Sind Dicke dümmer ?

Erinnern Sie sich noch an Univ.-Prof. Kern in Lübeck? Der uns die erstaunliche Tatsache verkündete, dass Übergewichtige häufig einen erhöhten Insulinspiegel im Blut (Insulinresistenz) hätten, aber einen verringerten Insulinspiegel im Gehirn. Und das hätte laut Univ.-Prof. Kern Folgen: Die Gehirnleistung dieser übergewichtigen Menschen sei nämlich deutlich eingeschränkt – höflich gesagt.

Frohmedizin macht aus dieser drohmedizinischen Tatsache etwas ganz anderes. Zeigt Auswege. Weckt Hoffnung. Macht Versprechungen, die – zu unser aller Überraschung – regelmäßig auch eintreffen. Erinnern Sie sich an den Bericht vom 03.01.2007? Nein? Oooooh, dann bitte hier noch einmal.

Brandneue wissenschaftliche Erkenntnis:

„Je dicker ein Mensch ist, desto geringer ist der Insulinanteil in der Gehirnflüssigkeit und desto schlechter ist ganz offensichtlich sein Denkvermögen.“

Das hat langfristige Folgen … Bereits bei leicht erhöhtem Übergewicht ist das Risiko für eine spätere Demenz um 35 % erhöht, bei einer Adipositas gar um über 70 %. Oder anders formuliert: Übergewicht ist der wichtigste Risikofaktor für Diabetes Typ II. Diabetiker wiederum erkranken fast zweieinhalb Mal häufiger an Alzheimer als Nicht-Diabetiker.

Und natürlich hat man auch bei den Demenzpatienten die Insulinkonzentration im Gehirn bestimmt: Sie war im Vergleich zu gesunden Menschen deutlich erniedrigt. Also:

Je geringer der Insulinanteil im Gehirn, desto stärker wird die Alzheimererkrankung.

Solche Sätze, solche Erkenntnisse, solche Fakten schieben Sie, liebe Leser, immer weit von sich. Weit weg ins hohe Alter! Doch Sie irren. Nicht nur alte Menschen sind von dieser Einschränkung der Gehirnleistung betroffen. Forscher aus Großbritannien haben festgestellt, dass bereits jüngere Diabetiker mit nur kurzer Erkrankung Einschränkungen in Wahrnehmung und Denken aufweisen. Also auch Kinder. Dicke Kinder.

Übergewicht ist kein „persönliches Wohlfühlgewicht“. Übergewicht ist keine kulturelle Einstellung, wie häufig triumphierend mit Blick auf arabische Weltbürger behauptet wird. Alle diese Ausreden interessieren Ihren Körper leider überhaupt nicht. Auch den arabischen Körper nicht:

In den Vereinigten Arabischen Emiraten leiden bereits 20 % der Bevölkerung an Diabetes – in Deutschland sind es 8 %: Nur 6,4 Millionen Mitbürger mit veränderter Gehirnfunktion, neutral ausgedrückt.

Die Physiologie ist unerbittlich. Darum … laufen Sie! Laufen ist die einzige Diät, die Sie stärker macht.

Omega-3-Fettsäuren sind so wichtig wie Eiweiß und verlängern das Leben

„Bei keinem anderen Stoff liegen Gesundheit und Krankheit so nahe zusammen wie bei Fett“, heißt es im dem Bestseller-Buch „Fit mit Fett – Die Omega-3-Revolution“ von Dr. Ulrich Strunz und Andreas Joop. Und in der Tat ist Fett nicht gleich Fett, denn es gibt einerseits die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren und andererseits die in den Lebensmitteln versteckten (lebensbedrohenden) Transfette. Und so kommt es, dass mittlerweile jeder Zweite an dem „versäumten Ölwechsel“ im Körper stirbt. (2015) Ansonsten verlängert Omega-3 das Leben „um mindestens 10 %“. (2014)

Nährstoffe im Alaska Seelachs, der Deutschen liebster Speisefisch. (Infografik: obs / Edelman.ergo / Alaska Seelachs)
Nährstoffe im Alaska Seelachs, der Deutschen liebster Speisefisch. (Infografik: obs / Edelman.ergo / Alaska Seelachs)

