Eiweiß ist die Basis

Der zentrale Wunsch der Meisten von Ihnen, die zu mir in die Praxis pilgern, ist mehr Lebensenergie. Mehr Antrieb. Mehr Motivation. Dabei wissen viele schon um den Wert der Bewegung. Um den Wert der Entspannung. Um den Wert der genetisch korrekten Ernährung. Nur … ohne Energie, ohne inneren Antrieb tut man es oft nicht. Die Erdanziehungskraft ist leider nicht wegzuzaubern: Man sitzt lieber, als man läuft …

Also versuche ich Ihnen zu mehr Energie zu verhelfen. Mehr. Der einfachste und gleichzeitig wichtigste Ratschlag dabei heißt EIWEISS. Ich betone das deshalb immer wieder, weil Sie von den meisten Ernährungsexperten genau das Gegenteil hören. „Vorsicht vor Eiweiß“, „Zu viel Eiweiß ist schädlich“, „Anzeichen einer Eiweiß-Überdosis“ uvm.. Nun stimmt „zu viel“ fast immer, aber haben diese Herrschaften auch

im Blut gemessen.

Auch ich bin auf den Zusammenhang von Eiweißmangel und Energiemangel erst gestoßen, seit ich aufmerksam messe. Den Eiweißspiegel in Ihrem Blut. Und gleich zu Beginn auf ein paar Überflieger gestoßen bin. Die Sie alle kennen. Menschen, die mehr als ein Jahrzehnt ganz oben waren. Adler. Für viele von uns ein Vorbild. Die hatten alle Eiweißspiegel im Blut über 8,0 mg%. Mit leisem Stolz darf ich vermelden, dass dies auch auf meinen Sohnemann zutrifft. Den Verfasser der Gast-News.

Warum ist Eiweiß so wichtig? Ich zitiere:

Die Mitochondrien können die Energiemoleküle aus Kohlenhydraten, aus Fetten oder aus Proteinen herstellen.

Verstoffwechseln sie Kohlenhydrate, laufen sie im Turbogang. Und dann haben wir so etwas wie ein Abgasproblem: freie Radikale, die Zellen und Enzyme im gesamten Körper schädigen. Mitochondrien können so überdrehen, dass sie sterben. Schon hat die Zelle ein Energieproblem. Besser läuft’s, wenn wir unsere Mitochondrien mit Fetten füttern. Dann läuft der Motor ruhig und ausdauernd. Mit viel weniger freien Radikalen.

Zehn verschiedene Enzyme braucht die Zelle, um erfolgreich ATP herzustellen. Und viele weitere Enzyme für vorbereitende Prozesse. Enzyme bestehen grundsätzlich aus Aminosäuren. Schon wieder die klare, die immer gleiche Schlussfolgerung:

Wer Energie herstellen will, muss Proteine essen ! Ohne Proteine keine Enzyme, ohne Enzyme keine Energiemoleküle ATP. Und ohne ATP keine Power. Es ist wirklich so einfach !

Es ist also nicht so, dass aus Eiweiß direkt Energie entsteht. Aus Zucker und Fett geht das deutlich besser. Aber Eiweiß ist die Basis, die Voraussetzung für Lebensenergie.

QUELLE: „das schlaf-gut buch“. Erscheint Oktober 2018

300 Gramm Eiweiß pro Tag

Die können Sie bedenkenlos zuführen, schreibt Chris Michalk in seinem “Handbuch zu ihrem Körper”. In diesen News zitiere ich häufig. Fällt Ihnen auf. Ich zitiere, um Ihnen klar zu machen, dass meine Ratschläge, dass meine persönlichen Erfahrungen sehr wohl abgesichert sind. Auch akzeptiert sind. Dass es weltweit viele kluge Köpfe gibt, die sich aus der Pharma-Welt befreit haben und sich Gedanken über Epigenetik, über die Evolution machen.

