Der tägliche Müll über Vitamine

Aufgepasst: Hallo, Sie da ! Hören Sie bitte zu ! Wissen Sie schon das Neueste ?

Vitamine helfen gar nicht !

Viele von Ihnen sind aktuell ganz aufgeregt. Die, die lesen. Die lesen so typische Zeitschriften oder im Internet (z.B. aerzteblatt.de, netdoktor.de), wo Journalisten Nachrichten aufbereiten. Und Sie, liebe Leser, schicken mir dann diese Berichte. Oft auch mit schwarzem Filzstift wütend kommentiert. Also z.B. folgende Schlagzeilen:

Nahrungsergänzungsmittel in der Kritik
Vitamin-Tabletten & Co. helfen weder Herz noch Hirn
Selen und Vitamin E sind gefährliche Nahrungsergänzungen
Wenn Vitaminpillen krank machen

Der Hintergrund? Z.B. eine neue Studie der amerikanischen University of Alabama in Birmingham. Dort hatte jemand viel Zeit und 3.249 Studien aus den Jahren 1970 bis 2016 gesammelt. Danach 18 davon ausgewählt und die genannten Schlagzeilen bewiesen (Circ Cardiovasc Qual Outcomes 2018 Jul;11 (7).

Ach Kinder ! Keiner der Einsender, die nun bestürzt sind, hat sich einfach mal die Originalarbeit besorgt. Denn schon die Überschrift gibt die Antwort auf den obigen Unfug: In all den Studien wurden gar keine Vitamine getestet. Also noch einmal:

Da wurden nicht Vitamine getestet, sondern Multivitamin-Präparate !

Also viele Vitamine in nur 1 Kapsel. Und wie viel, glauben Sie, passt da so rein in 1 Kapsel ? Ich sag’s Ihnen: „Nur die Mini-Dosis“. Homöopathie. Ich kenne kein Multivitamin-Präparat auf dieser Welt, das den Blutspiegel auf die gewünschten Werte (der Frohmedizin) bringt. Gibt es nicht.

In Deutschland erfüllen 2 Präparate die gesetzlichen Obergrenzen. Mehr geht nicht. Dass ich persönlich diese Präparate mehrmals am Tag einnehme – als Basisversorgung, ist selbstverständlich !

Zur Verdeutlichung: Vitamin E in der typischen Multivitamin-Tablette hat 40 I.E. (26,6 mg). Die Wirkung von Vitamin E setzt aber erst bei 400 I.E. (266 mg) ein. Bewiesen in der Chaos-Studie aus Lancet 1996, März 23; 347 (9004):781. Die Studie hat höchsten wissenschaftlichen Standard, weil

doppelblind, Placebo kontrolliert und randomisiert.

Und die hat bewiesen, dass

400 I.E. (266 mg) Vitamin E täglich Herzinfarkt zu 77 % verhindert !

Dieses Ergebnis ist bombensicher. Wird auch von niemandem bestritten. Statine haben diese Zahlen nie erreicht. Und auch sonst kein Medikament !

So viel also zu Ihrer Aufregung und dem täglich erscheinenden Müll über die lebenswichtigen Vitamine …

Sehr viel mehr Vitamin C

Wenn man etwas lernen möchte über sich selbst, seinen Körper, seine Gesundheit, über die Natur, dann gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Sie können Lehrbücher studieren.
  • Sie können messen (lassen).

Das mit den Lehrbüchern aber ist so eine Sache. Die werden von Professoren verfasst, doch die Assistenten suchen den Stoff zusammen. So ein Assistent war ich auch. Also habe ich … abgeschrieben. Was denn sonst? Und zwar aus schon vorhandenen Lehrbüchern und aus älteren Werken. So pflanzt sich Überholtes fort, verlängert sich auch der Unfug.

Also lieber messen (lassen). Auf diese Idee kommen natürlich auch andere Ärzte. Die haben einfach mal bei ihren Patienten den Vitamin C–Spiegel im Blut gemessen. Und da kam etwas Merkwürdiges dabei heraus. Darf ich ?

Gesunde                                1,1 – 1,2 mg/dl            Schorah 1996, Lunec 1985

Diabetes II                              0,6 mg/dl                           Chen, Rajaram 2005

Darmentzündung    0,3 mg/dl    Fernandez‐Banares, Abad‐Lacruz 1989

Arthritis                                   0,1 mg/dl                             Lunec 1995

Auf Intensivstation           0,19 mg/dl                          Schorah 1996

Krebs                                       0,19 – 0,38 mg/dl            Mayland 2005

Da gab es also Unterschiede zwischen Gesunden und Kranken. Und auch da wiederum Unterschiede zwischen mäßig Kranken und Schwerkranken. Warum haben die verschiedene Vitamin C – Spiegel im Blut? Immerhin bis zum 10-Fachen. Lassen Sie mich raten:

  • Wer krank ist, isst anders. Menschen mit Arthritis essen 10 Mal weniger Obst und Gemüse. Glauben Sie das? Ich auch nicht.
  • Weil falsch gegessen wurde (weniger Vitamin C) wurde man krank. Jaaaa, könnte sein. Ich weiß nicht: Dann müssten alle mit weniger Obst und Gemüse auf der Intensivstation landen.
  • Die bestehende Krankheit verbraucht Vitamin C. Frisst es auf.

