Schulmedizin aktuell am 12. Februar 2020

Welt

Für eine Mehrheit der Menschen in 8 Ländern stellt das sich ausbreitende Coronavirus eine große oder sogar sehr große Bedrohung für die Welt dar. Fast 33 % aller Befragten sieht in der neuartigen Lungenerkrankung eine mäßige Gefährdung, nur eine Minderheit geht von einem geringen Risiko für die Welt aus. Vor allem in Japan (66 %), Australien (61 %) und den USA (55 %) glaubt eine klare Mehrheit der Bevölkerung an eine (sehr) hohe Bedrohung für die Welt durch den Ausbruch der Epidemie. In Deutschland glauben das 47 %, der Bürger, in Kanada und Russland (42 %). Weltweit glauben nur 19 % der Befragten davon aus, dass der Ausbruch des Coronavirus bereits eingedämmt wurde oder zumindest bald vorbei sein wird. (Ipsos GmbH, 12.02.2020)

Deutschland

Gesundheit beginnt im Mund: Eine optimal ausbalancierte Mundflora und gesunde Zähne sind ein wichtiger Baustein für ein starkes Immunsystem und auch andersherum. (Ifemedi, 12.02.2020)

Da die ungesättigten Fettsäuren nachhaltig sättigen, gut für die Figur und die Gesundheit sind, sollten sie vorzugsweise verwendet werden. Diese werden weiter in einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind in Avocados, Erdnüssen, Raps- und Olivenöl enthalten. Sie sind sehr bekömmlich und zudem für die Aufnahme der Vitamine wie A, D, E und K nötig. Weiters schützen sie die Organe und wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Ungesättigte Fettsäuren sollten daher unbedingt in den Mahlzeiten enthalten sein. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind sogar essentiell und müssen ohnehin täglich zugeführt werden. (Z-Catering Berlin GmbH, 12.02.2020)

Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Zu beachten ist dabei das richtige Mengenverhältnis, denn zu viele Omega-6 Fettsäuren verstärken Entzündungen. Empfohlen wird daher ein Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren von 4:1. Die Omega-3 Fettsäuren stärken die Herz-und Gehirnfunktion sowie die Sehkraft. Sie sind u.a. in Walnüssen, fettem Seefisch, Lein- und Rapsöl sowie Chia Samen enthalten. Im Gegensatz zu den ungesättigten Fettsäuren sind die gesättigten Fettsäuren deutlich ungesünder und werden leider viel zu viel verzehrt. Die bestehen überwiegend aus tierischen Lebensmitteln und sind in fettem Fleisch, Wurst, Vollmilchprodukten, Butter, Chips und Backwaren zu finden. (Z-Catering Berlin GmbH, 12.02.2020)

Die Robert Bosch Stiftung, die Bertelsmann Stiftung und die Stiftung Münch warnen davor, die Bildungsstandards in der Pflege abzusenken. In einem jetzt erschienenen Positionspapier rät die Stiftungsallianz zu einem entschlossenen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Ziel müsse eine nachhaltige Professionalisierung und Aufwertung der Pflege sein, mit erheblich mehr akademisch ausgebildeten Pflegekräften und Karrieremöglichkeiten für alle Beschäftigten. Notwendig seien zeitnah rund 30.000 Studienplätze und entsprechende Konzepte für den sinnvollen Einsatz akademischer Fachkräfte in der Pflegepraxis.  Die Realität zeigt, dass das Bild “Pflege kann jeder” gefährlich ist und nicht gegen den Fachkräftemangel hilft.(Robert Bosch Stiftung GmbH, 12.02.2020)

Lieferengpässe bei Arzneimitteln lassen sich nicht verbieten ! Wer glaubt, ohne kausale und strukturelle Lösungen auszukommen, der irrt. Geht man nicht die Ursachen an, so bleibt das Engpass-Problem weiter bestehen. (Pro Generika, 12.02.2020)

Eine Analyse von Krankenkassendaten hat zu einem spannenden Hinweis geführt: Menschen, die Glucocorticosteroide (GCC) als Nasenspray zu sich nahmen, erkrankten später seltener an Alzheimer. Der Grund könnte in der entzündungshemmenden Wirkung von GCC liegen, zu denen auch Cortison gehört. Denn Forschungsergebnisse zeigen, dass Entzündungsvorgänge im Gehirn eine bedeutende Rolle bei der Alzheimer-Krankheit spielen und den Krankheitsfortschritt beschleunigen. Die Forscher Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen arbeiten mit sog. Alzheimer-Mäusen, die mit wenigen Monaten schon für Alzheimer typische Symptome zeigen. (Alzheimer Forschung Initiative, 12.02.2020)

