle medizinisch notwendigen Leistungen von seiner GKV bezahlt bekommt. (Siemens-Betriebskrankenkasse, 10.12.2018)

Die Monopolkommission fordert wieder mal eine unkontrollierte Liberalisierung der Apothekenlandschaft und tut so, als ginge es um eine x-beliebige Einzelhandelsbranche mit x-beliebigen Gütern. Diese Forderung wird auch durch ständige Wiederholung nicht sinnvoll. Die Arzneimittelversorgung ist integraler Bestandteil eines aus gutem Grund regulierten Gesundheitswesens. Sie ist Pfeiler der Daseinsvorsorge und Sozialpolitik für die Menschen in Deutschland. (Deutscher Apothekerverband, 10.12.2018)

Forschungen der Medizinzeitschrift “The Lancet” und des University College London ergaben, dass an den meisten Krankheiten Zugewanderte seltener sterben als die Bevölkerung der Aufnahmeländer. Auch die Behauptung, Migration setze die Bevölkerung des Ziellandes einem höheren Risiko aus, sich mit ansteckenden Krankheiten zu infizieren, entkräften die Forscher. Sie kommen zu dem Schluss, dass Migration den Gesundheitssystemen der Einwanderungsstaaten insgesamt mehr nützt als schadet. Allerdings müsse verstärkt auf die gesundheitlichen Bedürfnisse von Migranten eingegangen werden. (Ärzte der Welt, 10.12.2018)

Unter Lipodystrophie versteht man Krankheiten, die durch einen Mangel oder Verlust an Unterhautfettgewebe charakterisiert sind. Davon kann der ganze Körper oder auch nur Teile davon betroffen sein, weshalb man von generalisierter (GL) oder partieller (PL) Lipodystrophie spricht. Diese kann zudem erworben werden oder seit Geburt vorhanden sein. Betroffene kommen entweder ohne Unterhautfettgewebe zur Welt oder verlieren es zumeist im Laufe ihrer Kindheit. Da die Krankheit sehr selten und gleichzeitig facettenreich ist, stellt sie behandelnde Ärzte häufig vor eine Herausforderung. Bis zur richtigen Diagnose können viele Jahre vergehen. … Dabei geht damit ein auffälliges Erscheinungsbild einher: So zeigen Patienten mit PL eine übermäßige Fettansammlung im Gesicht (“Vollmondgesicht”) und im Halsbereich (“Stiernacken”), haben einen großen Bauchumfang bei gleichzeitig sehr schlanken Beinen (“Streichholzbeine”) mit hervortretenden Muskeln und Venen. (Aegerion Pharmaceuticals, 10.12.2018)

Soziale Sicherheit ist ein Erfolgsmodell Österreichs: „Jeder hat das Recht auf Gesundheit, auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität und Alter.“ So heißt es in Art. 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, welche am 10. Dez. 1948 einstimmig von allen UN-Staaten angenommen wurde. (Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger, 10.12.2018)

Der steigende Bedarf an Influenza-Impfdosen macht eine Bedarfserhebung durch die öffentliche Hand in Österreich notwendig. (Pharmig, 10.12.2018)

Die sexuelle Entwicklung ist Teil der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen, verläuft auf kognitiver, emotionaler, sensorischer und körperlicher Ebene und wird häufig von Ängsten, Schamgefühlen, Unsicherheiten und Fehlinformationen begleitet. (Österreichischen Gesellschaft für Public Health, 10.12.2018)

9. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

“Das 1. Mal” erfolgt immer früher: Beginnt man bei der Analyse Mitte der 1960er Jahre, so sinkt das Durchschnittsalter für das 1. Mal Sex stetig. … Heute bekommen Mädchen im Schnitt mit 13 Jahren ihre 1. Regelblutung und jeder 3. Junge hat seinen 1. Samenerguss vor dem 12. Geburtstag. …  Laut Experten beginnt die Pubertät bei Jungen 2 Jahre später als bei Mädchen, doch dafür erwacht der Wunsch nach Sex deutlich früher. “Er” hat im Schnitt schon mit 14,8 Jahren erste sexuelle Gefühle, “Sie” mit 15,5 Jahren. Zum ersten gemeinsamen Geschlechtsverkehr kommt’s dann mit 17,3 Jahren. (DrEd.com, 09.12.2018)