Solch ein Mensch ist Chris Michalk, Biologe, Triathlet und Autor. Und in seinem genannten Buch steht eine wunderbare Zusammenfassung all der Gründe, weshalb Sie EIWEISS zu ihrem zentralen Nahrungsbestandteil machen sollten. So wie ich das schon längst tue. Aber wissen Sie, was. Ich zitiere ihn einfach (S. 249-251):

  • Wie Sie wissen, ist Eiweiß kein todbringender Feind, sondern besteht aus wertvollen Aminosäuren, die Sie für sich nutzen können.
  • Ihre Leber ist angepasst an bis zu 300 g Eiweiß pro Tag. Die können Sie bedenkenlos zuführen. Sie würden sich damit auch nicht von anderen Primaten unterscheiden. Wenn Sie meinen Ratschlag von 200 g Eiweiß/Tag befolgen, dann hieße das 2-3 g pro kg Körpergewicht. Es gibt Äffchen, die verspeisen das Doppelte. Kein höherer Primat übrigens isst so, wie die DGE das gerne hätte: 1 g pro kg Körpergewicht. Das tut man in der Natur einfach nicht (In: „Evolution of the Human Diet: The Known, the Unknown, and the Unknowable“ von Peter Ungar).
  • Eiweiß hat thermochemische Vorteile, die es von anderen Nährstoffen wie Kohlenhydraten oder Fetten unterscheidet. Zum einen wird es nicht als Energiequelle genutzt. Zwar könnte Ihr Körper daraus Zucker herstellen, aber das macht er nur sehr ungern, weil der Prozess extrem ineffizient und energetisch ungünstig ist.
  • Eiweiß-Konsum an sich ist – für Ihren Organismus – energetisch ungünstig: Jeder Nährstoff benötigt einen gewissen Energievorschuss, um verstoffwechselt zu werden. Das nennt man „thermische Effekte“. Ihr Körper muss also Energie „zuschießen“, um Energie zu bekommen.
  • Fettkalorien sind hocheffizient, nur 1-3 % „gehen verloren“. Kohlenhydrat-Kalorien benötigen immerhin 5-10 % Energiezuschuss, aber … Eiweiß benötigt gar 30 % Energiezuschuss (Karst, 1984).
  • Die Prozentzahlen beziehen sich immer auf die Kalorienzahl des jeweiligen Makronährstoffs. Das heißt, dass 30 % der Eiweiß-Kalorien eines jeweiligen Nahrungsmittels als Energiezuschuss dienen müssen. Damit also kann „Eiweiß“ keine Kalorienquelle für Sie sein. Und darum sind „Eiweiß-Diäten“ auch so erfolgreich.
  • Eiweiß ist kein Problem für Ihre Nieren. Wieso auch? Wenn Ihre Leber mit 300 g am Tag klar kommt, wieso soll Ihre Niere dann vorher streiken? Natürlich wurde das auch längst von diversen Studien bestätigt (u. a. Martin, 2005).
  • Falls Sie aber bereits existierende Nierenprobleme haben, dann empfehle ich Ihnen zu Aminosäurepräparaten zu greifen greifen, die fast nur aus den essentiellen Aminosäuren bestehen. So halten Sie Stickstoff-Abfall möglichst gering.
  • Wenn Sie über Monate hinweg Eiweiß essen, dann steigt Ihr Gesamteiweiß im Blut. Das wird – mit Hilfe der Proteinsynthese – in der Leber gebildet. Ihr Gesamteiweiß steigt allerdings nicht an, wenn z.B. Zink fehlt. Gesamteiweiß ist, habe es bei mir monatelang anhand der Blutwerte gesehen, ein absoluter Marker Ihrer Leistungsfähigkeit.
  • Gesamteiweiß ist auch deshalb gut, weil es gewisse „osmotische Effekte“ hat. Dank Eiweiß sorgt der Körper dafür, dass das Wasser aus dem Gewebe wieder in das Blut kommt. Denn Wasser könnte sich – wegen der Erdanziehung – in Ihren Beinen stauen. Das tut es sonst auch – bei einigen Frauen und übertrainierten Sportlern. Abhilfe schafft Eiweiß.
  • Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen ….

Überzeugend auf den Punkt gebracht. Heißt in meiner Sprache: „Eiweiß ist Lebensenergie“. Und vielleicht noch zur Erinnerung: Das Wichtigste an der großen Blutanalyse ist das Aminogramm. Ergibt auch ein direktes Abbild Ihres Immunsystems …

Der Strunz, immer mit seinem Eiweiß …

Je mehr Eiweiß im Blut, desto mehr Energie haben Sie. War immer mein Glaubenssatz. Der Beweis sind täglich müde, lustlose, leicht depressive Menschen. Die nach getaner Arbeit, abends nicht mehr “einfach losrennen” können. Alle diese Patienten hatten ein tiefes oder gar abgrundtiefes Eiweiß. Hingegen waren Patienten mit 7,5 bis 8,0 mg%, also einem hohen Wert, immer energiegeladen und wollten „nur mal wissen, wie mein Blut aussieht“. Also: Eiweiß ist Lebensenergie. Erzählt mir die Praxis.

