Die 47 essentiellen Nährstoffe

Die sind lebenswichtig. Muss man also täglich essen! Und es wird alles so einfach, hieß es schon in den News vom 09.10.2009, wenn man dieses Grundprinzip einmal verstanden hat. Wenn Ihnen nämlich nur einer dieser Vitalstoffe fehlt, sind Sie tot. Und wenn einige dieser Substanzen nur zur Hälfte da sind, dann sind Sie „halbtot“. Leben quasi auf Sparflamme, sind erfolglos oder unglücklich. So einfach ist das !

Die medizinische Wissenschaft kennt für den Menschen, wie gesagt, 47 essentielle Substanzen. Das lernt man auch als Student, hat es aber dann als Arzt längst wieder vergessen. Nicht essentiell sind übrigens Kohlenhydrate. Das heißt, die braucht man nicht (essen). Die sind nach laut Evolution völlig überflüssig. Zuckermoleküle, die Ihr Körper braucht, stellt er sich auch selbst her. (News vom 18.08.2013)

Also, wie lauten sie nun, die 47 essentiellen Substanzen samt Wirkung:

13 Vitamine

Vitamin A:  Augen, Schleimhäute, Haut, Zellschutz
Vitamin B1:  Treibstoff für’s Gehirn
Vitamin B2:  Haut, Schleimhäute, Fett- und Eiweißstoffwechsel
Niacin:  Herz, Nervensystem, Fettstoffwechsel
Pantothensäure:  Haut, Schleimhäute, Abwehrkräfte, Haare
Vitamin B6:  Nervensystem, Eiweißstoffwechsel
Biotin:  Fettstoffwechsel, Haut, Haare, Fingernägel
Folat:  Blutbildung, Wachstum, Gefäße
Vitamin B12:  Blutbildung, Nahrungsaufnahme
Vitamin C:  Abwehrkräfte, Bindegewebe, Fettverbrennung, gute Laune
Vitamin D:  Knochen, Zähne, Krebsabwehr
Vitamin E:  Haut, Zellschutz vor Umweltgiften
Vitamin K:  Blutgerinnung, Knochen

22 Mineralien und Spurenelemente

Chlorid:  Magensäure, osmotischer Druck
Chrom:  starkes Oxidationsmittel, wirkt bei erhöhtem Blutzucker
Eisen:  Sauerstofftransport, Energiegewinnung
Fluorid:  in homöopathischen Dosen wichtig für den Stoffwechsel
Jod:  wichtig für Schilddrüsenhormone und den Stoffwechsel
Kalium:  Übertragung elektrischer Impulse an Nerven und Muskeln
Kalzium:  Wachstum und Neubildung von Knochen und Zähnen
Kobalt:  wirkt als Genschalter, Blutbildung
Kupfer:  Abwehrsystem, Wundheilung, Aufbau Knochen, Haut, Haare
Lithium:  Gehirnstoffwechsel, Stimmungslage
Magnesium:  gegen Muskelkrämpfe, Stress und Entzündungen
Mangan:  wichtig für alle Körperzellen und bei HPU Störung
Molybdän:  wichtig für Eisen, Harnstoffwechsel, Enzymstoffwechsel
Natrium:  reguliert Wasser-, Säure- und Basenhaushalt sowie Herz
Nickel:  Baustein für Eiweiß und wichtig für Darmtätigkeit
Phosphor:  Baustoff für Knochen und Zähne, Aufbau der Zellwände
Rubidium:  wichtig für Schwangerschaft und zentrales Nervensystem
Schwefel:  Aufbau von Haaren, Nägeln, Haut, an Entgiftung beteiligt
Selen:  starkes Antioxidans, wichtig für die Schilddrüse
Silizium:  strukturiert Knochen, Haut und Haare
Vanadium:  mineralisiert die Knochen, reguliert Zuckerstoffwechsel
Zink:  wichtig für Eiweißstoffwechsel und Enzyme

2 Fettsäuren

Omega-3:  Hormonaufbau, entzündungshemmend
Omega-6:  Aufbau von Zellmembranen, Vorläufer von Botenstoffen