Infografik: obs / DrEd / www.DrEd.com / de

Eine ambulante Sonderklasse in österreichischen Spitälern ist notwendig, damit sonderklasse-versicherte Patienten nicht in Privatspitäler “abwandern”. Die ambulante Sonderklasse ist darum auch ein Instrument gegen einen 2-Klassen-Medizin in Österreich. Keinesfalls geht es darum, “VIP-Ambulanzen” oder “Fast Lanes” einzuführen. (Österreichische Ärztekammer, 09.12.2018)

Durch den Fortschritt der Medizin werden mittlerweile immer mehr Leistungen, vor allem in der Augenheilkunde, Onkologie, Nuklearmedizin und der Orthopädie ambulant erbracht. Das betrifft u.a. auch Augenoperationen, Stents sowie Eingriffe wie Arthroskopien, Hernien usw.. Um diese Leistungen im Interesse der öffentlichen Krankenhäuser auch abrechnen zu können, wurde der Begriff “tagesklinischen Leistungen” eingeführt. Damit wurde eine stationäre Aufnahme von sonderklasse-versicherten Patienten verhundert. Nun wird im LKF-Verrechnungssystem der Begriff “tagesklinisch” durch “ambulant” ersetzt. Damit aber braucht es die ambulante Sonderklasse, damit die ambulant erbrachten und tagesklinisch verrechneten Leistungen in öffentlichen Spitälern mit den Privatkrankenversicherungen auch weiterhin verrechnet werden können. Die ÖÄK unterstützt daher den Vorstoß der Regierung, tagesklinische Leistungen in der Sonderklasse zukünftig auch ambulant abrechenbar zu machen. (Österreichische Ärztekammer, 09.12.2018)

7. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Die EU will bei Lebensmitteln industriell hergestellte Transfette auf max. 2 Gramm pro 100 Gramm Fett reduzieren. Gesundheitskommissar Andriukaitis hofft, dass die Rechtsnorm bis Frühjahr 2019 vom EU-Parlament verabschiedet wird. (EU Kommission, 07.12.2018)

Die EU-Gesundheitsminister wollen bei Impfungen stärker kooperieren und so vermeidbare Krankheiten eindämmen. Eine Empfehlung von heute fußt auf 3 Säulen: (1.) soll der Impfskepsis entgegentreten und die Impfrate erhöht werden. (2.) sollen nachhaltige Impfstrategien in der EU entwickelt werden und (3.) soll die Koordinierung in der EU verbessert werden. Weiters soll die Möglichkeit eines elektronischen Impfregisters für alle EU-Bürger ausgelotet werden. (EU Kommission, 07.12.2018)

Was bei Hotels, Restaurants oder Online-Shops gemeinhin gut funktioniert, hat bei Krankenhäusern in Deutschland kaum Relevanz. Bewertungsportale bilden nämlich für die meisten Deutschen keine Entscheidungshilfe bei der Klinikwahl. Nur 37 % der Bundesbürger vertrauen den Krankenhausbewertungen auf Portalen. (Asklepions Kliniken, 07.12.2018)

Infografik: obs / Asklepios Kliniken

In Deutschland sterben jährlich über 40.000 Menschen an einer Thrombose oder deren Folgen. Wenn eine Thrombose nicht erkannt wird, kann sich das Blutgerinnsel lösen und über das Herz in die Lunge verschleppt werden. Dies kann dann  eine lebensbedrohliche Lungenembolie zur Folge haben. (BGV – Info Gesundheit , 06.12.2018)

Ein Knalltrauma zu Silvester ist schon ab 135 Dezibel möglich. Von Verletzungen des Innenohrs durch den Knall von Böllern und Raketen sind jedes Jahr in Deutschland über 8.000 Menschen betroffen. Bei einem Drittel davon bleibt ein Gehörschaden. … Schwerhörigkeit zählt zu den 10 häufigsten Gesundheitsproblemen. Mit rund 6.400 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,5 Mio. Menschen. (Bundesinnung der Hörakustiker, 07.12.2018)

Wer häufig mit dem Flugzeug verreist oder schon einmal nach einer Operation ein paar Nächte im Krankenhaus bleiben musste, hat sich sicherlich bereits mit dem Thema Thrombose beschäftigt. … Die Wahrscheinlichkeit, an einer Thrombose zu erkranken, steigt mit dem Alter deutlich. Ein weiterer Risikofaktor ist die hormonelle Verhütung mittels Anti-Baby-Pille. Einen ähnlichen Effekt hat die Schwangerschaft. Die Thromboembolie ist heute die primäre Todesursache während der Schwangerschaft. (Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin, 07.12.2018)

