Vitamin K2 für die Zähne

Der Zahnarzt Dr. Weston Price (1887-1948) war einer der wenigen wirklich genialen Ärzte. Wurde damals auch „Charles Darwin der Ernährung“ genannt. Hat einerseits 50 Jahre in den USA als Zahnarzt praktiziert und andererseits zusammen mit seiner Ehefrau die ganze Welt bereist. Dabei dabei auf insbesondere abenteuerlichen Expeditionen Naturvölker im Urwald studiert.

Und da beschrieb er seinerzeit ganz erstaunt – ähnlich dem Brief von Albert Schweitzer 1910 – dass die Naturvölker mit ihren (noch) natürlichen Ernährungsgewohnheiten

  • ein tadelloses Gebiss und
  • symmetrische, ausgewogene Gesichtszüge sowie Gesichtsproportionen

aufwiesen. Also keine üblichen Deformationen, wie sie heute bei vielen Jugendlichen gesehen werden. Doch kaum kamen diese „Wilden“ mit der Zivilisation in Berührung, änderten sie ihre Ernährung, was bei den Kindern prompt zu „starken Fehlstellungen der Zähne“ führte. Heute üblich … in der westlichen Welt. In den USA dürfte es nur selten Kinder ohne Zahnspangen geben !

Dr. Price erkannte schon damals, dass der „modernen“ Nahrung irgendetwas fehlen musste, das dann für Krankheiten wie Karies und Zahnfehlstellungen verantwortlich ist. Er vermutete einen fettlöslichen Faktor und nannte den einfach

ACTIVATOR X (Price 1945).

Dieser Faktor sei besonders in Fischeiern, Eidotter, Innereien und Butter enthalten. Bei seinen Analysen hatte Dr. Price auch festgestellt, dass gesunde Naturvölker 4 Mal mehr Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine sowie 10 Mal mehr fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aßen als die zivilisierte Welt.

Es dauerte dann bis 2007, bis dieser Faktor „Aktivator X“ tatsächlich identifiziert wurde. Heißt heute Vitamin K2. Ein Mangel führt laut Dr. Price zur

  • Entkalkung der Zähne
  • Entkalkung der Knochen
  • Verkalkung der Blutgefäße.

Fasst der Biologe Dr. Josef Pies in seinem Buch „Vitamin K2“ (S. 13) recht anschaulich zusammen:

Ohne Vitamin K2 faulen die Zähne, brechen die Knochen und verstopfen die Adern !

Mein Kommentar dazu:

Vitamin K2 können wir in Roth seit etwa 1 Jahr im Blut messen. Tun wir auch routinemäßig bei jedem Patienten. Und fast alle haben zu wenig K2 im Blut. Das erklärt wohl auch, weshalb verstopfte Blutgefäße die häufigste Todesursache auch in Deutschland sind. Und die Zähne so aussehen wie sie aussehen !

Und auch hier gilt wieder, was ich ohnehin dauernd sage: Selbstverständlich kann man auch Vitamin K2 mit viel Mühe und Gedankenschmalz über das Essen zuführen. Das schaffen aber die Wenigsten unter uns. Darum nehme selbst ich – wenig überraschend –

Nahrungsergänzungsmittel.

Und bitte dann das Nachmessen nicht vergessen !!

Zum Nachlesen: Vitamin K2 verhindert Verkalkung (News 16.12.2018), Vitamin K2 als MK-4 oder MK-7 (News 19.07.2018), Vitamin K2 gegen Falten (News 29.05.2017), Vitamin K richtig dosiert (News 19.04.2017)

Vitamine entscheiden

Z.B ob man blind wird. (News 01.01.2015) In der Sprache der Wissenschaft: “Die Prävalenz der altersbedingten Makuladegeneration liegt bei den 65‐74‐Jährigen bei rund 20 %.” Wenn Sie diesen Kauderwelsch verstehen ? Makuladegeneration heißt nichts anderes als blind durch Vitaminmangel.

Und da frägt mich jemand von Ihnen – schriftlich, warum ich denn so verbissen für Vitamine kämpfen würde, als ob mein Leben davon abhinge ? Spontane Antwort:

Ohhh, nicht nur mein Leben !!!

Aber noch einmal ganz langsam: Tatsächlich hat sich in den letzten 100 Jahren die Lebenserwartung in Deutschland nahezu verdoppelt. Ein grandioser Erfolg – auch der Medizin. Darauf kann man durchaus stolz sein ! An dieser Stelle hören viele medizinische Kommentatoren auf. Wir aber fahren fort:

Gleichzeitig gestiegen ist aber die „Inzidenz altersassoziierter Zivilisationskrankheiten“ wie

Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose.