10 Aminosäuren

Arginin:  Blutdruck, Fettverbrennung und Leistungssteigerung
Histidin:  optimiert das Blut, stärkt das Immunsystem
Isoleucin:  BCAA, Muskeleiweiß für bessere Ausdauer, Neusynthese
Leucin:  BCAA, Fettverbrennung und Eiweißaufbau im Muskel
Lysin:  Virusabwehr (u.a. Herpes)
Methionin:  wichtigste Aminosäure zur Krebsvorsorge
Phenylalanin:  Kraft und Freude jeden Tag, Dopamin und Noradrenalin
Threonin:  gegen Müdigkeit, Aufbau von Kollagen
Tryptophan:  sorgt für Serotonin, hilft bei Depressionen
Valin:  BCAA, Aufbau und Stärkung von Nervenbahnen uvm.

Medizin von der Basis aus zu betreiben, ist zwar einfachste physikalisch-biochemische Logik, aber dennoch den meisten Ärzten schlicht unbekannt. Nicht vertraut. Wird sogar als abseitig diskreditiert. Weil aber Sie, sehr verehrtes Publikum, fast täglich danach fragen, haben wir „die Liste“ einmal ausführlich dargestellt.

Was soll man essen ?

In diesen meinen News war schon oft von genetisch korrekter Kost die Rede. Also Fleisch, Fisch, Eier, Salat, Gemüse, Nüsse und Öle. Und dass die Blutwerte stimmen müssen. Geht mit NEM. Alles zusammen hat dann einen ungeahnten Zuwachs an Lebensenergie und Lebensfreude zur Folge. (News 28.11.2012) Und dass eine solche Umstellung der Ernährung bis zu 4 Wochen dauern kann. Wenn sie sich denn dazu entschlössen. (News 21.08.2013) Aber bitte glauben Sie nur einem Praktiker …

Einem Menschen, der jahrelang verschiedene Ernährungsformen selbst ausprobiert hat. Solche Praktiker gibt es. Die den Unsinn offizieller Ernährungsregeln nicht nur durchschaut, sondern auch wissenschaftlich zerpflückt haben. Und da spreche ich jetzt nicht von mir, sondern von einem Biologen, Autor wie auch Triathleten: Chris Michalk. Den kennen Sie bereits.

In seinem Werk „Das Handbuch zu Ihrem Körper“ finden Sie auf S. 276-278 eine selten präzise und komplette Anleitung zum Thema

Was soll ich essen ?

Mir gefallen daran besonders der erste und der letzte Punkt. Die sollten Ihnen bereits bekannt vorkommen. Also, Michalk (fast) wörtlich:

  • Gehen Sie zum Arzt und bestehen Sie auf einem Bluttest. … Gleichen Sie danach die Defizite zumindest (!) aus. Dafür sind NEM auch da. So „reseten“ Sie Ihren Körper.
  • Erhöhen Sie dann zunächst den Anteil an Nahrungsprotein und zwar sehr stark. Sie können auch Eiweißpulver nutzen. Damit funktioniert der Anstieg des Gesamteiweißes sogar noch besser!
  • Trainieren Sie Ihren Körper, auch ohne Nahrung auszukommen. Ist extrem wichtig: Sie sollten nicht mehr von Mahlzeiten abhängig sein. (Anmerkung Dr. Strunz: “Grundsätzlich lasse ich Frühstück und oft Mittagessen aus.”).
  • Spielen Sie mit Kalorien in Form von Eiweiß-Fasten, Fasten … intermittierendem Fasten. (Anmerkung Dr. Strunz: “Eiweiß-Fasten” geht am bequemsten als ein paar Tage nur Eiweiß-Pulver).
  • Meiden Sie Kunstprodukte als Fettquelle! Sie haben in den meisten Fällen ohnehin genug „Nahrungsfett“ auf den Hüften. (Anmerkung Dr. Strunz: Körperfett 15 % (Sporthochschule Köln), Körperfett 5 % (Lance Armstrong)).
  • Kohlenhydrate gibt’s vor allem in Form von Gemüse, nicht als Zucker und auch nicht als Fruchtzucker! (Anmerkung Dr. Strunz: Gemüse sollte mengenmäßig der größte Anteil Ihrer Nahrung sein. Damit bleiben Sie basisch.)
  • Optimieren Sie Ihren Haushalt an Omega-3 und Omega-6.
  • Kombinieren Sie niemals große Mengen von Kohlenhydraten mit großen Mengen von Fett.
  • Nüsse sind Nüsse und kein Hauptnahrungsmittel.