Ob Sonnencreme, Shampoo oder Waschmittel – für Produkte der Schönheits- und Haushaltspflege haben die Verbraucher in Deutschland im Jahresvergleich erneut mehr Geld ausgegeben. In der Sparte Schönheitspflege beträgt der Wertzuwachs 1,8 %, im Bereich Haushaltspflege  2,1 %. (Industrieverband Körperpflege und Waschmittel, 07.12.2018)

Infografik: obs / Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW)

Das Exoskelett der US-Firma Ekso Bionics ist ein batteriebetriebener, über der Kleidung tragbarer bionischer “Anzug”. Es wiegt 27 kg. Seine elektrischen Motoren bewegen die Beine und ergänzen oder ersetzen Muskelfunktionen. (Tech2people GmbH, 07.12.2018)

Vorstellung des Exoskeletts in Österreich. (Foto: Tech2people / APA-Fotoservice / Rastegar)

Volles Risiko oder doch lieber die Sicherheitsvariante? Anhand der neuronalen Aktivität im präfrontalen Cortex des Gehirns lässt sich schon vorab zeigen, welche Aktion als nächstes gesetzt wird: Bleibt die Aktivität spezifischer Neuronen niedrig, wird bei der nächsten Gelegenheit wieder Risiko genommen. Wenn die Aktivität dieser Nervenzellen aber stark ansteigt, dann wird als nächstes die Sicherheitsvariante gewählt. (MedUni Wien, 07.12.2018)

6. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 10. Dezember als den Internationalen Tag der Menschenrechte ausgerufen. Seit 1948 wird an diesem Tag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedacht. (Aktionsbündnis gegen Aids, 06.12.2018)

Ein verstärktes ökologisches Bewusstsein der Konsumenten wird die europäischen Agrarmärkte bis 2030 verändern. Nach Ansicht der EU betrifft das sowohl Fleisch als auch Ackerkulturen, Milch und Milcherzeugnisse sowie Obst und Gemüse. Der Ursprung von Lebensmitteln und die mit ihnen verbundene Umweltbelastung werden für Konsumenten künftig wichtiger. (EU Kommission, 06.12.2018)

Die EU-Kommission und 35 Staaten gründen eine neue Partnerschaft zur Erforschung seltener Krankheiten. Das Budget beträgt 100 Mio. €, wobei die Hälfte aus dem EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 kommt. Das Ziel ist die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Die neue Forschungspartnerschaft umfasst über 130 Einrichtungen aus 35 Ländern und wird vom französischen Institut für Gesundheits- und Medizinforschung INSERM koordiniert. (EU Kommission, 06.12.2018)

Biosimilars sind biologisch hergestellte Arzneimittel, die dem Originalpräparat ähneln und nach Ablauf des Patentschutzes des Originals entwickelt werden dürfen. Sie sind hinsichtlich ihrer Wirkung und Verträglichkeit gleichwertig mit den entsprechenden Originalprodukten. 34 Biosimilars sind heute in Europa zugelassen. (Amgen GmbH, 06.12.2018)

Der Verordnungsentwurf der EU-Kommission, der eine einheitliche Bewertung der klinischen Evidenz bei Arzneimitteln und bestimmten Medizinprodukten in Europa vorsieht, geht in die richtige Richtung. (Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, 06.12.2018)

Wirtschaftsdialog des BAH. (Foto: obs / Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) / S. Obermeier, München)

83 % der Deutschen sehen in Biosimilars eine Chance für das Gesundheitssystem: Sie erwarten geringere Arzneimittelkosten sowie einen breiteren Einsatz von innovativen Therapien. (Amgen GmbH, 06.12.2018)

Infografik: obs / Amgen GmbH

13 Jahre dauert im Durchschnitt die Entwicklung eines neuen Medikaments. Dabei werden mehrere 1.000 Substanzen getestet. Davor müssen die Forscher jedoch klären, für welche Erkrankung ein Medikament entwickelt werden soll. … Die klinischen Studien teilen sich in 3 Phasen. Während in den Phase-1-Studien der potentielle Wirkstoff an gesunden Menschen getestet wird, kommt es in den Phase-2-Studien zur Erprobung an etwa 100 bis 500 Erkrankten. Hier zeigt sich, wie sich der Wirkstoff im Körper verhält und ob er gut verträglich ist. In den Phase-3-Studien folgt schließlich die Überprüfung an einer hohen Zahl an Patienten. Wissenschaftler können u. a. so erkennen, wie das Medikament in Kombination mit anderen Arzneimitteln wirkt. Wurde Phase 3 erfolgreich abgeschlossen, kann der Hersteller die Zulassung für sein neues Medikament beantragen. Dieser Prozess ist ebenfalls langwierig und dauert mindestens 1,5 Jahre. Kommt das Medikament schließlich auf den Markt, ist die Forschung keinesfalls abgeschlossen. Auch in der unmittelbaren breiten Anwendung beobachten und dokumentieren Ärzte mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen, um noch mehr Informationen über das Präparat unter Alltagsbedingungen zu erhalten. (Merck Healthcare, 06.12.2018)