Oder wer es lieber in Zahlen mag:

  • Gut 50 % der Deutschen sind zu dick.
  • Über 8 % leiden (!) an Diabetes. Leiden bedeutet hier Bein ab, Niere kaputt, Auge blind.
  • 47,2 % der Todesfälle ist „cardiovaskulär“ bedingt.
  • An Krebs erkranken in Deutschland jährlich 168.500 Männer und 179.000 Frauen.
  • 8 Mio. Deutsche leiden an Osteoporose.
  • 900.000 Deutsche erkranken jährlich neu an Demenz.
  • 20 % der 65‐74‐jährigen erkranken an Makuladegeneration (werden langsam blind).

Sie sehen also, die Lebensverlängerung ist nur eine Seite der Medaille. Man lebt zwar länger, aber keineswegs gesünder ! Und eine zentrale Aussage der medizinischen Wissenschaft diesbezüglich lautet:

Bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Und was damit gemeint ist, wissen Frohmediziner ganz genau: Leere Kohlenhydrate, zu wenig Vitamine usw..

Dazu abschließend vielleicht noch ein Zitat:

Man muss Krebs als eine chronische Krankheit betrachten, die im alltäglichen Leben mit Hilfe von Nahrungsmitteln, die gute Lieferanten von krebshemmenden Stoffen sind, kontrollierbar ist.

Stammt natürlich aus der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur. Auf Deutsch steht das noch nirgendwo !

Vitamin D und Selen

Schützen übrigens beide vor Krebs. Das (Sonnen-)Vitamin D verhindert auch noch Herzinfarkt, Diabetes Typ I, Depression oder Parkinson. Dieses Wissen hat sehr schön „Focus online“ zusammengefasst:

Eine Reihe von Studien zur Wirksamkeit von Vitamin D sorgt derzeit für Aufsehen in der medizinischen Fachwelt: Ein Mangel dieses Nährstoffs kann offenbar bislang ungeahnte Konsequenzen haben. Er zerrüttet die Gesundheit womöglich ebenso stark wie Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel.
Umgekehrt beugt die ausreichende Versorgung mit Vitamin D offenbar zahlreichen Krankheiten vor. Den Studien zufolge scheint das Vitamin fast wie eine Wunderpille zu wirken. Es schützt vor Herzinfarkt und den verschiedensten Krebsarten, beugt Diabetes vor, verhindert Multiple Sklerose und wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Die Bedeutung von Vitamin D für gesunde Muskeln und Knochen ist schon länger bekannt.

Doch – und jetzt kommt’s – seit ich bei Ihnen routinemäßig Vitamin D im Blut messe, erschrecke ich regelmäßig. Kaum jemand hat einen rettenden Vitamin D-Wert.

Fast niemand ist ausreichend geschützt !!

Die Sonne hierzulande reicht im Winter ab Höhe Göttingen nicht mehr aus für genügend Vitamin D. Wussten Sie das ?

Also doch lieber NEM – oder ?

Und liegt vor mir ein eng gedrucktes Literaturverzeichnis mit über 100 Quellenangaben aus amerikanischen wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema „Selen schützt vor Krebs“. Darunter die berühmte Clark‐Studie auf höchstem wissenschaftlichen Niveau – multizentrisch, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert an 1.312 Patienten. Veröffentlicht in JAMA 276(24),1957(1996). Die hatten über 4,5 Jahre täglich 200 mcg Selen eingenommen. Die Folge: Selen vermindert

  • Krebssterblichkeit um 56 %
  • Lungenkrebsrisiko um 46 %
  • Dickdarmkrebs um 58 %
  • Prostatakrebs um 63 %.

Oder auch direkt im Blut gemessen [J.Urol.166 (6,2034),(2001)]: Je höher der Selenspiegel im Plasma, desto seltener kommt es zu Prostatakrebs. Umgekehrt: Bei wenig Selen im Plasma ist das Risiko für Prostatakrebs um den Faktor 4-5 erhöht.

Weiters eine Studie im J Natl Cancer Inst, 90(16), 1219 (1998), in der gezeigt wird, dass Menschen mit höherer Seleneinnahme (159 mcg täglich) nur ein halb so großes Risiko an Prostatakrebs haben wie Männer mit der täglichen Einnahme von 86 mcg.

