Medizinwitz des Tages 3. September 2020

Irren ist menschlich, Alzheimer auch.

Alzheimer Forschung Initiative am 03.09.2020

44 % der Österreicher leiden unter einem Burnout oder befinden sich zumindest in einem “frühen Problemstadium”.

Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze am 03.09.2020

In Österreich sterben fast 3 Mal so viele Menschen durch Selbstmord als im Straßenverkehr.

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie am 03.09.2020

Bis zu 10 % der österreichischen Bevölkerung leben mit Diabetes – viele davon nicht diagnostiziert.

Dachorganisation “wir sind diabetes” am 03.09.2020

Kaufen Sie verschreibungspflichtige Medikamente keinesfalls über das Internet. Sie gefährden Ihre eigene Gesundheit und handeln darüber hinaus illegal, denn der Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln im Internet ist in Österreich verboten. Zudem berauben Sie sich der apothekerlichen Beratung.

Österreichische Apothekerkammer am 03.09.2020

Laut der bislang größten Studie besteht zwischen dem permanenten Haarefärben und Krebs kein Zusammenhang, außer bei Basalzellkarzinomen, hormonrezeptor-negativem Brustkrebs (ER-, PR- und ER-/PR-) und Eierstockkrebs.

MedUni Wien am 03.09.2020

Der Wiener Ärzteball 2021 wird wegen des Corona-Virus abgesagt. “Wir können nicht zwischen den Tanzpaaren die berühmten Abstandsbabyelefanten mittanzen lassen”, argumentiert Österreichs  Ärztepräsident Thomas Szekeres.

Ärztekammer Wien am 03.09.2020

“Unsere Ergebnisse rechtfertigen eine weitere prospektive Validierung“, erklärt Prof. Dr. Eva Schernhammer. “Diese richtet sich nach verschiedenen Populationen und Nationen, verschiedenen Anfälligkeitsgenotypen (z.B. NAT1 oder NAT2), Krebsarten verschiedener Genotypen und molekulargenetischer Phänotypen, verschiedenen Expositionseinstellungen (persönlicher Gebrauch vs. berufliche Exposition), verschiedenen Zeitpunkten und verschiedenen Farben der verwendeten permanenten Haarfärbemittel (dunkel gefärbt vs. hell gefärbt) mit verfeinerten Expositionsabschätzungen und sollte im Licht der Gesamtheit der Beweise interpretiert werden.”

MedUni Wien am 03.09.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Jetzt gleich

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass viele Mitbürger regelmäßig warten ? Auf den Traumpartner, auf das neues Auto, auf die Beförderung, auf das Abendessen im Restaurant usw. usw. Schließlich noch auf den nächsten Arzttermin. Für diese Mitmenschen scheint das Leben aus Warten zu bestehen.

Und genauso wird auch auf das Glück gewartet. Vielleicht sogar den Jackpot im Lotto. Meistens aber schuftet und plagt man sich jeden Tag mit dem Ziel, irgendwann einmal glücklich zu sein. Irgendwann mal im Leben fitter, gesünder, vielleicht auch reicher zu sein. Wie gesagt:

Irgendwann einmal …

Der Volksmund hat dafür auch Sprüche kreiert: Warten, bis man schwarz wird. Sich die Beine in den Bauch stehen. Wurzeln schlagen. Oder: Warten, bis sich die Wogen geglättet haben. Oder – tröstend – etwa von Graf Leo Tolstoi: “Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.” … Dennoch:

Warten Sie nie, bis Sie (endlich) Zeit haben !

Bild: www.strunz.com

So etwa an einem Sonntagmorgen: Man wartet wieder einmal auf das Frühstück. Auf die Morgenzeitung. Auf den bequemen Sessel. Doch, darf ich Ihnen einen Vorschlag machen ? Hören Sie auf zu warten und fangen Sie an zu leben ! Jetzt. Ich meine in diesem Moment. Stehen Sie auf. Tun Sie‘s einfach: Stehen Sie auf ! Kramen Sie irgendwo ein paar Sportschuhe heraus und

LAUFEN SIE.