Das Gehirn z.B. besteht zu 60 % aus Fett und wächst auch das ganze Leben hindurch, wenn es den Gehirnbaustein DHA, eine Omega-3-Fettsäure, bekommt. Die bereits erwähnten „industriellen Killerfette“ hingegen begünstigen Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes, Rheuma, Depressionen uvm.. Und das sind immerhin 60 % aller verspeisten Fette – im bedenklichen Verhältnis 20:1 verspeisten Fette! Also bitte weiterhin Finger weg von Butter, Margarine, Wurst …

Omega-3-Fettsäuren, also Leinöl, Fische oder Krill, sind das Geheimnis der 100-Jährigen – und zwar weltweit! Als ungesättigte Fettsäuren schützen sie die 70 Billionen Körperzellen und damit den Körper insgesamt vor Diabetes, Stress bis hin zu Krebs. Sollten Sie nun Fisch nicht so mögen und greifen daher zu Omega-3-Kapseln, so empfiehlt es sich, auf deren Zusammensetzung zu achten. Wollen Sie mehr ihrem Gehirn helfen, dann brauchen Sie DHA, wollen Sie mehr für Ihr Gewebe und gegen Entzündungen tun, brauchen Sie EPA. (2015)

Eine
Eine “Harvard”-Studie bestätigt: Omega-3 schützt vor Demenz, Herzinfarkt und Krebs. (Infografik: obs / Edelma.ergo / Margarine und pflanzliche Streichfette)

Und jüngste Studien förderten sogar Sensationen zu Tage. So verlängert etwa Omega-3 die Telomere, welche die noch verbleibende Lebenszeit des Menschen anzeigen. (2016) Oder dass Omega-3 über 6 Monate eingenommen den Abbau der Muskelmasse stoppen kann bzw. dass täglich 4 g Omega-3 die Muskeln „um 50 %“ (!) schneller wachsen lassen, noch dazu ohne Training. (2015) Logisch also, dass die EFSA schon 2012 den Referenzwert für die tägliche Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren mit 5 Gramm festgelegt hat. Das entspricht etwa 200 g Lachs oder 250 g Hering.

Oder dass Omega-3 die Vitalkapazität der Lunge, also das Lungenvolumen, um sagenhafte 41 % erhöht. Oder dass Omega-3, so Dr. Strunz, sogar das Wachstum „der vielen, vielen potenziellen Krebse“ verhindert! (2010) Kurz und gut: Omega-3-Fettsäuren gehören zu den 47 lebensnotwendigen Stoffen, die man essen muss. Und sie sind mindestens so wichtig wie Eiweiß. Da können es dann schon auch 4-6 g am Tag sein! (2012) Omega-3 ist Teil genetisch korrekter Kost wie auch Omega-6. Letzteres aber bitte nur als 5 % der Nahrung und nicht wie üblich 50 %! Omega-6 macht nämlich dick … (2010)

“Omega-3 macht Krebs”

Und selbstverständlich wurde auch den so segensreichen Omega-3-Fettsäuren schon unterstellt, ein Krebsverursacher zu sein. Das war im Deutschen Ärzteblatt schon so, in den Tageszeitungen usw.. (2013) Ist natürlich absoluter Blödsinn und war leicht durchschaubar. Aber zumindest das Deutsche Ärzteblatt hat sich mittlerweile korrigiert: Aus Omega-3-Fettsäuren könnten Prostatakrebs fördern wurde 2016 Omega-3-haltige Nahrungsmittel senken Sterblichkeit. 2006 übrigens hatte es dort noch geheißen, Omega-3-Fettsäuren hätten keinen Effekt auf das Krebsrisiko … (2016)

Die Aufnahme von Omega-3 im Körper kann übrigens um den Faktor 13 (!) variieren, hängt aber in jedem Fall davon ab, wie viel Fett gerade im Magen ist. (2018)

Nur 11 % der Deutschen nehmen sofort Schmerzmittel

Nur 11 % der Deutschen, die ein rezeptfreies Medikament kaufen, wenden es auch sofort an. Und gar 40 % warten zunächst sogar ab, ob die Schmerzen zunehmen. Das ergab eine Umfrage von Bayer Vital, die auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen ausmachte. So würden Frauen prinzipiell öfter zu Aspirin & Co. greifen als Männer und zwar, weil sie (1.) „im Alltag nicht ausfallen“ wollen (50 % versus 38 % der Männer) sowie (2.) für einen „wichtigen Termin fit sein“ wollen (44 % vs. 30 %). Frauen lesen aber auch mit 74 % öfter den Beipacktext als Männer (63 %), ergab die Studie.