Es folgen dann auch so präzise Ratschläge (Ich liebe das!) wie:

  • Essen Sie ruhig eine tolle Gemüsepfanne ergänzt mit einem „Shake danach“.
  • Wenn Sie diese Art von Lebensstil mit einem Muskel paaren, der eine hohe mitochondriale Dichte und Funktion aufweist (also Ausdauertraining plus Krafttraining) dann wird es für Ihren Körper keinen „Fauxpas“ mehr geben. Dann können Sie essen, was Sie wollen, wenngleich ich das natürlich nicht empfehle.

ABER, wie gesagt: Die Blutwerte müssen schon vorher stimmen !

Leben ohne Brot

Heißt ein Buch von Dr. Wolfgang Lutz. Ist ein Klassiker zum Thema Kohlenhydrate. Die Bibel, wenn Sie so wollen. Hat wohl kaum jemand von Ihnen auch durchgelesen. Aber mitreden, das wollen und tun dann immer Alle. Finde ich immer wieder erstaunlich ! Dr. Lutz hat in außerordentlicher Klarheit und mit erkennbar redlichem Anstand über die Grundlagen der kohlenhydratarmen Ernährung geschrieben. Sehr wohl selbstkritisch. Kam dabei auf Gedanken, die sich auch mir täglich aufdrängen.

Bei einem Patienten mit Myelofibrose z.B.. Also Verkümmerung des Knochenmarks. Damit kaum noch Blutbildung. Ein schlimmer Zustand. Die Schulmedizin ist dagegen selbstverständlich (selbstverständlich!) machtlos. Weiß nicht, woher das kommt, weiß nicht, was man tun sollte, probiert diese oder jene Tabletten …

Auch diesem Patienten werde ich genetisch korrekte Kost verordnen. Also Verzicht auf Zucker und Mehl. Der wird sich dann vielleicht fragen, was denn das mit seinem Knochenmark zu tun hat. Mit seiner Erkrankung? Der Gedanke ist auch mir nicht fremd, aber hören wir doch, was Dr. Lutz zu solchen Fragen sagt. Hat sie nämlich längst vorausgeahnt:

Es ist mir vorgeworfen worden, dass ich für meine kohlenhydratarme Diät ein viel zu breites Indikationsgebiet abgesteckt hätte. Diesen Eindruck habe ich auch selbst oft gehabt. Ich kam mir manchmal etwas komisch vor, wenn ich innerhalb einer Familie nur der Tochter, die zu dick war, dieselbe kohlenhydratarme Diät verordnete, wie dem Vater, der einen hohen Blutdruck hatte, oder der Mutter mit Durchfällen. Aber diese „Superindikation“ liegt eben in der Natur der Sache: Kohlenhydrate machen ganz allgemein krank. Sie verursachen mehr oder weniger alle unsere Zivilisationskrankheiten und man muss immer damit beginnen, diese grundsätzliche Störung auszuschalten.

Heißt übersetzt: An welcher Störung Sie auch immer laborieren, an welcher Krankheit Sie auch immer leiden, Sie tun in jedem Fall gut daran, dem Körper möglichst viel Energie zuzuführen, damit er sich selbst heilen kann.

Das ist der Grundgedanke der Epigenetik.

Wenn der Mensch, wenn die Ärzte endlich einmal verstehen würden, dass jede Heilung nur Selbstheilung sein kann, dass niemals Pharmaprodukte Heilung bringen (können), dann wird uns dieser Grundgedanke von Dr. Lutz klar. Es gilt möglichst viel Schädliches wegzulassen!