Laufen Sie jetzt gleich ! Nachdem Sie diese News fertig gelesen haben ! Langsam, locker, lächelnd – ohne Atemnot. Mehr tänzelnd, trippelnd als laufend, innerlich mehr schwebend als grübelnd … Der Sauerstoff durchflutet Ihre 70 Billionen Körperzellen. Automatisch. Ist ein physiologisches Gesetz. Und das merken die Körperzellen. Die blühen dann auf. Jeder Schritt lockert den Geist, räumt im Kopf auf. Im Bauch öffnet sich ein KOKAIN-KÄSTCHEN und überflutet den Körper mit Fröhlichkeit.

Das ist Glück ! Das macht Freude. Also, worauf warten Sie noch ?

Laufen ist das Tor zu Ihrer Gesundheit und das Türchen zum Glück. Laufen macht uns durch Muskelmedizin mit dem inneren Doktor gesund und mit Nervenbotenstoffen zufrieden. Laufen schenkt uns stilles Glück genauso wie neue Ideen oder rauschhafte Begeisterung. Wer das einmal gefühlt hat – nicht verstanden, sondern gefühlt !! – wird ab sofort sein Leben lang laufen wollen. Das ist auch sehr gut so, denn

  • Laufen weckt die somatische Intelligenz, die uns wieder instinktiv richtig essen lässt.
  • Es stoppt den inneren Dialog, die Quelle von chronischem Stress. Der uns ein ganzes Leben lang daran hindert, zu uns selbst zu gelangen.

Mein Lieblingssatz über das Laufen lautet schließlich: Laufen ist die Wunderpille, für die jeder von uns ein Vermögen ausgeben würde, könnte man sie in der Apotheke kaufen.

QUELLE: „Der kleine Laufcoach“, Seite 8

Oder wie – ganz aktuell – Deutschlands Bundesverband Niedergelassener Kardiologen meint (Zitat):

Bewegung ist das “Medikament ohne Nebenwirkung”, jedoch mit vielen positiven Auswirkungen. Durch Bewegung werden die Kontraktion des Herzmuskels und die Blutversorgung der Herzmuskulatur verbessert, die Leistungsfähigkeit der Lungen vergrößert, die Atem- und Herzfrequenz sowie der Blutdruck gesenkt. Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die Blutmenge erhöht. Auf der metabolischen Ebene steigt das Volumen der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen. Die Cholesterinzusammensetzung verändert sich durch die Verbesserung des HDL/LDL-Verhältnisses. Auch die Muskelkraft und Muskelausdauer verbessern sich. Bewegung also steigert die Lebensqualität, indem sie positiv auf Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zielt. Die Möglichkeiten für Bewegung sind vielfältig und beginnen im Alltag.

Genau … JETZT

Medizinwitz des Tages 21. Juli 2020

In Deutschland leiden aktuell 3,4 Mio. Menschen an schwersten chronischen Schmerzen. Dem stehen rund 1.200 ambulant tätige Schmerzmediziner gegenüber. Für eine flächendeckende Versorgung wären aber mindestens 10.000 ausgebildete Schmerzmediziner nötig.

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin am 21.07.2020

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Das liegt zum einen daran, dass Schmerzerkrankungen wie z. B. chronische Rückenschmerzen wegen der “modernen” Lebensweise zunehmen. Zum anderen steigt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung.  Die haben dann auch ein höheres Risiko für Schmerzerkrankungen. Dadurch wird sich in Summe die schon heute unzureichende Versorgung von Schmerzpatienten verschärfen.

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin am 21.07.2020

Da ältere Schmerzpatienten häufig auch eine ganze Reihe von Medikamenten einnehmen, ist bei diesen Patienten das Risiko für Arzneimittelinteraktionen und unerwünschte Nebenwirkungen erhöht. Diese verlaufen mitunter so schwer, dass eine Krankenhauseinweisung notwendig wird.