Daher wollen Sie Ihren Eiweißspiegel anheben. Klingt logisch, aber sie schaffen es nicht. Sie schaffen es nicht, sie schaffen es einfach nicht. Dazu gibt es nun

eine weitere Erklärung,

für Ihren konstant tiefen Eiweißspiegel. Darauf kam ich durch die biochemische Bemerkung „Eiweißaufbau ist der energieintensivste Prozess in der Zelle“ in den News vom 01.08.2017.

Also: Sagen wir, Sie werden krank, weil Ihr Immunsystem schwächelt. Weil Sie ein Virus getroffen hat. Sie dauernd gestresst sind oder wieder einmal übertrainiert. Und weil jede Heilung Selbstheilung ist, wird Ihr Körper versuchen, das Immunsystem wieder zu stärken. Dieses besteht bekanntlich aus 100 % Eiweiß. Doch da macht der Körper die peinliche Entdeckung, dass er, geschwächt durch den Abwehrkampf, kaum mehr Energie hat für den energieintensivsten Prozess der Körperzelle: den Eiweißaufbau! Damit beginnt ein Teufelskreis …

Einigermaßen verständlich?

Vielleicht also ist Ihr Stress schuld? Oder dauernde Schmerzen? Oder oftmaliges Übertraining? Alles Gründe für den behinderten Eiweißaufbau und damit Schuld am tiefen Eiweißspiegel? Oder aber auch Übergewicht …

Dicke Menschen schleppen oft 30, 40 oder gar 50 kg zu viel mit sich herum. Das belastet auch die Muskeln und macht müde. Die dabei verbrauchte Energie fehlt dann natürlich den Körperzellen beim Eiweißaufbau. Prompt finde ich bei diesen Herrschaften  immer wieder einen tiefen Eiweißspiegel. Damit ein schwaches Immunsystem. Also verfrüht Krebs …

Für mich jedenfalls lautet das wahrscheinlich wichtigste Wort in einer Arztpraxis:

L E B E N S E N E R G I E

Könnte für Sie z.B. mehr Eiweiß-Shakes bedeuten. Oder bleiben Sie lieber misstrauisch? Denken sich: “Ach, der Strunz immer mit seinem Eiweiß!” Dabei predige ich das doch erst seit 27 Jahren …

Eiweißpulver

Ist eigentlich etwas Geniales. Ein Produkt erfunden für Menschen, die keine Zeit haben. Für Menschen, die geistige und/oder körperliche Höchstleistung bringen wollen oder müssen. In kürzester Zeit. Die also auch ein hoch konzentriertes, hoch effektives Leben führen und sich dabei ein bisschen mehr Leichtigkeit wünschen. Und es stand schon in den News vom 24.11.2010, dass es billiges wie auch teures Eiweißpulver gibt. Das Teure enthält Carnitin für eine bessere Fettverbrennung, Regeneration, zur Krebsabwehr uvm..

Eiweißkonzentrate sind jeder (!) anderen Eiweißquelle weit überlegen.

Und wenn das dann auch noch von höchster biologischer Wertigkeit ist und sozusagen süchtig macht, dann könnte man von echten Glücksmomenten sprechen. Eigentlich unglaublich, dass man den Geist des Menschen so sehr beeinflussen kann mit etwas so Einfachem wie …

EIWEISSKONZENTRAT.

Eiweißpulver ist für mich ein Symbol geworden. Zentral in meinem Leben und für eine andere Ernährung.

Eine andere Form der Ernährung symbolisiert durch Eiweißpulver.

Natürlich kommt mit der Zeit „low carb“ hinzu. Das passiert fast automatisch, weil Eiweißpulver stark sättigend ist. Man dank Eiweiß-Shakes weniger „Sättigungsbeilagen“ braucht. Übrigens ein glänzendes Wort … in unserer überfress… westlichen Welt. Und wussten Sie, dass man Laktoseintoleranz verlieren kann? Nun ja: Das fehlende Enzym Laktase besteht aus Aminosäuren. Weshalb sollte es dann mit Eiweißpulver nicht klappen?