Oder nehmen wie Asthma. Die Entzündung der Atemwege. Wenn ein Mensch an Entzündung leidet, kann er oder sie doch nicht so dumm sein, tagtäglich noch weitere Entzündungsstoffe in den Körper zu schaufeln. Aber das tut man, wenn man Kohlenhydrate isst. Lässt man die weg, kann sich der Körper mit der bereits bestehenden Entzündung in den Bronchien beschäftigen.

Fazit: Manche Bücher sollte man wirklich auch durchlesen …

Kohlenhydrate verkürzen das Leben

Die DGE hat bekanntlich einen Befreiungsschlag gelandet. Hat ihre 10 goldenen Regeln neu formuliert und glaubt jetzt, aus der Schusslinie zu sein.

  • Ab jetzt ist Fett nicht mehr böse. Auch gesättigte Fettsäuren (Fleisch) dienen eher der Gesundheit. Dennoch sollten (natürlich) pflanzliche Öle bevorzugt werden.
  • Ab jetzt kommt in der Reihenfolge Gemüse vor Obst. Ist völlig richtig. Fruchtzucker hatten wir genug.

Dummerweise erfährt man erst auf Nachfrage, dass die Grobverteilung Kohlenhydrate – Fett – Eiweiß unverändert bleibt. Die Basis einer gesunden Ernährung ist und bleibt für die DGE doch tatsächlich weiterhin 55 – 60 % Kohlenhydrate !! Also Brot, Nudeln, Reis und Mehl.

Was die DGE allerdings (hilflos) versucht zu entschärfen mit den Worten „Vollkorn wählen“. Ich hatte Ihnen dessen Sinnhaftigkeit in den News vom 05.10.2017 schlüssig widerlegt. Und dann kommt für die DGE auch noch Pech dazu. Zur gleichen Zeit nämlich erschien in dem renommierten Fachblatt „The Lancet“ die neueste Riesenstudie zum Thema Ernährung. Mit Daten über 135.000 Menschen aus 18 Ländern und über 7 Jahre lang ausgewertet.

Ergebnis:

  • Mehr Fett, einschließlich gesättigter Fettsäuren (bisher gefährlich !), führen zu niedrigerer Sterblichkeit.
  • Und mehr tierisches Eiweiß senkt ebenfalls die Sterblichkeit. Man lebt also länger mit mehr Eiweiß.

Hingegen

führt der Verzehr von Kohlenhydraten zu einer höheren Sterblichkeit.

Unter Wissenschaftlern also ein endgültiges Begräbnis des jahrzehntealten Märchens, dass Kohlenhydrate gesund seien. Das Gegenteil ist wahr. Nun wissen das ich und Sie natürlich schon längst. Nur reicht das nicht: So etwas muss erst den Institutionen klar werden. Muss dann in den Schulunterricht einfließen, in die Fortbildung von Diätologen, Ärzten, an die Universitäten gelangen. Und das kann dauern …

Mein Rat: Liebe Leser, warten Sie nicht! Sie leben nur ein Mal. Und zwar jetzt. Die Schäden entstehen jetzt! Bitte halten Sie sich an die Evolution oder zumindest an gesunde Vorbilder. Und es ist am einfachsten, Sie stöbern in meinen täglichen News. Dabei werden Sie so viel Glück, Überraschung, Lebensfreude und Lebensenergie mitbekommen wie bei keiner anderen Lektüre in Deutschland sonst. Und das sind auch alles Originalberichte Ihrer Mitmenschen …

Und noch einmal: Die neueste, riesige Ernährungsstudie „PURE“ beweist,

Kohlenhydrate verkürzen das Leben !

LINK: The Lancet vom 29.08.2017

Zucker und Kohlenhydrate viel ernster nehmen

Fortwährend werden Studien publiziert, die immer mehr das Zitat von Professor Robert Lustig bestätigen, dem berühmten Kinderarzt in den USA:

Zucker ist Gift

Zunehmend, also praktisch jeden Tag erscheinen in der medizinischen Literatur Studien, die einem Arzt keine andere Wahl lassen als

Kohlenhydrate sind Gift.