Auf diese letzte Erklärung hat man sich in der Literatur geeinigt: Ein kranker Körper verbraucht deutlich mehr Vitamin C als der gesunde Körper. Es wird der oxidative Stress (die Krankheit) bekämpft und dabei Vitamin C verbraucht. Eine biochemische Tatsache !

Der gesunde Menschenverstand rät uns daher, als kranker Mensch eben ein bisschen mehr Vitamin C nachzufüllen. Ein bisschen sehr viel mehr sogar. Und weil man vielleicht mit chronischer Darmentzündung nicht so sehr viel Gemüse verträgt, eben zu NEM greift.

Mir raten solche Messwerte, sehr viel mehr Vitamin C und auf Vorrat in meinem Körper zu haben. Vorsichtshalber. Folglich schlucke ich auch

täglich meine 10–12 g Vitamin C …

Tatsächlich? Ja, tatsächlich. Denn schauen Sie sich die Tabelle noch einmal an: Die Gesunden da an erster Stelle, das sind die deutschen Normalbürger. Von denen bekommt jeder Dritte bis Zweite Krebs. Jeder Zweite stirbt vorzeitig an seinen schlechten Blutgefäßen (Entzündung an der Blutgefäßinnenseite, was Vitamin C abstellen könnte). Und das gilt als gesund oder normal. Gefällt mir gar nicht !

Jetzt verstehen Sie, warum in meinem Vitaminbuch von einem Vitamin C-Spiegel im Blut von

2-3 mg/dl

zu lesen ist. Also die doppelte Menge als bei „normalen“ Gesunden. Bei Vitamin C glaube ich an keine Obergrenze !!

Folsäure zusätzlich

Norwegische Forscher haben kürzlich gezeigt, so das British Medical Journal, dass die zusätzliche Einnahme von Folsäure während der Schwangerschaft das Risiko einer Hasenscharte bei Neugeborenen deutlich verringert. Ist eine sensationelle Entdeckung, finde ich. Dürfte aber dennoch kaum jemanden interessieren. Außer vielleicht die Menschen mit Hasenscharte …

Warum dann sensationell? Na, weil dort nicht steht „Die Pharmafirma XY hat ein neues Präparat auf den Markt gebracht, das die Hasenscharte …“ und weil dort auch nicht steht „Prof. XY hat eine neue Operationsmethode entwickelt, welche die Hasenscharte …“. Na, weil dort eben nicht die alte Medizin vertieft wird. Sondern dort wurde erneut bewiesen,

dass die Natur Krankheiten überflüssig macht.

Das ist die neue Medizin. Hochmodern. Wird zunehmend erforscht. Weiß das Ihr Hausarzt? Weiß Ihre Hausärztin, dass Vitamine modernste Medizin sind?

Und Hasenscharte ist doch nur ein Beispiel. Ein Beispiel für einen fehlgesteuerten Zellaufbau. Gerne zitiere ich dazu aus den News vom 11.03.2010, die da lauten: „Vitamine verhindern Krebs“. Und zwar eindeutig, nicht nur ein bisschen …. Z.B. verringert 1 Multivitamin‐Tablette täglich Dickdarmkrebs um glatte 75 %. Eindeutig in der sog. Krankenschwestern-Studie bewiesen.

Diese echte (!) Sensation ging jedoch an den meisten Deutschen vorbei, wie wir wissen. Die warten lieber immer auf die nächste Vorsorgeuntersuchung – um den Krebs dann zu entdecken, wenn er schon da ist. Wobei der Erfolg des Multivitamin‐Präparates möglicherweise dem Anteil Folsäure zuzuschreiben ist. Welcher den Zellaufbau, den geordneten Zellaufbau steuert (siehe Hasenscharte).

Sie kennen das Prinzip Frohmedizin: Werde gar nicht erst krank !

Die Natur hat uns gesund erschaffen, vital und fröhlich zu sein – bis ans Lebensende. Darum Folsäure zusätzlich. Das entscheidende Wort übrigens, denn Sie kennen doch unser heutiges Essen. Kluge Menschen messen also spätestens jetzt (jetzt!) ihren Folsäurespiegel im Blut. Und wenn Sie danach erschrecken, dann korrigieren Sie doch einfach.

