Österreich: Gesundheitskosten 2015 der Schulmedizin bei 35 Mrd. €

In Österreich haben 2015 die laufenden Gesundheitsausgaben der Schulmedizin  rund 35,07 Mrd. € ausgemacht. Das gab die Statistik Austria in einer Presseaussendung bekannt und entspricht 10,3 % der heimischen Wirtschaftsleistung (BIP). Der EU-Schnitt beträgt 8,8 % des BIP. Im Vergleich zu 2014 erhöhten sich die “Krankheitskosten” um 1,09 Mrd. € und steigen damit „weiterhin höher als das BIP-Wachstum“.

10,51 Mrd. € im Jahr für Spitäler

Davon wurden 75,6% oder 26,51 Mrd. € von der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen) bezahlt. Im OECD-Vergleich liegt Österreich am 10. Platz. Für die Langzeitpflege wurde 2015 hierzulande 5,21 Mrd. € ausgegeben, wie sie hauptsächlich in Pflegeheimen (51,2 %) und zu Hause (48,8 %) erfolgt. Diese 5,21 Mrd. € machen allerdings nur 14,9% der gesamten laufenden Gesundheitsausgaben 2015.

Von 1990 bis 2010 waren die Langzeitpflegeausgaben noch um 6,3 % pro Jahr gestiegen, seit 2011 sind es nur mehr 3,5 %. Auf die Spitäler übrigens entfielen 2015 rund 40% der öffentlichen Gesundheitsausgaben, also 10,51 Mrd. €: Den Großteil davon schultern die Sozialversicherungen mit einem Ausgabenanteil von 45,7 %, die Bundesländer mit 31,9 % sowie Bund und Gemeinden mit jeweils knapp über 10 %.

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