Medizinische Hilfsmittel während und nach der Schwangerschaft -- zugegeben, das hört sich erstmal unsexy an. Aber: Mit Unterstützung für den Rücken und die Beine können werdende Mütter die Zeit während und nach der Schwangerschaft rundum genießen. Zumal sich durch den wachsenden Babybauch das Gewicht verändert und sich der Körperschwerpunkt nach vorne verlagert. Zudem lockert die Hormonumstellung in Vorbereitung auf die Geburt die Bänder, die das Becken stabilisieren. Deshalb sind Rückenbeschwerden ein häufiger Begleiter in der Schwangerschaft. Die machen sich beim Aufstehen, Bücken, längerem Sitzen und Stehen besonders bemerkbar. Beim Autofahren und im Büro hilft es, regelmäßig Pausen zu machen, die Sitzhaltung zu wechseln oder aufzustehen. (medi GmbH, 12.02.2020)

Die neue Lumbamed maternity entlastet laut Hersteller die Bauchdecke sowie die Lendenwirbelsäule und kann Schmerzen lindern. (Foto: medi GmbH)

Bei Rückenbeschwerden kann die neue Lumbalorthese Lumbamed maternity stabilisieren und Schmerzen lindern. Sie stützt den Bauch, entlastet das Becken sowie die Wirbelsäule und wirkt auch dem Hohlkreuz entgegen. Der Gurt aus einem weichen hautsympathischen Material wächst mit dem Bauchumfang stufenlos mit. Er schränkt weder die Bewegungsfreiheit des ungeborenen Kindes ein noch übt er Druck auf den Bauch aus. Bei einer Beckenringinstabilität nach der Geburt (wie einer Symphysenlockerung) mit Beschwerden im Iliosakralgelenk kann eine modulare Orthese wie die Lumbamed sacro helfen. Sie stabilisiert das Becken, entspannt die Muskeln und lindert Schmerzen. Flexibel positionierbare Massage-Pelotten therapieren die Schmerzpunkte im Bereich des Iliosakralgelenks punktgenau. Die modulare Konstruktion vereint die Vorteile von Orthese, Beckenspange und Bandage und lässt sich dem Aktivitätsgrad des Patienten anpassen. (medi GmbH, 12.02.2020)

Österreich

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Auftrag des Sozialministeriums die bekannte “Vitalakademie” geklagt und vorläufig Recht bekommen. Beanstandet wurde, dass die Vitalakademie in der Werbung für ihren Lehrgang “diplomierter Ernährungstrainer” nicht ausreichend darüber aufklärte, dass sog. Ernährungstrainer keine individuelle Beratung in Ernährungsfragen durchführen dürfen. Dies ist in Österreich nur dem gesetzlich reglementierten Gewerbe des Ernährungsberaters vorbehalten. Ein Ernährungstrainer dürfe nur allgemeines Wissen weitergeben, z.B. im Rahmen von Vorträgen. Ausbildungsabsolventen, so heißt es, die Tätigkeiten über den gesetzlich erlaubten Rahmen hinaus anbieten, würden sich der Gefahr kostspieliger Klagen aussetzen. Zudem befand das Gericht auch alle 29 vom VKI eingeklagten Klauseln der Vitalakademie-AGBs für gesetzwidrig. (Verein für Konsumenteninformation, 12.02.2020)

Der Neurobiologe Dr. Marcus Täuber greift das Thema “Selbstheilung” in seinem mittlerweile 4. Buch “Gedanken als Medizin” auf. Sein Fazit: Der Kopf ist eng mit Immunabwehr, Entzündungen, Hormonen und Muskelspannung verbunden. Mit Gedanken lässt sich der Verlauf chronischer Erkrankungen verändern. (Presse für Autoren und Bücher, 12.02.2020)

In St. Pölten wurde das 1. Autismuszentrum Österreichs eröffnet. Angestrebt wird eine enge Kooperation mit dem IST Austria in Klosterneuburg, wo schon seit 6 Jahren die renommierte Autismus-Forscherin Gaia Novarino die genetische Grundlage für die Entstehung von Autismus erforscht. (Amt der nö. Landesregierung, 12.02.2020)

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Körperzellen, denn sie sind die Hauptproduktionsorte des Energiemoleküls ATP. Die Mitochondrien sind zudem auch ein bedeutender Ort der Biosynthese von verschiedenen Proteinen, Lipiden, Nukleotiden und Signalmolekülen. Bei kritischen zellschädigenden Bedingungen können sie aber die vorhandene Energie für den Selbsterhalt nutzen. Das passiert, indem die Arbeitsrichtung einer molekularen Maschine in der Mitochondrienhülle umgedreht wird. Wiener Forscher identifizierte nun L-Typ Kalziumkanäle in der Zellmembran als Auslöser dieser Schutzfunktion. Eine bewusste Steuerung von L-Typ Kalziumkanälen des Gehirns könnte damit neue Therapieansätze bei Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson entscheidend verbessern. (MedUni Wien, 12.02.2020)

Zehntausende Kinder in Österreich erhalten nicht die für sie notwendigen Therapien. Es gibt zu wenig kostenfreie Therapieplätze oder elendslange Wartezeiten. (Diakonie Österreich, 12.02.2020)

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