Ein Gipfel wissenschaftlicher Ironie

Der erreichte nunmehr sogar JAMA, das wissenschaftliche “Journal of the American Medical Association”. Von einem sprichwörtlichen Lachen der Hühner hatte ich Ihnen schon in den News 22.07.2019 berichtet. Dort ging’s um Omega-3, das nix bringt. Und getreu dem universitären Motto „Publish or perish !“ habe ich Ihnen hier unter dem Stichwort Schrottstudie auch schon so einiges Unterhaltsame präsentieren können.

Ein – wie erwähnt – neuer Gipfel der wissenschaftlichen Ironie im JAMA der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft. Ist also die höchste Spielklasse, wo in einem Artikel mit der

ketogenen Diät sehr kritisch

umgegangen wird. Tenor: Lohnt sich nicht. Bringt nichts. Ist sogar gefährlich …

Das kennen wir doch ? Vitamine lohnen sich auch nicht, Omega-3 ebenso !! Hier, in diesen News, steht natürlich das Gegenteil dessen, weil es (1.) von vielen Menschen ausprobiert wurde und (2.) darum einfach die Wahrheit ist. Und wenn Universitätsprofessoren sonst nichts einfällt, dann machen sie Meta-Analysen … Also eine Zusammenfassung bereits bestehender Studien.

Da werden dann mitunter viele (Schrott-)Studien zu einer Meta-Studie zusammengefasst. Und was dann so eine Meta-Studie aus mehreren Schrottstudien taugt, das kann man sich an einer Hand ausrechnen.

Beweis gefällig ?

Die kritische Warnung vor der ketogenen Diät im JAMA (Juli 2019) beruht auf so einer Meta-Analyse, in der mittels 13 Studien die Gewichtsabnahme durch ketogene Diät (nur 10 % Kohlenhydrate) mit fettarmer Diät (Fett unter 30 %) verglichen wurde. Das Ergebnis:

Kein Unterschied ! Genauer gesagt: 900 g pro Jahr.

Kurz noch einmal: Der Vorteil von ketogener Diät besteht im Verlust von 900 g Körpergewicht pro Jahr. Na, da lacht wohl alles und jeder … bis man die Meta-Studie einmal auseinander nimmt. Und Sie kennen auch hier meinen Spruch: Das tut praktisch niemand. Journalisten schon gar nicht. Aber auch die meisten Professoren haben zu so etwas einfach keine Zeit …

Und was liest man dann ? Zunächst einmal, dass alle Studienteilnehmer richtig fett waren. Im Durchschnitt BMI 35. War aber ein guter Start ! Dann wurden beide Diäten mindestens 12 Monate verfolgt. Manchmal sogar 2 Jahre. Ein 2. Pluspunkt. Doch dann kommt der entscheidende Fehler:

Die Forscher in allen 13 Studien haben doch tatsächlich geglaubt, dass ihre Teilnehmer die Diäten wirklich durchgehalten haben. Offenbar hat keiner von denen jemals richtige Patienten betreut, denn sonst wüssten sie: grober Unfug !

Und so kommt es dann zu einer GEWICHTSABNAHME bei ketogener Diät NACH EINEM GANZEN JAHR von (nur) 0,3 kg bis 7,4 kg pro Teilnehmer. Also einfach mehr als kindisch, wo doch jeder weiß, der schon einmal ketogene Diät wirklich durchgehalten hat, dass man 3 kg Körpergewicht

nicht in 1 Jahr verliert, sondern in 3 Tagen.

Solche unsinnigen Ergebnisse ziehen dann aber auch noch ihre Kreise und werden täglich abgeschrieben und weiter zitiert. Von Universitätsprofessoren … Die damit die medizinische Literatur überschwemmen bis es schließlich heißt:

Es herrscht breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass …

Bitte glauben Sie mir langsam, glauben Sie bitte nur mehr das, was Sie auch selbst ausprobiert haben !