Ein verantwortungsvoller Arzt muss also von „no carb“ reden, über Ketose und darf sich eben nicht auf „low carb“, also selbst geringe Mengen Kohlenhydrate, einlassen. Dieser oft propagierte „vernünftige“ Ansatz, nämlich künstliche Kohlenhydrate (Zucker und Mehl) sehr wohl im täglichen Leben zu erlauben, dieser „Kompromiss“ wird immer weniger haltbar!

Erst recht beim sitzenden Menschen. Also beim „Normalmenschen“. Allerdings jenen, für die die schulmedizinischen Lehrbücher gedacht sind. Fängt der Mensch nämlich an zu laufen, Sport zu treiben, wie es die Evolution vorsieht, dann stimmt das Alles natürlich nicht mehr. Dann nämlich werden Kohlenhydrate gegessen und sofort verbrannt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, wie Sie wissen.

Die aber leider nie in der ärztlichen Praxis auftaucht. Der Arzt muss „no carb“ sagen. Biologen, Ernährungsberater uvm. können Kohlenhydrate erlauben. Die haben auch keinen Eid geschworen !

Verstehen Sie also bitte die Lage des verantwortungsvollen Arztes !

Mir z.B. sitzen sie eben täglich gegenüber, die Krebskranken, die MS-Kranken, die Depressiven, die Übergewichtigen, die Diabetiker usw. Wenn ich denen Kohlenhydrate erlaube, verletze ich mein Gelöbnis. Das darf ich nicht. Ein Arzt muss da „schwarz-weiß“ sprechen.

Das klang jetzt alles so ernst. Also lassen Sie mich wieder ein bisschen zum Geschichtenerzähler werden. Lassen Sie mich Ihr Interesse wecken. Da erzähle ich Ihnen doch einfach einmal etwas sehr Spannendes über

Windpocken, Gürtelrose, Herzinfarkt und Zucker.

Eine Kausalkette. Sie alle kennen Windpocken. Eine sehr ansteckende Infektionskrankheit mit typischem Hautausschlag. Viele von Ihnen kennen auch Gürtelrose. Eine Viruserkrankung an den Nervenfasern, die in die Haut einwandern und dort die typischen Blasen erzeugen. Sehr schmerzhaft. Wussten Sie, dass das der gleiche Virus ist? Ein Virus, der bei geschwächter Abwehr leichtes Spiel hat …

Hab ich persönlich natürlich auch schon mitgemacht. Und jetzt kommt’s: Gürtelrose entwickeln besonders gerne Menschen mit verkalkten Blutgefäßen. Tja, was hat das miteinander zu tun?

Ich hatte ich Ihnen in den News 10.08.2017 erzählt, dass es im Körper so Fresszellen (Makrophagen) gibt, die eigentlich die Fettablagerungen an den Blutgefäßen wegfressen sollen. Die haben aber leider selbst die höchst unangenehme Eigenschaft, massiv freie Radikale zu erzeugen. Und dadurch die Blutgefäße schädigen, so dass sich dort wieder neues Fett ablagern kann. Ein Teufelskreis …

Diese unerwünschte Hyperaktivität der Fresszellen war verursacht durch ein Zuviel an Zucker. Nennt man Epigenetik. Zucker bedeutet metabolischen Stress für die Zellen und verändert deren biochemisches Profil. Die produzieren plötzlich doppelt so viel freie Radikale ! Und nun zu den Folgen für das Immunsystem …

Die hat sich eine Forschergruppe angeschaut und herausgefunden,

  • dass die mit Zucker vollgestopften Fresszellen einen hemmenden Effekt auf andere Immunzellen (T-Zellen) haben. T-Zellen sollten Windpocken-Erreger im Schach halten.
  • Bei Gürtelrose-Patienten fahren die überfütterten Fresszellen die Produktion eines Moleküls (PD-L1) hoch, das die T-Zellen lahmlegt.
  • So wird die Abwehr von Erregern, auch von Tumorzellen, durch diese entarteten, zuckergefütterten Fresszellen blockiert.

Das Fazit der Forscher: Ein ungünstiger Lebensstil – hier zu viel Zucker – schwächt das Immunsystem. Mit all den bekannten negativen Folgen.