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin am 21.07.2020

Der Mund-Nasen-Schutz stellt eine immens wichtige Vorsorgemaßnahme gegen eine mögliche Covid-19-Erkrankung dar.

Österreichische Apothekerkammer am 21.07.2020

Der derzeitige Standard für die Behandlung des Osteosarkoms (Knochenkrebs) umfasst Amputationschirurgie und Chemotherapie. Diese funktionieren auch, belasten jedoch die Lebensqualität der Patienten schwer. Außerdem haben Patienten mit Metastasen und/oder operativ entfernten OS eine sehr schlechte Überlebensrate von nur 20 %. An neuen Behandlungsmethoden wird seit über 30 Jahren geforscht.

MedUni Wien am 21.07.2020

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt die Erforschung wirksamer Strategien und Therapien gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 und die von ihm ausgelöste Erkrankung Covid-19. Dazu werden 45 Mio. € in knapp 90 herausragende Projekte investiert.

Bundesministerium für Bildung und Forschung am 21.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 10. Juli 2020

Die SARS-CoV-2-Epidemie gefährdet die medizinische Versorgung von Millionen Menschen mit HIV in der Welt. Die Anstrengungen gegen HIV bzw. Aids könnten dadurch um mehr als 10 Jahre zurückgeworfen zu werden.

Deutsche Aids-Hilfe am 10.07.2020

“Ich würde vermuten, dass wir in Deutschland Tote hätten verhindern können”, sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit Blick auf die späte Empfehlung von Schutzmasken durch das Robert Koch Institut. “Es wäre sehr hilfreich, wenn RKI und WHO eingestehen würden, dass sie da einen Fehler gemacht haben.”

Prof. Dr. Karl Lauterbach am 10.07.2020

Der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler empfiehlt Patienten vor einer Urlaubsreise ins Ausland zu prüfen, ob es sich bei ihren ärztlich verschriebenen Medikamenten um “suchtmittelhaltige” Arzneimittel handelt, denn diese unterliegen besonderen Regelungen. Das betrifft u.a. eine breite Palette an stark wirksamen Schmerzmitteln (z.B. opioidhaltige Schmerzpflaster oder Medikamente) sowie psychotrope Arzneimittel (Opiate, Cannabinoide sowie bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel).

Phago am 10.07.2020

In Österreich liefert der Vollgroßhandel pro Jahr über 10 Mio. Packungen suchtmittelhaltiger Arzneimittel an die Apotheken aus.

Phago am 10.07.2020

Weltweit sterben bereits jedes Jahr bis zu 700.000 Menschen an den Folgen antibiotikaresistenter Infektionen. Wird die global voranschreitende Antibiotikaresistenz nicht eingedämmt, könnten es laut der AMR Industry Alliance bis 2050 sogar 10 Mio. Menschen sein – auch mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen. Der weltweite Bedarf an neuen Antibiotika ist daher alarmierend hoch.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 10.07.2020

Die sparsame Anwendung von Antibiotika trägt zwar einerseits dazu bei, Resistenzen zu vermeiden, bedeutet andererseits aber eine enorme Herausforderung für die Refinanzierung der kostenintensiven Erforschung und Entwicklung durch pharmazeutische Unternehmen.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 10.07.2020

Zusammen mit 20 weiteren führenden Pharmaunternehmen und Partnern hat Johnson & Johnson den “AMR Action Fund” ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist, bis 2030 zwei bis vier neue und dringend benötigte Antibiotika zur Verfügung zu stellen, um der steigenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen (AMR) zu begegnen. Die teilnehmenden Firmen investieren dazu insgesamt rund 1 Mrd. Dollar.