QUELLEN: JAMA online July 15 2019, Brit. J. Nutr. (2013), 110, 1178

Vitamin K2 für die Zähne

Der Zahnarzt Dr. Weston Price (1887-1948) war einer der wenigen wirklich genialen Ärzte. Wurde damals auch „Charles Darwin der Ernährung“ genannt. Hat einerseits 50 Jahre in den USA als Zahnarzt praktiziert und andererseits zusammen mit seiner Ehefrau die ganze Welt bereist. Dabei dabei auf insbesondere abenteuerlichen Expeditionen Naturvölker im Urwald studiert.

Und da beschrieb er seinerzeit ganz erstaunt – ähnlich dem Brief von Albert Schweitzer 1910 – dass die Naturvölker mit ihren (noch) natürlichen Ernährungsgewohnheiten

  • ein tadelloses Gebiss und
  • symmetrische, ausgewogene Gesichtszüge sowie Gesichtsproportionen

aufwiesen. Also keine üblichen Deformationen, wie sie heute bei vielen Jugendlichen gesehen werden. Doch kaum kamen diese „Wilden“ mit der Zivilisation in Berührung, änderten sie ihre Ernährung, was bei den Kindern prompt zu „starken Fehlstellungen der Zähne“ führte. Heute üblich … in der westlichen Welt. In den USA dürfte es nur selten Kinder ohne Zahnspangen geben !

Dr. Price erkannte schon damals, dass der „modernen“ Nahrung irgendetwas fehlen musste, das dann für Krankheiten wie Karies und Zahnfehlstellungen verantwortlich ist. Er vermutete einen fettlöslichen Faktor und nannte den einfach

ACTIVATOR X (Price 1945).

Dieser Faktor sei besonders in Fischeiern, Eidotter, Innereien und Butter enthalten. Bei seinen Analysen hatte Dr. Price auch festgestellt, dass gesunde Naturvölker 4 Mal mehr Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine sowie 10 Mal mehr fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aßen als die zivilisierte Welt.

Es dauerte dann bis 2007, bis dieser Faktor „Aktivator X“ tatsächlich identifiziert wurde. Heißt heute Vitamin K2. Ein Mangel führt laut Dr. Price zur

  • Entkalkung der Zähne
  • Entkalkung der Knochen
  • Verkalkung der Blutgefäße.

Fasst der Biologe Dr. Josef Pies in seinem Buch „Vitamin K2“ (S. 13) recht anschaulich zusammen:

Ohne Vitamin K2 faulen die Zähne, brechen die Knochen und verstopfen die Adern !

Mein Kommentar dazu:

Vitamin K2 können wir in Roth seit etwa 1 Jahr im Blut messen. Tun wir auch routinemäßig bei jedem Patienten. Und fast alle haben zu wenig K2 im Blut. Das erklärt wohl auch, weshalb verstopfte Blutgefäße die häufigste Todesursache auch in Deutschland sind. Und die Zähne so aussehen wie sie aussehen !

Und auch hier gilt wieder, was ich ohnehin dauernd sage: Selbstverständlich kann man auch Vitamin K2 mit viel Mühe und Gedankenschmalz über das Essen zuführen. Das schaffen aber die Wenigsten unter uns. Darum nehme selbst ich – wenig überraschend –

Nahrungsergänzungsmittel.

Und bitte dann das Nachmessen nicht vergessen !!

Zum Nachlesen: Vitamin K2 verhindert Verkalkung (News 16.12.2018), Vitamin K2 als MK-4 oder MK-7 (News 19.07.2018), Vitamin K2 gegen Falten (News 29.05.2017), Vitamin K richtig dosiert (News 19.04.2017)

Vitamine entscheiden

Z.B ob man blind wird. (News 01.01.2015) In der Sprache der Wissenschaft: “Die Prävalenz der altersbedingten Makuladegeneration liegt bei den 65‐74‐Jährigen bei rund 20 %.” Wenn Sie diesen Kauderwelsch verstehen ? Makuladegeneration heißt nichts anderes als blind durch Vitaminmangel.

Und da frägt mich jemand von Ihnen – schriftlich, warum ich denn so verbissen für Vitamine kämpfen würde, als ob mein Leben davon abhinge ? Spontane Antwort:

Ohhh, nicht nur mein Leben !!!