Warum ich diese Arbeit referiere? Sie sollten das Wort Zucker, das Wort Kohlenhydrate viel viel ernster nehmen. Und sich nicht so flapsig Ihre 100 oder 200 g am Tag gönnen. Das dürfen Sie allenfalls als Sportler. Als „Normalmensch“ produzieren Sie mit tödlicher Sicherheit entartete Fresszellen. Mit all den bekannten Folgen.

Quelle:  J Clin Invest, Online 12.06.2017

Nicht die Kalorien zählen

Deutschland (und die westliche Welt) werden immer dicker. Deutschland (und die westliche Welt) werden immer kränker. Was tun wir also? Wir halten Weltkongresse ab. Jährlich. Auf denen diese Themen besprochen werden. Und besprochen. Und besprochen. Und besprochen. Seit Jahrzehnten wird besprochen. Erinnert mich an die Klimapolitik !

Irgendwo steckt da ein Denkfehler. Ich glaube nämlich nicht an „komplizierte Lösungen“. Oder an „das Thema ist sehr komplex“. Ich glaube z.B. im Fall der Kohlenhydrate an „Natur“ oder an „nicht Natur“ (also Zucker und Mehl). Ganz einfach. Spricht sich leider nicht herum. Im Gegenteil, die Mehrzahl der deutschen Ärzte hat nun einmal ein Dogma im Kopf und hält daran fest, obwohl sie damit täglich scheitern.

Ärzte scheitern heißt: Das Übergewicht nimmt zu. Das metabolische Syndrom nimmt zu. Diabetes Typ 2 nimmt zu. Das nenne ich scheitern eines ganzen Berufsstandes. Kann man auch „wissenschaftlich“ ausdrücken, wenn man den Leserbrief im „Spiegel“ 29/2017, S. 136 von Dr. med. Gerd Böhm liest:

Man kann anhand von Geschlecht, Größe, Gewicht, Beruf und Freizeittätigkeit auf 50 Kalorien pro Tag genau ausrechnen, wie viel diese Person zu sich nehmen darf, um zu einem bestimmten Zeitpunkt das realistische Zielgewicht zu erreichen.

Kalorien-Rechnerei ist ein Unsinn! Wird aber gemacht und geglaubt. Und der Herr Kollege muss dann „Sie sollten weniger essen“ sagen! Dass man damit verloren hat, weiß jede Mutter, die ein Kind erzieht. Und damit haben wir Ärzte verloren. Wie gesagt: Das metabolische Syndrom nimmt zu.

Anmerkung: Müsste aber gar nicht sein! Öffnen Sie doch mal ein Lehrbuch über Biochemie. Dort dürfen Sie 6.000 Kalorien am Tag essen und verhungern trotzdem. Wenn die Kalorien reines Eiweiß sind …

Weil es eben nicht auf die Kalorien ankommt, sondern auf das Lebensmittel (die Speise).

Aber es besteht Hoffnung. Mehr und mehr Ärzte gucken über ihren sprichwörtlichen Tellerrand. Schauen in die Natur. Wie macht die das? Nachzulesen in einem Leserbrief darüber aus der gleichen Zeitschrift:

Weder der Feldhase noch das Reh im Wald lesen den SPIEGEL. Sie verlassen sich auf den natürlichen Steuerungsmechanismus des Körpers, vulgo Appetit. In beiden Fällen ist mir von Fehlernährung nichts bekannt. Hasen und Rehe sitzt aber auch keine profitgierige Ernährungsindustrie im Nacken.

Dieser eine Doktor hat’s kapiert. Nur, was ist da die Quintessenz?

Resignation.

Klagen über die Nahrungsmittelindustrie (Ernährung) sind zwar sachlich richtig, bringen aber nix. Wenn allerdings der 2. Arzt, nicht der Erste, weiterdenkt, dann kommt er auf die pädagogisch richtigere Lösung: Diese Tiere essen Natur, nicht Kunst. Also sollte er seinen Patienten etwas von natürlichen und künstlichen Kohlenhydraten erklären. Dann wären wir bei der Lösung.

No carb heißt no Zucker, no Mehl …