Im Verlauf von Erkältungskrankheiten kommt es nicht selten zur Ausbildung einer zusätzlichen bakteriellen Sekundärinfektion (sog. Superinfektion). Zur Therapie von akuten unkomplizierten Infektionen der Atemwege, wie etwa Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung, sollten daher vorzugsweise pflanzliche Antiinfektiva wie die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich eingesetzt werden. Um bei häufig begleitend auftretendem Erkältungshusten zusätzlich schleimlösende Therapieeffekte zu erzielen, können ergänzend Phytotherapeutika mit Andorn – die Arzneipflanze des Jahres 2018 – zum Einsatz kommen. (Cramer-Gesundheit-Consulting GmbH, 06.12.2018)

Traumberuf: Psychologischer Psychotherapeut. (MSB Medical School Berlin, 06.12.2018)

Jeder 2. Deutsche (49 %) kann sich vorstellen, Lebensmittel künftig auch online einzukaufen – Trockenprodukte ebenso wie Frischwaren. Aktuell nutzen rund 9 % der Konsumenten diese Möglichkeit. (Nordlicht Research GmbH, 06.12.2018)

Ergotherapie hilft Menschen, die wegen einer Krankheit, Verletzung oder Behinderung in ihrem täglichen Leben Schwierigkeiten haben. Das breit gefächerte Leistungsangebot ist nicht ohne Grund in der Krankenbehandlung der ärztlichen Hilfe gleichgestellt. Ziel der Ergotherapie ist eine größtmögliche Selbstständigkeit. Hauptverband und Bundesverband der Ergotherapeuten Österreichs verfolgen das gemeinsame Ziel, sich mit Jänner 2020 auf einen bundeseinheitlichen Vertrag mit freiberuflichen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten zu verständigen. (Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger, 06.12.2018)

Pressekonferenz u.a. mit Marion Hackl, Präsidentin von Ergotherapie Austria. (Foto: APA-Fotoservice / Hörmandinger)

Während die Bevölkerungszahl Wiens steigt, nimmt hingegen die Zahl der Ärzte ab. Das betrifft sowohl die Spitalsärzte als auch den niedergelassenen Bereich. Die Ärztekammer Wien  fordert ein generelles Parkpickerl für Ärzte, die Hausbesuche machen. Denn mit dem Rückgang der Hausärzte ergibt sich automatisch auch ein Rückgang bei den Hausbesuchen. Die Wiener Ärzte führen pro Jahr rund 450.000 Visiten durch. (Ärztekammer Wien, 06.12.2018)

Ärztekammer warnt vor Engpass bei gerichtlich beeideten ärztlichen Sachverständigen: Honorierung der Gutachter in keinem Verhältnis zum zeitlichen Aufwand und der großen Verantwortung. (Ärztekammer Wien, 06.12.2018)

Der nahende Winter bringt eine weitere schädliche “Nebenwirkung” des Rauchens aufs Tapet. Rauchen erhöht nämlich die Anfälligkeit für Lungenentzündungen. Pneumokokken sind mit 38 % die Hauptauslöser von Lungenentzündungen, die außerhalb des Krankenhauses erworben werden. Diese führen bei Rauchern außerdem häufig zu noch schwereren Erkrankungen wie Gehirnhautentzündung oder Blutvergiftung. (Verein zur Förderung der Impfaufklärung, 06.12.2018)

Vor 10 Jahren wurde in Österreich der Beschluss für die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) gefasst. Doch Spitalsärzte, die die ELGA E-Befundung nutzen, können bis heute noch keine Arbeitserleichterung feststellen. Ärzte verbringen nach wie vor mehr Zeit vor dem Computer anstatt sich ihren Patienten am Krankenbett widmen zu können. (Österreichische Ärztekammer, 06.12.2018)