Sojaeiweiß hätte noch dazu den Riesenvorteil, siehe News vom 03.06.2016, dass es basisch macht. Also der allgegenwärtigen Säure in unserem Blut entgegenwirkt. Nehme ich übrigens täglich zu mir. Kombiniert mit 3 anderen Quellen (Molke, Milch, Ei). So erreicht mach eine noch höhere biologische Wertigkeit.

Schließlich kommt es auf die 10 essentiellen Aminosäuren an …

Eiweiß ist Lebensenergie

War anfangs (nur) ein Glaubenssatz. Weil ich sie erleben durfte, Deutschlands Spitzensportler mit ihrem Eiweißspiegel über 8,0 mg%. Ein seltenes Phänomen, auch in dieser Domäne und unter diesen außergewöhnlichen Menschen. Der Normalmensch krebst so bei 6,8 bis 7,2 mg% herum. Der Durchschnitt hierzulande (laut Uni Erlangen, Uni Hamburg) beträgt 7,65 mg%. Und den Durchschnitt sollte man vielleicht doch erreichen. Oder?

Diese raren Exemplare mit Eiweißspiegel über 8,0 mg% habe ich mir deshalb gemerkt, weil es „the winner“ waren. Also die Sieger. Und zwar – ausdrücklich – über viele Jahre hindurch. Einmal gewinnen können viele. Aber eben nur sehr wenige Sportler Jahr für Jahr.

Das gibt es aber auch am Schreibtisch. Topmanager, die führen Jahr für Jahr ganze Firmen. Deswegen freut mich so (bitte erlauben Sie mir diese persönliche Anmerkung), dass mein Sohnemann solch einen hohen Eiweißspiegel mit sich herumträgt und gar nicht weiß, was das für eine Besonderheit ist.

Eiweiß ist Lebensenergie. Und inzwischen habe ich auch langsam verstanden, was da alles dahintersteckt. Welche Mechanismen da wirken. Dass man das aber auch anders herum sehen kann, das ist mir neu. Ist mir aufgefallen – Ihnen hoffentlich auch – beim Nachlesen der News „Alkohol und Energie“. Da haben Biochemiker herausgefunden, dass

die Eiweißsynthese der Energie-intensivste Prozess der Zelle ist.

Heißt also: Von unserer Lebensenergie wird der größte Teil in der Zelle verbraucht, um Eiweiß zu bilden. Wussten schon die Griechen, wie Sie wissen. Darum auch die Bezeichnung Protein. An erster Stelle stehend. Diesen Satz betone ich immer wieder gerne, um Ihnen klar zu machen, was deutsche Ernährungswissenschaft taugt. Die weiß das nämlich nicht!

Aaaaber … Was heißt denn „Energie-intensivst“? Kann wohl nur heißen, dass immer dann, wenn Sie schwach, antriebslos, müde herumlungern, dass immer dann wenig Energie in den Zellen zur Verfügung steht. Dass immer dann wenig Eiweiß aufgebaut wird.

Haben die bereits erwähnten Ausnahmeathleten zunächst einmal sehr viel Energie gehabt und deshalb sehr viel Eiweiß aufgebaut? Haben Sie, liebe Leser, deshalb so wenig Eiweiß (kennen Sie Ihren Wert?), weil Sie eben so energiearm durchs Leben pilgern? Sie wissen, die häufigste Klage in meinem Sprechzimmer …

Wenn also die Biochemiker recht haben, müssen Sie dann auch ein tiefes Eiweiß haben. Und das haben Sie auch. Wann immer ich bei Ihnen ein Eiweiß um die 6,5 mg% messe, denke ich mir, dass Sie ziemlich sicher „nicht gewonnen“ haben … Dass Sie das Leben gar nicht genießen können. Ihnen diese Hüpf-Freude fehlt, diese überschäumende Antriebslust 4-jähriger Kinder. Also mein Vorschlag:

Erst Energie machen, dann hohes Eiweiß haben !

Und wie man Energie macht, das müsste Ihnen schon längst bekannt sein. Stichwort Mitochondrien, über die Atmungskette usw. … Wenn der Körper alle 47 essentielle Stoffe hat, dann gibt’s auch Energie. Und wenn nur ein einziger Vitalstoff fehlt, haben Sie einen Schwachpunkt in der sog. Atmungskette, produzieren weniger ATP, also Energie. Und das wiederum drückt sich in tiefem Eiweiß aus.