Bereits 74 % der deutschen Siebtklässler haben regelmäig Kopfweh. (Infografik: obs / ZIES gGmbH)
Schon 74 % der deutschen Siebtklässler haben regelmäßig Kopfweh. (Infografik: obs / ZIES gGmbH)

Der Fehleinschätzung, wonach Schmerzen abhärten würden, unter-liegen allerdings beide Geschlechter gleich. Knapp ein Drittel aller Befragten verzichtet darum auf Schmerzmedikamente, was laut Uwe Gessner von Bayer Vital nicht ratsam ist: „Schmerzen auszuhalten kann Folgen haben, denn eine ständige, intensive Reizung der Sensoren kann zu einer Sensibilisierung der Nervenzellen führen.“ Der Körper würde nämlich „eine Erinnerungsspur“ für die Empfindung bauen und eine Art Schmerzgedächtnis anlegen. „Selbst bei verhältnismäßig leichten Reizungen kann er dann mit dauerhaften Schmerzsignalen an das Gehirn reagieren – auch wenn der Auslöser bereits verschwunden ist.“

Meditation als Tor zum Unterbewusstsein

Meditation ist die 3. Säule der Frohmedizin. Das (tägliche) In-sich-gehen entspannt. (2015) Und haben Sie gewusst, dass sich durch den Zugang zum Unterbewusstsein das (Ihr) Leben neu programmieren lässt? Meditation also ist im Leben genau so wichtig wie das Laufen, jedoch schwer vermittelbar. Aber das Haupthindernis ist laut Dr. Ulrich Strunz die allseits verbreitete “biologische Unfähigkeit” zu meditieren. Will heißen: Ihre innere Unruhe … (Stichwort Magnesium- und/oder Tryptophanmangel). (2011)

Mensch kein Computer

Man möge sich nicht täuschen lassen, fordert der Experte, denn Laufen (Bewegung) sei der Knackpunkt, um mentale Techniken mit Gewinn anwenden zu können! “Ein Grundirrtum vieler Menschen”, so Dr. Strunz. Beim Menschen gehe es nämlich nicht wie bei einem alten Computer nur die Festplatte (Gehirn) neu zu programmieren und den Rest (den Körper bzw. die Hardware) unberührt lassen. Man ahne zwar, dass einem Meditation helfen könnte, tut es (kann es) dann aber nicht!

53 % der Deutschen greifen bei Stress zu Süßigkeiten ... (Infografik: obs / Weight Watchers (Deutschland) GmbH)
53 % der Deutschen greifen bei Stress zu Süßigkeiten … (Infografik: obs / Weight Watchers (Deutschland) GmbH)

Haben Sie aber davor durch Bewegung (Laufen) Ihren (alten) Körper auf Vordermann gebracht, dann spielt beides wieder zusammen und meditieren geht plötzlich, Entspannung funktioniert … Dieses Prinzip sollten Sie bereits von der Ernährung her kennen: Erst Sport, wenn man so will, lässt Sie wieder “richtig” essen. Das fängt schon damit an, heißt es bei Dr. Strunz, dass nur Läufer auch tatsächlich (immer wieder) den “Restzucker” im Körper verbrennen. (2014)

Jedes Kind meditiert, ein Erwachsener leider nicht mehr. Laut Dr. Strunz wird erst Mensch (wach und aufmerksam), wer auch meditiert. (2011) Meditation hilft uns, in der Gegenwart zu leben bzw. die Vergangenheit ruhen zu lassen. (2015) “Wenn Sie den inneren Dialog stoppen, und genau das ist Meditation, sind Sie einfach Sie selbst. Erfahren sich selbst – zuweilen erstmals!” (2016) Wie wär’s also mit einem Meditationslauf? (2016) Das Unterbewusstsein ist unsere stärkste gestaltende Kraft! (2016)

So entspannen z.B. gestresste Frauen in Deutschland … (Infografik: obs / Coca-Cola Deutschland / Fotolia.com)