Und so geht das schier endlos weiter. Ich berichte Ihnen das, weil viele wieder von einer ergebnislosen Studie (SELECT) über Krebs und Selen gelesen haben und bei mir anfragen. In dieser hätten 200 mcg Selen täglich nichts bewirkt. Meine Erklärung dessen stand schon in den News vom 19.09.2008.

Zur Selen-Messung muss man den AUSGANGSPUNKT kennen, denn der ist völlig verschieden in der Welt. Z.B. in

Deutschland    22-42 mcg
USA                      60‐150 mcg
Canada               100-220 mcg
Japan                   100‐210 μg

Das heißt, dort wo schon genug Selen gegessen wird, dort bewirkt die Nahrungsergänzung so gut wie nichts mehr. Studien also, in denen der Selenspiegel im Blut nicht gemessen wird, sind wertlos ! Das gilt logischer Weise für alle 47 essentiellen Nährstoffe. (News 05.07.2019).

Und weil es so wichtig ist, vielleicht noch einmal zurück zu Vitamin D. Da hatte mich neulich ein fit wirkender, hoch intelligenter Geschäftsmann gefragt, warum gerade er Gefäßverschlüsse in beiden Beinen samt Operationen erlitt. Die Schulmediziner konnten ihm das nicht erklären.

Doch wozu haben wir die Wissenschaft ? An der Universität Atlanta weiß man u.a., dass Menschen

mit wenig Vitamin D im Blut ein um 64 % höheres Risiko an Gefäßverschlüssen in den Beinen haben.

Aber wie heißt es in Deutschland immer so treffend: Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzung. Steht auch wieder in der aktuellen „Apotheken Umschau“ und gibt’s am 9. Sept. 2019 wieder “im Ersten” zu sehen und zu hören … ! In der Sendungsankündigung heißt es doch tatsächlich:

Für fast jedes Problem gibt es scheinbar passende und häufig teure Nahrungsergänzungsmittel. Dabei ist die Wirkung oftmals nicht erforscht, es drohen Überdosierungen sowie Neben- und Wechselwirkungen.

Hat man noch Worte ???

Eine Medizin ohne Angst

Es sind immer wieder die kleinen Nebensätze in Ihren Briefen, die Randbemerkungen in Ihren E-Mails, die ich als Bestätigung einer echten Revolution verstehe. Als Beweis einer neuen Medizin. Einer Medizin, die glücklich machen kann. So ganz nebenbei. Ohne den üblichen Schrecken der Krankenhäuser, ohne die üblichen Nebenwirkungen der Medikamente.

Eine Medizin ohne Angst.

So ein kleiner Nebensatz, gedacht nur als Einleitung für ein längeres E-Mail, hat mir in diesem Moment wieder einmal gezeigt, dass mein Beruf ein Privileg ist. Das Privileg, den Mitmenschen ein bisschen glücklicher zu machen. Aufregend:

Gerade Ihre mahnenden Worte zum Vitamin D waren mir in der vergangenen Zeit eine große Hilfe, denn ich habe mich durch umfangreiche Substitution von einem tieftraurigen Wert im August 2011 inzwischen auf einem ansehnlicheren Wert verbessert, was meine rheumatischen Gelenksbeschwerden fast völlig zum Verschwinden gebracht hat. Zudem habe ich seit über einem Jahr keinerlei Infekte mehr, jedoch vorher (trotz viel Vitamin C) fast jeden Monat. Vielen Dank!

Kurz gefasst: Eine Revolution ! Eine Sensation !

Vielleicht kann man das nur als ein ehemaliger Schulmediziner – wie ich einer bin – als so aufregend empfinden: Rheumaschmerzen weg ! Einfach so. Ohne Tabletten. Ohne 6-wöchigen Kuraufenthalt. Ohne Spritzen, einfach so. Und keinerlei Infekte mehr. Keine der üblichen Viruserkrankungen mehr. Sprich: Ein völlig anderes Immunsystem. Genau darum geht’s …

Genau darum geht es auch bei jeder Impfdiskussion. Darum geht es bei den jährlichen Panikmeldungen unserer Medien, unserer Regierung – vor einem neuen Virus. Und wenn sie genau hingucken, geht es genau darum auch bei Krebs. Der befällt bekanntlich 27 Mio. Deutsche. Ein Drittel des Landes. Mit tödlicher Sicherheit …

Doch Vitamin D verändert Ihr Immunsystem. Vitamin D heilt (!!!) Autoimmunerkrankungen.

Wäre ich nun ein Redakteur beim „Stern“ oder „Spiegel“, dann würde ich aus diesem überaus erfreulichen Umstand dennoch eine Skandal-Story machen. Würde ich die deutsche Medizin, die deutschen Universitäten anklagen. Würde ich nebenbei auch ein Wutbuch schreiben. Tu ich aber nicht, sondern ich helfe lieber … Ihnen !!

Es war also Vitamin D. Davon brauche ich 7.000 I.E. täglich. Weil ich messe. Sie brauchen vielleicht 9.000 I.E. täglich. Heißt dann Molekularmedizin …

Vitamin K2 verhindert Verkalkung

Kalkablagerungen z.B. an den Herzkranzgefäßen gibt es heutzutage schon bei 18-Jährigen. Ich hatte darüber berichtet. Dabei denken wir bei „verkalkt“ zuerst ans Gehirn. Unser Gehirn. Da „beruhige“ ich meine früh verkalkten (Gehirn-)Patienten immer mit der Tatsache, dass man so das Leben doch sehr viel leichter erlebt … Ohne sich aufzuregen !

Verkalken allerdings die Herzkranzgefäße, dann wird‘s gefährlich. Das weiß man. Verkalken die Blutgefäße im ganzen Körper, so kriegt man Bluthochdruck und Schlaganfall. Weiß man ebenfalls. Verkalken die Beinarterien, leidet man an der Schaufenster-Krankheit. Tut sehr weh, glauben Sie mir das ! Kurz und gut:

Lieber nicht verkalken ! Sind wir uns einig ?

Wenn Sie jetzt mit dem Kopf nicken, dann sind Sie schon gefangen. Denn jede von mir vorgeschlagene Medizin ist bekanntlich Selbstheilung. Da muss man etwas tun. Etwas selbst erledigen. Sich aufraffen … zum täglichen Laufen zum Beispiel. Das wäre mein Vorschlag Nummer 1.

Der Vorschlag Nummer 2 richtet sich an all jene unter Ihnen, die das Ganze gemütlicher angehen wollen:

  1. nicht zu verkalken und
  2. Kalk sogar wieder loszuwerden.

Der 2. Punkt übrigens klingt gar unerhört. Ist in der deutschen Medizin nicht machbar. Den gibt‘s eigentlich gar nicht. Nun, die Wissenschaft weiß mehr. Sie kennen meinen Spruch. Nähern wir uns also dem Problem Verkalkung in 3 Stufen:

  • Vorbeugung (Verkalkung wird verhindert): Bewiesen in der Rotterdam-Studie mit 4.800 Probanden. Dort wurde gezeigt, dass Herzkreislauf-Erkrankungen wie auch das Todesrisiko durch Vitamin K2 drastisch reduziert werden kann (News vom 11.04.2017).
  • Eine weitere mit 1.600 Testpersonen zeigte, dass die Todesrate durch koronare Herzkrankheit (Verkalkung der Adern) umgekehrt proportional ist zur Einnahme von Vitamin K2. Genauer gesagt: Das Todesrisiko sank jeweils um 9 % bei zusätzlichen 10 mcg Vitamin K2 pro Tag. Beachtlich (Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2009. 19 (7): 504) !
  • Rückbildung: In der sog. Knapen-Studie von 2015 wird gezeigt, dass Vitamin K2 die Arterienverkalkung verringert, reduziert. Es wird gezeigt, dass bereits verkalkte, verhärtete Adern innerhalb von 3 Jahren „weicher“ wurden, kalklos wurden. In der Placebo-Gruppe stieg die Verkalkung in diesen 3 Jahren (natürlich) an. (Thromb Haemost. 2015. 113 (5): 1135)

Wir kennen dazu den Mechanismus: Vitamin K2 aktiviert das sog. Matrix-Gla-Protein, das Kalzium binden kann und vom Blutgefäß (Innenseite) in den Knochen transportiert. Ein höchst wünschenswerter Prozess. (News vom 29.03.2015) Vitamin K2 scheint also die Gefäße und Arterien wieder flexibel zu machen. Deren ursprünglichen Gesundheitszustand wiederherzustellen und so tatsächlich die Zeit zurück zu drehen. Und wie heißt es doch so schön:

Wir sind so jung oder so alt wie unsere Blutgefäße !

PS: Seit wir Vitamin K2 messen können, lerne auch ich jeden Tag dazu. Insbesondere, wie schwierig es ist, den K2-Wert auch wirklich anzuheben. Dazu braucht man sehr viel mehr K2 als üblich. Und es gibt Präparate, die überhaupt nicht wirken (finden Sie übrigens auch bei Zink und Selen). Das weiß man aber erst, wenn man misst !!

Haben Sie schon gemessen ?