Aber noch einmal ganz langsam: Tatsächlich hat sich in den letzten 100 Jahren die Lebenserwartung in Deutschland nahezu verdoppelt. Ein grandioser Erfolg – auch der Medizin. Darauf kann man durchaus stolz sein ! An dieser Stelle hören viele medizinische Kommentatoren auf. Wir aber fahren fort:

Gleichzeitig gestiegen ist aber die „Inzidenz altersassoziierter Zivilisationskrankheiten“ wie

Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose.

Oder wer es lieber in Zahlen mag:

  • Gut 50 % der Deutschen sind zu dick.
  • Über 8 % leiden (!) an Diabetes. Leiden bedeutet hier Bein ab, Niere kaputt, Auge blind.
  • 47,2 % der Todesfälle ist „cardiovaskulär“ bedingt.
  • An Krebs erkranken in Deutschland jährlich 168.500 Männer und 179.000 Frauen.
  • 8 Mio. Deutsche leiden an Osteoporose.
  • 900.000 Deutsche erkranken jährlich neu an Demenz.
  • 20 % der 65‐74‐jährigen erkranken an Makuladegeneration (werden langsam blind).

Sie sehen also, die Lebensverlängerung ist nur eine Seite der Medaille. Man lebt zwar länger, aber keineswegs gesünder ! Und eine zentrale Aussage der medizinischen Wissenschaft diesbezüglich lautet:

Bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Und was damit gemeint ist, wissen Frohmediziner ganz genau: Leere Kohlenhydrate, zu wenig Vitamine usw..

Dazu abschließend vielleicht noch ein Zitat:

Man muss Krebs als eine chronische Krankheit betrachten, die im alltäglichen Leben mit Hilfe von Nahrungsmitteln, die gute Lieferanten von krebshemmenden Stoffen sind, kontrollierbar ist.

Stammt natürlich aus der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur. Auf Deutsch steht das noch nirgendwo !

Rauchen Sie gerne

… oder sind Sie schon süchtig ? Das ist eine durchaus ernst gemeinte Frage, denn das Zigarettenrauchen hat auch Vorteile. Deshalb wird es gemacht ! Es erfrischt, motiviert und beschleunigt das Denken. Das ist nicht nichts … alles nur wegen des Noradrenalins. (News 02.06.2018) Die Medizin hingegen sieht die Sache – ebenfalls natürlich – ganz anders. Dort heißt es: Rauchen erzeugt Krebs !

Die Schulmedizin warnt also – vor der Katastrophe. Vor dem Krebs. Und was bringt’s ? Hat der erhobene Zeigefinger schon jemals etwas bewirkt – vor allem langfristig ? Folgerichtig liest man Jahr für Jahr, dass die Zahl der vom Rauchen verursachten Krebstoten in Deutschland erneut angestiegen ist. Auf jetzt über 42.000 Menschen pro Jahr.

Einem Frohmediziner fällt dazu folgendes ein:

  • Jede Sucht kann (nur) durch eine andere Sucht ersetzt werden. Intelligent wäre eine gesunde Sucht wie z.B. das Laufen.
  • Oder man besinnt sich auf die Natur ! Die hilft dem Menschen auch dann, wenn er sich noch so blöd benimmt … Und schluckt Vitamine. Das ist die einfachste Lösung. Die Natur schützt vor Krebs. Ist alles wissenschaftlich erforscht und längst bewiesen. (News 01.12.2004)

Schützt auch den Raucher. Dabei kommt der gefürchtete Lungenkrebs erst am Ende des (Leidens-)Weges. Tatsächlich passiert schon bei jedem Zug vorher etwas:

Sofort verengen sich sämtliche Blutgefäße um 40 %. Es erfolgt also nur mehr die halbe Durchblutung !! Gleichzeitig erhöht sich im Blut die Anzahl der freien Radikale und deshalb auch die Anzahl der weißen Blutkörperchen. Pro Zug an einem Glimmstängel saugt man 500 Billionen freie Radikale in den Körper. Das macht pro Zigarette 10 Billiarden freie Radikale im Blut. Und die aktivieren ROS direkt an der Innenseite der Blutgefäße. ROS ist das schlimmste Dauergift, das der Körper kennt …

Man kann den negativen Effekt des Rauchens sogar an den Telomeren festmachen. (News 29.05.2013) Telomere sind ein Maß für die Jugend und die Gesundheit des Körpers (Nobelpreis 2009, Blackburn). Und da wurde gemessen und bewiesen (Am J Ther 2011, Nov; 18(6):e209), dass

Zigarettenrauchen die Verkürzung der Telomere beschleunigt.