Am leichtesten erlernbar ist jedoch der “Reflextiefschlaf”. 20 Minuten davon ersetzen 2 Std. Schlaf. Dr. Strunz: “Wenn Sie also 2 Mal am Tag 20 Min. opfern, dann kämen Sie nachts mit nur 4 Std. Schlaf aus!” Bei dieser Methode wird neben körperlicher Entspannung gleichzeitig versucht, einen Gedanken für Minuten (nicht nur 12 Sek.) im Zentrum des Bewusst-seins zu halten. Haben Sie das reflexhaft gelernt, können Sie sie diese Art der Konzentration ins tägliche Leben hinüberretten. (2014)

Reflextiefschlaf: So geht’s …

Natürlich gibt es auch Methoden Yoga, religiöse Gebete und die “Aromameditation” als Möglichkeit. Eine praktische Anleitung für den Reflextiefschlaf jedenfalls finden Sie hier. (2014) Zusammengefasst: Ohne Tiefenentspannung gibt es keine Höchstleistung. Das weiß jeder Olympiasieger. (2007) Und selbst die (millionenschweren) Weltstars vom WEF Annual Meeting in Davos beginnen ihren Tag mit einer halben Stunde Meditation. (2016) Sie ab nun auch?

Bewegung ist Leben

Bewegung ist Leben: Diese Erkenntnis ist noch immer eine Sensation! (2009) Bewegung nämlich verjüngt den Körper und macht selbst dem Gehirn wieder Beine – durch mehr Gehirnzellen. Ja sogar eine Verlängerung der Telomere (Lebensdaueranzeiger) ist laut Dr. Ulrich Strunz möglich. (2008) Und last but not least hat auch Prof. Martin Halle nur einen Rat gegen Krebs, Diabetes und Depressionen: “Bewegung, Bewegung, Bewegung. Weil dadurch unser größtes Organ, die Muskulatur, aktiviert und etwas im Stoffwechsel bewirkt wird.” (2012)

“Altern” ist eine Einbildung, obwohl vielerorts viel zu wenig dagegen getan wird. (Infografik: obs / FIBO / TNS Infratest)

“Altern” ist also nur eine (menschliche) Einbildung und kommt, so wie wir es verstehen, in der Natur gar nicht vor. (2012) Der Mensch hingegen wählt viel zu früh ein Alternativprogramm, das schon bei einer schlechten Körperhaltung beginnt. “Von Jugend sollte man nicht mehr nur träumen, sondern sie auch weiter leben”, so Dr. Strunz. (2009) Und im wirklichen Alter sei es dann auch mehr der Sport als der IQ, der das Gehirn auf Trab hält. (2007)

Das gelte insbesondere für das Laufen, das im Erbgut des Menschen verankert ist. “Der Körper braucht das Laufen wie die Luft zum Atmen”, weiß der Mediziner, und auch “dass auf dieser Welt nichts so unterschätzt wird wie das Laufen”. (2010) Laufen mache glücklich (2007) und verändere das Leben (2017). Kurz und gut: “Laufen scheint in der Tat der Schalter zwischen Leben und Tod zu sein, der noch dazu die Pharmaindustrie um Längen abhängt!” (2010)

Sport ist mehr als nur ein Hobby ! (Infografik: obs / DVGE Verlag)

In Bewegung löst man Probleme um 60 % besser als im Sitzen am Schreibtisch. Laufen ist folglich nicht wirklich ein Hobby, sondern gelebte soziale Verantwortung. (2016) Laut Prof. Markus Walther hilft Bewegung auch bei Arthrose. Arthrose bekomme vielmehr, “wer sich nicht bewegt”. (2008) Und dabei könne man vorher ruhig noch einen Kaffee trinken, denn dieser erhöht den Zellschutz um sage und schreibe 120 %. Dr. Strunz: “Bewegung und Kaffee erhöhen den Zellschutz um insgesamt 400 %!” (2013)

Jede Art Bewegung ist gut und senkt laut der Universität Wien bereits nach 5 Stunden pro Woche das Sterberisiko um 40 %. (2012) Oder anders gesagt: Sport verlängert das Leben um ganze 10 Jahre. (2013) Also: Lösen Sie die Handbremse und laufen Sie los – im Wohlfühlbereich und zumindest 30 Min. täglich, denn die Regelmäßigkeit zählt. (2006) Und glauben Sie bitte nicht, so Dr. Strunz, Ihr Leben werde durch Ihre Gedanken (Pläne) bestimmt. “Es ist Ihr Körper, der zählt!” (2011)

Sport hat nur Vorteile … (Infografik: obs / DVGE Verlag)