Täglich 7.000 I.E. Vitamin D

Depression, Vitamin D und Omega-3: Gibt es da Zusammenhänge? Ja, gibt es. Ist mir völlig klar, weil ich täglich zuerst Sie anhöre und dann Ihre Blutwerte studiere. Sogar eindeutige Zusammenhänge! (News vom 06.05.2018) Aber lassen wir heute auch einen weiteren Arzt berichten. Vor allem über Vitamin D. Einen Kollegen, der seit 20 Jahren versucht hat, leidenden Menschen (Patienten) zu helfen. Und der dann erstmals im Blut eines Patienten Vitamin D auch nachgemessen hat.

Der Wert: 7 ng/ml. GESUND aber heißt 40-80 ng/ml Vtamin D. Da passierte dann etwas – im Leben des Arztes. Hat dann auch das Folgende geschrieben:

Vitamin-D-Mangel erweist sich als ein Massenphänomen. Ist der häufigste pathologische Laborwert in Deutschland und anderen Industrieländern. Es ist erschütternd, dass diese Tatsache in der praktizierten Medizin bislang unberücksichtigt bleibt, obwohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse klar und eindeutig sind.

Mit den üblichen Empfehlungen zur Vitamin-D-Einnahme bleibt der Mangel bestehen, ja nicht einmal ein guter Vitamin-D-Spiegel kann damit aufrechterhalten werden. Darum steigerte ich die Vitamin-D-Zufuhr so weit, bis meine Patienten ein optimales Niveau erreichten, wie es bei Naturvölkern in den sonnenreichen Ländern üblich ist.

Bei Erreichen eines optimalen Vitamin-D-Spiegels stellten sich unglaubliche Heilungserfolge ein:

Allergien gegen Nüsse, Äpfel und Tierhaare verschwanden, Migräne ging zurück, Schwindelanfälle mit Hörstörungen bleiben aus (Morbus Meniere), chronische Rückenschmerzen verflüchtigen sich, die Stimmung der Patienten verbesserte sich, Wadenkrämpfe blieben aus wie auch Sonnenallergie. Chronische Müdigkeit und Depressionen konnten in vielen Fällen schon nach einer Woche gebessert werden. Bei Knochenschmerzen dauerte die Heilung allerdings länger, mitunter einige Monate.

Die Vitamin-D-Therapie ist preiswert, einfach und risikofrei. Der tatsächliche Bedarf an Vitamin-D wird immer noch unterschätzt. Wir müssen uns an dem Niveau orientieren, das Naturvölker in den Tropen erreichen.

So Dr. med. Raimund von Helden wörtlich in seinem bemerkenswerten Büchlein „Gesund in 7 Tagen“. (News vom 03.12.2015) Sollte jeder von Ihnen auch einmal in der Hand gehabt haben. Ein Büchlein im Kleinformat, das sich besonders gut liest abends im Bett …

PS: Die täglich richtige Zufuhr an Vitamin D kennen wir. Siehe News vom 18.05.2015.

Fettlösliches Vitamin C

Gegen Aids, FSME usw.? Lächerlicher geht‘s wohl nicht mehr. Ich weiß. Wenn es um die Heilung von Krankheiten geht, taugt Vitamin C für die Schulmedizin – selbst per Infusion – nur als Lachnummer. Blöd aber auch, dass genau die eingangs erwähnte Wirkung schon an genug Patienten bewiesen wurde. Und zwar vor 34 Jahren (Cathcart 1984).

Vitamin C ist wasserlöslich. Das wissen Sie. Darum kann man mit Vitamin C alles normale Gewebe im Körper „aufsättigen“. Bindegewebe und Organe genauso gut wie Muskeln. Nur eins konnte man nicht: Vitamin C in das Nervensystem einschleusen. Denn Nerven sind von einer fetthaltigen Hülle umgeben. Und das Gehirn z.B. besteht zu 60 % aus Fett. Da konnte Vitamin C also nicht wirksam werden.

Warum das so wichtig ist ?

Na, weil sich Vitamin C als das entscheidende Heilmittel gegen nahezu alle Viren herausgestellt hat. Ist der praktizierenden Schulmedizin aber unbekannt. Und wissen Sie warum? Weil die Forschung dazu

schon vor 50 Jahren

erschöpfend betrieben wurde. Man hat damals die außerordentliche Wirkung von Vitamin C (als Infusion), nämlich der Abtötung von Viren, erforscht an

Polio, Virus/Enzephalitis, Virus-Hepatitis, Herpes, Masern, Tollwut, Mumps und sogar Aids.

Die segensreiche Wirkung von Vitamin C wurde also nicht nur ausführlich studiert, sondern auch in genügend Studien bewiesen. Damals ! Und die gibt’s auch alle noch. Warum das heute keiner mehr weiß, fragen Sie? Ganz einfach: Weil diese Studien nicht in die (deutschen) Lehrbücher für innere Medizin übernommen wurden. Und traditionell wird nur das an den Universitäten gelehrt und später von den Ärzten gewusst, was auch in den Lehrbüchern steht.

Dazu passt „unsere heutige Hilflosigkeit“ bei Viruserkrankungen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Entweder man ist rechtzeitig geimpft (Polio) oder man hat … Pech gehabt. Zumal schon bei der 2. Möglichkeit, die da heißt „kompetentes Immunsystem“, die ärztliche Praxis in der Regel streikt. Praktische Hilfe kaum kennt.

Die Wirkung von Vitamin C war bisher durch die Wasserlöslichkeit limitiert. Ein Virus im fetthaltigen Nervengewebe war also selbst vor dem aggressiven Vitamin C sicher. Bisher …

Nunmehr gibt’s Palmitate !

Also fettlösliche Ascorbyl palmitate statt des bisherigen (wasserlöslichen) Ascorbat. Vitamin C als Palmitate wird im Nervengewebe um den Faktor 10 angereichert und kann so auch Viren im Fettgewebe, im Gehirn abtöten.

Ich denke dabei besonders an FSME, übertragen von „bösen“ Zecken. Und sehr wohl auch an Aids. Entsprechende Literatur hatte ich Ihnen auch schon genannt. Sie erinnern sich ?

Vitamin A

Steht bei mir, in der Auswertung Ihrer Blutanalyse, auf der gleichen Stufe wie Vitamin E. Vitamin A macht Sie schlank. Rettet Brustkrebspatientinnen das Leben und ist selbst Hautärzten wohlbekannt (News vom 23.02.2017). Also bitte, Schluss mit so abfälligen Bemerkungen wie „Vitamine dienen der Geschäftemacherei“ oder „Vitamine produzieren teuren Urin“. Zum Glück macht mit Betablockern, Anti-Diabetika oder Chemotherapien niemand Geschäfte …

Schreibt mir vergnügt ein Mann: „Seit nunmehr 4 oder 5 Jahren nehme ich NEM. Ich trieb auch viel Sport, hatte aber trotzdem immer zu viel an Bauch und Hüften. Nun, seitdem ich auch Vitamin A zu mir nehme, purzeln die Pfunde extrem und mir passen sogar wieder alte Hosen. Es ist unglaublich !!“

Stimmt. Das schafft ein einziges Vitamin! Die Erklärung, habe ich nachgelesen:

  • Vitamin A macht im Körper Retinsäure und die wiederum aktiviert PPARdelta.
  • Und PPARdelta wiederum verdoppelt die Menge an einem 2. Transkriptionsfaktor, nämlich PGC1-alpha.

Erinnern Sie sich noch an die News vom 04.02.2013? Dort stand, dass auf diese Weise mehr Mitochondrien produziert und die Fettverbrennung deutlich verbessert wurde. Das liest sich in einer Besprechung der Arbeit (Plos Biol2 (10): e294, 2004) wie folgt:

Wissenschaftler aktivieren künstlich einen Schalter Namens PPARdelta im Muskel, daraufhin entstehen diverse an Stoffwechsel beteiligte Enzyme und die Mitochondrien vermehren sich (verdoppeln sich). Daraus resultiert, wie zu erwarten, eine gesteigerte Ausdauerleistungsfähigkeit. Als nette Begleiterscheinung sind die Tiere resistent gegen die Entstehung von Fettleibigkeit.

PS: Falls Sie das nun ausprobieren wollen und danach vielleicht enttäuscht sind: Hier steht „im Muskel“. Tja, leider …

Und zu Vitamin A gab es schon Anfang 2009 eine Studie, in der gezeigt wird, dass Vitamin A Brustkrebspatientinnen das Leben rettet. Nicht das Leben retten „kann“, sondern „rettet“! Weiß das Ihr Frauenarzt? Weiß das Ihr Onkologe?

Deren Fazit: Patientinnen mit wenig Vitamin A (unter 2,08 µmol/L) sind verglichen mit Frauen, die ein höheres Vitamin A im Blut aufwiesen, um

  • 211 % (oder 2,11 Mal) häufiger gestorben.
  • 358 % (oder 3,58 Mal) häufiger gestorben, wenn sie über 55 Jahre alt waren.

Wohl verstanden: Nicht um 20 % mehr oder um 70 % mehr, sondern um 200 und 300 % mehr. Wenn man der Arbeit glaubt, hätte man sich deren Ableben sparen können.

So viel zu den scheinbar „unnötigen“ Vitaminen. Vitamin A. Nicht vergessen !

QUELLE: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2009;18 (1):42