Nun ist Rauchen zwar schlimm, aber es gibt noch Schlimmeres: Übergewicht ! (News 19.03.2009) In der dort zitierten Studie heißt es, dass 10 Zigaretten am Tag genauso wie Übergewicht die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Todes jeweils verdoppelt. ABER:

Erstaunlicher Weise war bei übergewichtigen Nicht-Rauchern die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes genauso hoch wie bei übergewichtigen Rauchern.

Folglich sollte man zuerst abspecken und dann erst mit dem Rauchen aufhören !

Zum Nachlesen: Rauchen und problemlos aufhören (News 13.09.2016)

Sind Sie die Ausnahme ?

In der Schulmedizin heißt es, Nahrungsergänzungsmittel (Eiweiß, Vitamine, Mineralien und Omega-3) braucht man nicht zusätzlich konsumieren. Erst bei einem Mangel (hoppala !) solle man “dosiert” nachtanken. Bis dorthin reicht eine „ausgewogene Ernährung“. Denn z.B. in 100 g Erbsen seien 20,5 mg Vitamin C enthalten. Also alles paletti … !!

Das war Dichtung … Jetzt zur Wahrheit:

Vitamin C ist an 15.000 Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, kann Tausende Medikamente ersetzen und ist u.a. wichtg für die Wundheilung. Also insbesondere im Krankenhaus. Folglich wurde in England das Krankenhaus-Essen untersucht – am Beispiel der bereits erwähnten (berühmten) Erbse. Die, tiefgefroren, noch voller Vitamine ist. Das stimmt. Doch nun zur Untersuchung:

100 g Erbsen hatten nach dem Auftauen 20,5 mg Vitamin C. Nach dem Kochen 8,1 mg und nach einer Stunde im Warmhaltewagen auf der Krankenhausstation dann nur mehr 3,7 mg. Auf dem Teller der Spitalspatienten landeten schlussendlich

1,1 mg von ursprünglich 20,5 mg.

Das sind 5 %. Diese Studie ist repräsentativ. Auch für die Mahlzeiten zuhause, in den Kantinen und selbst für das Gasthaus‐Essen. Dieser Schwund an Vitaminen in der ausgewogenen Ernährung ist so zu sagen

normal.

Unser Körper bekommt also 5 % von dem, was die Natur uns zugedacht hat. Was die Natur ursprünglich für notwendig gehalten hat. Sie erinnern sich vielleicht, dass der Steinzeitmensch noch 40 Mal mehr Vitamin C aß als heutzutage der Stadtmensch …

Wir sind zu 5-Prozent‐Menschen geworden !

Das merkt man dann auch. Gucken Sie sich Ihre Mitmenschen einfach einmal an. Da fällt man mit nur 5 % auch gar nicht mehr auf oder gar aus dem Rahmen. Aber mit 60 % oder 80 % plus dann schon ! Und kommt einmal so ein 60 %-Mensch oder sogar ein Exemplar von 80 % daher, dann wird gestaunt. Über diese Ausnahmeerscheinung, dieses Wunder der Natur. Oder man regt sich (neidisch) auf darüber. Frei nach dem Motto: So muss man nicht wirklich ausschauen. Das ist doch übertrieben. Und der oder die verdient auch noch Millionen ?

Kurz und gut: Man hat die Wahrheit vor Augen und erkennt sie nicht. Sehen Sie zu, dass Ihnen das nicht passiert !

PS: Die Frohmedizin empfiehlt die Einnahme von mindestens 1-2 g Vitamin C täglich.