Janssen-Cilag GmbH am 10.07.2020

Mund-Nasen-Bedeckungen oder “Community-Masken” gehören in der Corona-Krise zum Alltag. Doch wie werden sie richtig getragen ? Personen, die zu einer Risikogruppe gehören oder gesundheitlich vorbelastet sind, können das Für und Wider mit ihrem Arzt oder dem Betriebsarzt besprechen.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) am 10.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 1. Juli 2020

Deutschland altert und immer mehr Menschen erkranken an Demenz. 2050 könnte es dann schon fast 3 Mio. demente Patienten geben. Darauf müssen wir Deutschland vorbereiten und das tun wir mit der Nationalen Demenzstrategie ! Darin wurden auf breiter Basis 27 Ziele formuliert und dazu 160 Maßnahmen vorgeschlagen, um Deutschland demenzfreundlich zu machen. 2026 wird dann erstmals Bilanz gezogen.

Deutschlands Bundesminister Dr. Giffey, Spahn und Karliczek am 01.07.2020

Wenn in Österreich nicht mehr der Arzt entscheidet, welches Medikament der Patient bekommen soll, sondern nur mehr der Wirkstoff verschrieben wird, dann schafft man damit nur eine vermeintliche Flexibilität. Obwohl eine solche Verordnung in vielen anderen Ländern bereits existiert, gefährdet man dadurch in Wahrheit die Therapietreue und das Vertrauen in die Arzneimittel. Generell wird eine Folge davon sein, dass der Wettbewerb unter den Arzneimittelherstellern noch mehr angefacht wird.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 01.07.2020

Die Aut-idem-Regelung, wonach Apotheken ein anderes als das vom Arzt namentlich verordnetes, jedoch wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben dürfen, bringt mehrere große Sicherheitsprobleme mit sich. Zudem können Apotheken in Österreich mögliche Wechselwirkungen bei der Medikation der Patienten fachlich gar nicht einschätzen.

Österreichische Ärztekammer am 01.07.2020

Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft. Daran müssen alle arbeiten.

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste am 01.07.2020

Impfen durch Apothekerinnen und Apotheker erfolgt bereits in 13 Ländern Europas und verbessert die Gesundheit der Bevölkerung. … Es muss das Ziel aller Gesundheitsberufe sein, eine höhere Durchimpfungsrate zu erreichen, damit sich die Gesundheit der Bevölkerung verbessert.

Österreichische Apothekerkammer am 01.07.2020

39 % der Österreicher waren in der Vergangenheit oder sind aktuell von einer psychischen Erkrankung betroffen. Für 65 % davon ist eine Behandlung nicht finanzierbar. Das ist erschütternd und zeigt den enormen Aufholbedarf bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Österreich.

Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen am 01.07.2020

Eine so große Operation wie der Einsatz eines neuen Hüftgelenks birgt auch das Risiko von Komplikationen oder Spätfolgen. Und Vorsicht: Wer danach seine Prothese überstrapaziert, riskiert, dass sie sich lockert und vorzeitig ausgewechselt werden muss. Lockerungen sind auch der häufigste Grund für einen vorzeitigen Prothesenwechsel. An 2. Stelle kommen Infektionen. So besteht in den ersten 2 Jahren nach der Operation ein erhöhtes Risiko, dass Bakterien das Implantat befallen. Dieses Risiko gilt es möglichst klein zu halten. Z.B können bei einer größeren Zahnbehandlung Bakterien über das Zahnfleisch ins Blut gelangen. Prothesenträger sollten deshalb eine Stunde vor der Zahnbehandlung sicherheitshalber ein Antibiotikum einnehmen. Ein erhöhtes Risiko für einen Keimbefall haben auch Diabetiker mit einem schlecht eingestellten Blutzuckerwert, Raucher und fettleibige Menschen.

Apotheken Umschau am 01.07.2020

Corona-Auswirkungen in Österreich durch mehr Psychotherapie auffangen

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie am 01.07.2020

In nahezu ganz Europa werden Statistiken über Schwangerschaftsabbrüche geführt und darauf aufbauend Überlegungen angestellt und Maßnahmen entwickelt. Nur in Österreich nicht.

Aktion Leben Österreich am 01.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …