11. Oktober 2019: Witz des Tages aus der Medizin

Forschung ist der Motor für den medizinischen Fortschritt, denn mit der Medizin von gestern kann man die gesundheitlichen Herausforderungen von morgen nur unzureichend oder gar nicht lösen.

Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) am 11.10.2019

Ähnlich wie bei Osteoporose gibt es in der Schweiz bei kardiovaskulären Erkrankungen erhebliche Behandlungslücken, obwohl die wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren wie Hyperlipidämie, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas, psychosoziale Faktoren, Ernährung und Bewegungsmangel längst herausgefunden sind. Auch ist die nachhaltige Verringerung der LDL-Cholesterin-Werte mit einer signifikanten kardiovaskulären Risikoreduktion verbunden. Z.B. führt die Senkung des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l über 5 Jahre zu einer Reduktion des kardiovaskularen Risikos um 21 %. Allerdings wird das empfohlene Ziel von 1,4 mmol/l nur bei 10 % der Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom erreicht, obwohl LDL-Cholesterin nachgewiesener Maßen der wichtigste Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist.

Amgen Switzerland AG am 11.10.2019

Wann handelt der Wiener Bürgermeister endlich und sorgt dafür, dass im Spitalswesen Dilettanten endlich durch Fachleute ersetzt werden, wenn sogar schon führende Ärzte den Zusammenbruch des Wiener Gesundheitssystems beklagen.

FPÖ Wien am 11.10.2019

Die Wiener Gemeindespitäler sind ein milliardenschwerer Sanierungsfall !

NEOS Klub im Wiener Rathaus am 11.10.2019

ANMERKUNG: Für einen Witz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vitamine entscheiden

Z.B ob man blind wird. (News 01.01.2015) In der Sprache der Wissenschaft: “Die Prävalenz der altersbedingten Makuladegeneration liegt bei den 65‐74‐Jährigen bei rund 20 %.” Wenn Sie diesen Kauderwelsch verstehen ? Makuladegeneration heißt nichts anderes als blind durch Vitaminmangel.

Und da frägt mich jemand von Ihnen – schriftlich, warum ich denn so verbissen für Vitamine kämpfen würde, als ob mein Leben davon abhinge ? Spontane Antwort:

Ohhh, nicht nur mein Leben !!!

Aber noch einmal ganz langsam: Tatsächlich hat sich in den letzten 100 Jahren die Lebenserwartung in Deutschland nahezu verdoppelt. Ein grandioser Erfolg – auch der Medizin. Darauf kann man durchaus stolz sein ! An dieser Stelle hören viele medizinische Kommentatoren auf. Wir aber fahren fort:

Gleichzeitig gestiegen ist aber die „Inzidenz altersassoziierter Zivilisationskrankheiten“ wie

Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose.

Oder wer es lieber in Zahlen mag:

  • Gut 50 % der Deutschen sind zu dick.
  • Über 8 % leiden (!) an Diabetes. Leiden bedeutet hier Bein ab, Niere kaputt, Auge blind.
  • 47,2 % der Todesfälle ist „cardiovaskulär“ bedingt.
  • An Krebs erkranken in Deutschland jährlich 168.500 Männer und 179.000 Frauen.
  • 8 Mio. Deutsche leiden an Osteoporose.
  • 900.000 Deutsche erkranken jährlich neu an Demenz.
  • 20 % der 65‐74‐jährigen erkranken an Makuladegeneration (werden langsam blind).

Sie sehen also, die Lebensverlängerung ist nur eine Seite der Medaille. Man lebt zwar länger, aber keineswegs gesünder ! Und eine zentrale Aussage der medizinischen Wissenschaft diesbezüglich lautet:

Bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Und was damit gemeint ist, wissen Frohmediziner ganz genau: Leere Kohlenhydrate, zu wenig Vitamine usw..

Dazu abschließend vielleicht noch ein Zitat:

Man muss Krebs als eine chronische Krankheit betrachten, die im alltäglichen Leben mit Hilfe von Nahrungsmitteln, die gute Lieferanten von krebshemmenden Stoffen sind, kontrollierbar ist.

Stammt natürlich aus der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur. Auf Deutsch steht das noch nirgendwo !

5. September 2019: Witz des Tages aus der Medizin

Was ist das Problem an dem “Fallpauschalen”-System ? Es fasst Patienten in “Fallgruppen” zusammen, die pauschal vergütet werden. Je mehr Aufwand entsteht, desto mehr Geld gibt es. Patienten rechnen sich – egal, wie krank sie sind – in diesem System vor allem dann, wenn an ihnen viele “Prozeduren”, also medizinische Eingriffe jeglicher Art, durchgeführt werden. … Zudem lernen Ärzte Patienten schon bei der Notaufnahme nicht nur nach dem medizinischen Bedarf zu klassifizieren, sondern auch danach ob sie Gewinn abwerfen.

Gruner+Jahr, Stern am 05.09.2019

Um das gesamte Potenzial von Arzneimitteln ausschöpfen zu können, ist eine Verankerung des Patientennutzens im Erstattungsprozess notwendig.

Pharmig am 05.09.2019

Wichtig ist sich klar zu machen, Bewegung kostet Zeit. Deswegen ist es wichtig, sie fest in den Kalender mit einzuplanen.

Diabetes Ratgeber am 05.09.2019

Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind trotz intensiver Forschung noch immer unklar. Das größte bekannte Risiko für Alzheimer ist das Alter. Die Krankheit kann bislang nicht geheilt werden. Medikamentöse Behandlungsformen mit Antidementiva und nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten wie Biografiearbeit können aber den Krankheitsverlauf verzögern.

Alzheimer Forschung Initiative, 05.09.2019

Eine Bruchkante allein ist kein Freifahrtsschein für das Teilen von Tabletten. Ob eine Tablette teilbar ist, kann nämlich selbst bei wirkstoffgleichen Präparaten je nach Hersteller verschieden sein. Wird eine Tablette, die intakt eingenommen werden soll, trotzdem geteilt, so reichen die Folgen von Unwirksamkeit bis hin zu schwer wiegenden Nebenwirkungen.

ABDA am 05.09.2019

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in Deutschland von den bis zu 30.000 Beatmungspatienten, die zu Hause oder in Beatmung-WGs versorgt werden, bis zu 70 % von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden könnten. Häufig unterbleibt jedoch dieser Versuch, da die finanziellen Anreize zur Dauerbeatmung zu hoch sind und die zur Entwöhnung zu gering.

BKK Dachverband am 05.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Witz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vitamin D und Selen

Schützen übrigens beide vor Krebs. Das (Sonnen-)Vitamin D verhindert auch noch Herzinfarkt, Diabetes Typ I, Depression oder Parkinson. Dieses Wissen hat sehr schön „Focus online“ zusammengefasst:

Eine Reihe von Studien zur Wirksamkeit von Vitamin D sorgt derzeit für Aufsehen in der medizinischen Fachwelt: Ein Mangel dieses Nährstoffs kann offenbar bislang ungeahnte Konsequenzen haben. Er zerrüttet die Gesundheit womöglich ebenso stark wie Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel.
Umgekehrt beugt die ausreichende Versorgung mit Vitamin D offenbar zahlreichen Krankheiten vor. Den Studien zufolge scheint das Vitamin fast wie eine Wunderpille zu wirken. Es schützt vor Herzinfarkt und den verschiedensten Krebsarten, beugt Diabetes vor, verhindert Multiple Sklerose und wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Die Bedeutung von Vitamin D für gesunde Muskeln und Knochen ist schon länger bekannt.

Doch – und jetzt kommt’s – seit ich bei Ihnen routinemäßig Vitamin D im Blut messe, erschrecke ich regelmäßig. Kaum jemand hat einen rettenden Vitamin D-Wert.

Fast niemand ist ausreichend geschützt !!

Die Sonne hierzulande reicht im Winter ab Höhe Göttingen nicht mehr aus für genügend Vitamin D. Wussten Sie das ?

Also doch lieber NEM – oder ?

Und liegt vor mir ein eng gedrucktes Literaturverzeichnis mit über 100 Quellenangaben aus amerikanischen wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema „Selen schützt vor Krebs“. Darunter die berühmte Clark‐Studie auf höchstem wissenschaftlichen Niveau – multizentrisch, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert an 1.312 Patienten. Veröffentlicht in JAMA 276(24),1957(1996). Die hatten über 4,5 Jahre täglich 200 mcg Selen eingenommen. Die Folge: Selen vermindert

  • Krebssterblichkeit um 56 %
  • Lungenkrebsrisiko um 46 %
  • Dickdarmkrebs um 58 %
  • Prostatakrebs um 63 %.

Oder auch direkt im Blut gemessen [J.Urol.166 (6,2034),(2001)]: Je höher der Selenspiegel im Plasma, desto seltener kommt es zu Prostatakrebs. Umgekehrt: Bei wenig Selen im Plasma ist das Risiko für Prostatakrebs um den Faktor 4-5 erhöht.

Weiters eine Studie im J Natl Cancer Inst, 90(16), 1219 (1998), in der gezeigt wird, dass Menschen mit höherer Seleneinnahme (159 mcg täglich) nur ein halb so großes Risiko an Prostatakrebs haben wie Männer mit der täglichen Einnahme von 86 mcg.

Und so geht das schier endlos weiter. Ich berichte Ihnen das, weil viele wieder von einer ergebnislosen Studie (SELECT) über Krebs und Selen gelesen haben und bei mir anfragen. In dieser hätten 200 mcg Selen täglich nichts bewirkt. Meine Erklärung dessen stand schon in den News vom 19.09.2008.

Zur Selen-Messung muss man den AUSGANGSPUNKT kennen, denn der ist völlig verschieden in der Welt. Z.B. in

Deutschland    22-42 mcg
USA                      60‐150 mcg
Canada               100-220 mcg
Japan                   100‐210 μg

Das heißt, dort wo schon genug Selen gegessen wird, dort bewirkt die Nahrungsergänzung so gut wie nichts mehr. Studien also, in denen der Selenspiegel im Blut nicht gemessen wird, sind wertlos ! Das gilt logischer Weise für alle 47 essentiellen Nährstoffe. (News 05.07.2019).

Und weil es so wichtig ist, vielleicht noch einmal zurück zu Vitamin D. Da hatte mich neulich ein fit wirkender, hoch intelligenter Geschäftsmann gefragt, warum gerade er Gefäßverschlüsse in beiden Beinen samt Operationen erlitt. Die Schulmediziner konnten ihm das nicht erklären.

Doch wozu haben wir die Wissenschaft ? An der Universität Atlanta weiß man u.a., dass Menschen

mit wenig Vitamin D im Blut ein um 64 % höheres Risiko an Gefäßverschlüssen in den Beinen haben.

Aber wie heißt es in Deutschland immer so treffend: Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzung. Steht auch wieder in der aktuellen „Apotheken Umschau“ und gibt’s am 9. Sept. 2019 wieder “im Ersten” zu sehen und zu hören … ! In der Sendungsankündigung heißt es doch tatsächlich:

Für fast jedes Problem gibt es scheinbar passende und häufig teure Nahrungsergänzungsmittel. Dabei ist die Wirkung oftmals nicht erforscht, es drohen Überdosierungen sowie Neben- und Wechselwirkungen.

Hat man noch Worte ???

18. Juni 2019: Witz des Tages aus der Medizin

Wer Gefühlsstörungen im Fuß hat, sollte zum Schutz vor Steinen oder Scherben möglichst geschlossene Schuhe tragen. Spätestens wenn eine Nervenschädigung festgestellt wird, sollten Diabetiker dann nur noch Schuhe tragen, die als Prophylaxeschuhe oder auch Diabetesschutzschuhe bezeichnet werden.

Diabetes Ratgeber am 18.06.2019

ANMERKUNG: Für einen Witz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …