17. Januar 2020: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Der 3. Montag im Januar, 2020 also der 20. Januar, ist der deprimierendste Tag des Jahres. Der Psychologen Cliff Arnall von der Universität Cardiff ist der „Entdecker“ des sog. Blue Mondays und hat diesen vor 15 Jahren für Sky Travel erfunden. Er berechnete den schlimmsten Tag des Jahres mit einer Formel, die die Variablen “gebrochene Vorsätze”, “Wetter und Temperaturen” sowie “Schulden nach Weihnachten” beinhalten. An solchen Tagen kommt es vor, dass man in tiefsinnigen Gedanken über sein Leben versinkt. (ProntoPro, 17.01.2020)

Das ”Handbuch Alkohol – Österreich” wird seit 1999 in regelmäßigen Abständen vom Gesundheitsministerium veröffentlicht und hat sich seither zu einem Standardnachschlagewerk für unterschiedliche alkoholspezifische Fragestellungen in Österreich entwickelt. Die Publikation bietet detaillierte Hintergrundinformationen und aktuelle Daten zur Alkoholpolitik in Europa und in Österreich sowie zu alkoholspezifischen Entwicklungen in Bezug auf Alkoholkonsum und -missbrauch, Prävention und Therapie, Jugendschutz, Alkohol im Straßenverkehr, Alkohol am Arbeitsplatz, Alkohol als Wirtschaftsfaktor und alkoholspezifischen gesetzlichen Rahmenbedingungen. (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, 17.01.2020)

Deutschland

60 % der Deutschen fühlen sich gestresst, 25 % sogar häufig. Der Organismus braucht aber genügend Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die stecken aber nicht alle in Gummibärchen und Weißmehlbrötchen. Besonders wichtig ist Magnesium. Magnesium ist neben Kalium der zweithäufigste Mineralstoff in den Körperzellen und oft viel zu wenig vorhanden. Dabei ist Magnesium gerade in anstrengenden Zeiten für den Körper unentbehrlich, denn es spielt nicht nur eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, sondern reduziert auch die Freisetzung von Stresshormonen und wirkt stressbedingten Verspannungen entgegen. Bei einer Unterversorgung mit Magnesium ist deshalb eine verminderte Stressresistenz die unvermeidliche Folge. Magnesium ist im Körper außerdem für die Aktivierung von Vitamin B6 verantwortlich. Die B-Vitamine werden auch als “Nervenvitamine” bezeichnet, da sie zu einer normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoffwechsels beitragen. Zusammen mit Magnesium leisten B-Vitamine daher einen wichtigen Beitrag zur Stressbewältigung. (Protina Pharmazeutische GmbH, 17.01.2020)

Die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland ist nicht nur ein Plastikkärtchen, mit dem der Versicherte zum Arzt gehen kann. So enthält jede Karte die persönlichen Stammdaten wie Name, Anschrift und die lebenslang gültige Versicherungsnummer. Ändern sich diese Daten, dann gelangt z.B. die neue Adresse automatisch auf die Chipkarte, wenn diese beim nächsten Arztbesuch eingelesen und mit den Daten der Krankenkasse abgeglichen wird. Die Karte ist nicht nur bundesweit gültig, sondern gleichzeitig auch die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz: EHIC). Die EHIC ist in allen Staaten der europäischen Union gültig und darüber hinaus in Island, Liechtenstein, Norwegen sowie der Schweiz. (BKK Mobil Oil, 17.01.2020)

Alle elektronischen Gesundheitskarten sind onlinefähig. Mittels einer Telematikinfrastruktur wird die Verwaltungssoftware von Krankenkassen, Krankenhäusern und Arztpraxen miteinander vernetzt. Die eGK erleichtert den elektronischen Datenaustausch und dient dabei als “Eintrittskarte” für Services wie die ePA (elektronische Patientenakte), die eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) oder den eMP (elektronischer Medikamentenplan). Zu den speziellen Anwendungen auf der eGK werden zum Beispiel Notfalldaten gehören, sofern der Patient seine Zustimmung hierzu erteilt hat. Sind diese Angaben auf der eGK hinterlegt, haben Ärzte auch die Möglichkeit, Angaben zu chronischen Erkrankungen, regelmäßig eingenommenen Medikamenten oder Allergien einzusehen. (BKK Mobil Oil, 17.01.2020)

Vor allem chronisch Kranke profitieren von der Stärkung des Immunsystems: Herzpatienten, Diabetikern und Menschen mit Nieren-, Leber- oder Atemwegserkrankungen sowie Autoimmunkrankheiten wie Rheuma wird empfohlen, sich gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) und jährlich gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Für sie wären eine Erkrankung und deren Folgen besonders riskant. (HausArzt, 17.01.2020)

Welche Schlafposition für chronisch Kranke optimal ist, hängt vom jeweiligen Leiden ab. Wer auf der rechten Seite schläft, entlastet das Herz. Reflux-Betroffene, Schnarcher oder Menschen mit Atemwegserkrankungen tun sich oft mit etwas erhöhtem Oberkörper leichter. Ein aufgestellter Fußteil dagegen begünstigt den Blutrückfluss und kann Druck von der Blase nehmen. (Senioren Ratgeber, 17.01.2020)

Essstörungen galten lange als Frauenkrankheit, doch mindestens 10 % der Betroffenen sind männlich. (ZDF, 17.01.2020)

Österreich

Die eingeschränkte Eierstockfunktion stellt zumeist den limitierenden Faktor für die Erfüllung des Kinderwunsches im fortgeschrittenen reproduktiven Alter dar. Wachstumsfaktoren aus dem körpereigenen Blut könnten die im Eierstock verbliebenen Eizellen in ihrem Wachstum unterstützen und so neue Chancen für eine Schwangerschaft eröffnen. Vorläufige wissenschaftliche Ergebnisse erscheinen vielversprechend. (Dr. Andrea Weghofer, 17.01.2020)

Jubiläum “10 Jahre Kunderwunschzentrum Döbling” u.a. mit Dr. Andrea Weghofer. (Foto: PremiQaMed Group)

Eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen kann bei Männern die hormonellen, genetischen und immunologischen Abläufe regeln und so die Fruchtbarkeit fördern. (Kinderwunschzentrum Döbling, 17.01.2020)

15. Januar 2020: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

90 % der Deutschen kaufen ihre Lebensmittel und Getränke in Supermärkten wie Rewe, Edeka, Kaufland und Co. ein. Erst danach folgen die Discounter (u.a. Aldi, Lidl, Penny), in denen 76 % der Deutschen einkaufen (76 %). 23 % wiederum holen sich die Lebensmittel auf (Wochen-)Märkten, 18 % direkt beim Erzeuger (Bauern, Hofläden) und 16 % aus Bio-Supermärkten und Reformhäusern. Die moderne Möglichkeit, sich die Lebensmittel online bei Lieferdiensten und Supermärkten zu bestellen, nehmen (bisher) nur 3 % in Anspruch. … 74 % der Deutschen achten beim Lebensmittelkauf auf die Frische und den Geschmack. (Sparwelt.de, 15.01.2020)

Infografik: Sparwelt.de

Krebs ist trotz enormer Fortschritte in der Medizin auch heute noch bei vielen Patienten tödlich. gängige Behandlungsformen wie die Chemotherapie nicht allen helfen. Außerdem greift eine Chemotherapie neben kranken auch gesunde Zellen an. Die Stammzelltransplantation wiederum gilt wegen ernsthafter, manchmal auch lebensbedrohlicher Komplikationen als risikoreich. Je nach Alter des Patienten und Erkrankungsstadium kommt diese Behandlung auch nicht infrage. Allerdings bekämpft ein “scharf gemachtes” Immunsystem Krebszellen auch von selbst. Bei neuartigen Immuntherapien wie der T-Zell-Rezeptor-Therapie, kurz TCR-Therapie,  werden gezielt körpereigene Zellen verändert, um diese (wieder) angriffsbereit auf Tumorzellen zu machen. Im Prinzip ist das Immunsystem in der Lage, jeden Krebs auszuschalten. Dabei spielen spezielle weiße Blutkörperchen, die sog. T-Zellen, als wichtiger Bestandteil des Immunsystems eine entscheidende Rolle. (admedicum Business for Patients GmbH, 15.01.2020)

Sie patrouillieren unentwegt durch den Körper und halten Ausschau nach verdächtigen oder defekten Zellen, um diese gegebenenfalls zu zerstören. Doch Krebszellen können T-Zellen austricksen, indem sie sich unsichtbar machen. Dadurch bleiben sie unentdeckt und können weiterwachsen. Darum werden Patienten T-Zellen entnommen und im Labor gentechnisch verändert: Angereichert mit natürlichen T-Zell-Rezeptoren als Erkennungsstrukturen gegen bestimmte Krebszellen werden sie dann dem Körper wieder zugeführt. Anschließend attackieren die “umprogrammierten” T-Zellen zielsicher bösartige Krebszellen und vernichten sie. Bei dieser personalisierten Therapie wird der Körper also in die Lage versetzt, den Krebs von allein zu besiegen. Dazu wird das Immunsystem sozusagen “scharf gemacht” gegen den Tumor. Nach bisherigen Erkenntnissen ist die TCR-Therapie sogar breiter einsetzbar als die nach dem ähnlichen Prinzip funktionierenden CAR-T-Therapien (Chimeric Antigen Receptor). (admedicum Business for Patients GmbH, 15.01.2020)

Gesundheit ist ein persönliches, aber ebenso ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Anliegen. Ziel einer jeden gesundheitlichen Intervention ist, erkrankten Menschen so schnell und effektiv als möglich zu einer Verbesserung ihrer seelischen und körperlichen Situation zu verhelfen.  Den Heilungsverlauf jedoch beeinflussen viele Faktoren. Daher ist es wichtig, sowohl einen 360 Grad-Blick auf das jeweilige Individuum als auch auf den gesamten Behandlungsprozess zu bekommen. (Deutscher Verband der Ergotherapeuten, 15.01.2020)

Medizinprodukte-EU-Anpassungsgesetz: AOK sieht Nachbesserungsbedarf bei Patientenrechten. (AOK Bundesverband, 15.01.2020)

Die Selbstmedikation ist ein ganz zentraler Baustein im deutschen Gesundheitswesen und äußerst wichtig für Patienten, die schnell und unkompliziert Hilfe suchen. Rezeptfreie Arzneimittel gelten dank aufwendiger Zulassungsverfahren als vergleichsweise sicher und gut verträglich. Dennoch bergen auch sie stets gewisse Risiken. Daher ist es im Rahmen der Selbstmedikation zwingend notwendig, Wechselwirkungen genau zu kontrollieren. (Apotheken Umschau, 15.01.2020)

Bild: Apotheken Umschau (Ausgabe 15.01.2020)

In Deutschland sind laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport mittlerweile rund 34 Mio. Menschen von Schlafproblemen betroffen. Dabei ist ein guter Schlaf essenziell für Gesundheit und Wohlbefinden: In diesem Zustand äußerlicher Ruhe wird u.a. das Immunsystem gestärkt, Zellen werden repariert und Herz und Kreislauf regenerieren sich. Das Gehirn verarbeitet die Tageseindrücke und bildet Erinnerungen. Anhaltender Schlafmangel führt zu Erschöpfung, Gedächtnisproblemen und Reizbarkeit, die Immunabwehr wird geschwächt und das Risiko für z. B. Depressionen, Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus steigt. … Experten unterscheiden eine ganze Reihe unterschiedlicher Schlafstörungen. (CGC Cramer-Gesundheit-Consulting GmbH, 15.01.2020)

2019 hat gezeigt, dass die Ernährungsindustrie mit großen Schritten den notwendigen Weg hin zu mehr Generationenverantwortung geht. So verwundert es nicht, dass der Megatrend des vergangenen Jahres nicht “vegan”, “proteinreich” oder ein neuer enthusiastischer Geschmack war, sondern die nachhaltige Entwicklung der Lebensmittelproduktion. (Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, 15.01.2020)

Österreich

Österreichs beliebteste Firmenmarke ist der Süßwarenhersteller “Manner”, auf Platz 6 kommt der Mineralwasserproduzent “Vöslauer”, gefolgt von dem Fruchtsafthersteller “Rauch” und auf Platz 8 mit “Milka” erneut ein Süßwarenproduzent. (Marketagent.com online reSEARCH GmbH, 15.01.2020)

Bild: Marketagent.com online reSEARCH GmbH

Als erste Interessenvertretung Österreichs wird die Wirtschaftskammer Wien den Wiener Unternehmern den Selbstbehalt von 10 % bei Arztbesuchen ersetzen. Wer auf sich schaue, regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung macht und seine Gesundheitsziele erreiche, dem werde ab 01.01.2020 der Eigenanteil am Ärztehonorar auf 0 gesetzt. Wiener Unternehmer werden damit für ihre Eigenverantwortung belohnt und bleiben gleichzeitig aktiv und gesund. Und nur wer gesund ist, kann auch beruflich erfolgreich sein. (Wirtschaftskammer Wien, 15.01.2020)

Schweiz

Die Zukunft einer nachhaltigen, umfassenden Gesundheitsversorgung in der Schweiz liegt in partnerschaftlichen Netzwerken und im Ausbau des physischen und digitalen Leistungsspektrums. Die intelligente Verknüpfung von unterschiedlichsten Leistungsangeboten ist dabei sowohl für die Patienten als auch für ein bezahlbares, wirksames und zweckmäßiges Gesundheitssystem essentiell. (Medbase Gruppe, 15.01.2020)

14. Januar 2020: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

9 von 10 Deutschen sind sehr daran interessiert, mehr Informationen über die Fortschritte in der Medizin zu erhalten und wünschen sich, dass Forschungsergebnisse für jeden einsehbar sind und verständlicher dargestellt werden. … Am besten gefällt es den Deutschen offensichtlich, wie TV-Sendungen Medizinthemen transportieren. Unter den Befragten, die ihren Kenntnisstand als eher gut oder sehr gut einschätzen, beziehen 96 % ihr Wissen aus TV-Beiträgen. 64 % dagegen informieren sich durch soziale Medien. (Amgen GmbH, 14.01.2020)

Medizinischer Fortschritt ist streng demokratisch.  Nur mehrheitsfähige Innovationen werden überleben. (Dr. Gerd Wirtz, 14.01.2020)

Dr. Gerd Wirtz. (Foto: Dr. Gerd Wirtz)

Immer mehr deutsche Krankenhäuser sind in der Krise: Pflegenotstand, Ärztemangel, rote Zahlen. Von dieser Misere betroffen sind inzwischen auch die Patienten. Über dieses Problem diskutieren Experten im SWR Bürgertalk “mal ehrlich … Geld oder Gesundheit – Was zählt mehr im Krankenhaus ?” am 22.01.2020. (Südwestrundfunk, 14.01.2020)

Krankenhausessen hat in Deutschland einen schlechten Ruf – und das zu Recht. Jetzt belegt eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts, dass die Verpflegung in deutschen Kliniken wegen des hohen Kostendrucks eher nachrangig behandelt wird. Demnach sanken seit 2005 sind die realen Kosten pro Patient und Tag um 9 %. So gaben Krankenhäuser 2018 für Lebensmittel im Schnitt 3,84 € pro Tag und Patient aus. 2005 waren es noch 4,45 €. Zudem investieren Krankenhäuser auch kaum Geld in die eigenen Küchen. Die aktuellen Krankenhausküchen seien im Schnitt 29 Jahre alt. (Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), 14.01.2020)

Die Entwicklung präzisionsonkologischer Arzneimittel ist ein weiterer Fortschritt in der Krebstherapie. Dabei wird nicht geschaut, wo der Tumor im Körper sitzt, sondern welche molekulargenetischen Eigenschaften er aufweist. Diese können mithilfe eines Tests ermittelt werden und danach, individuell auf den Patienten abgestimmt, behandelt werden. Tumorgenomtests sind jedoch noch nicht immer Bestandteil der Routineuntersuchung. Bayer möchte daher zum Weltkrebstag am 4. Februar mit Kerstins Geschichte darauf aufmerksam machen, wie molekulare Diagnostik die Krebstherapie verbessern kann. (Bayer Vital GmbH, 14.01.2020)

Immerhin 35 % der deutschen Raucher haben noch nie versucht, mit dieser Sucht aufzuhören. Für alle anderen Raucher können Verhaltenstherapien über Nikotinersatzprodukte wie Nikotinpflaster und -sprays bis hin zu Hypnosebehandlungen oder Behandlungen mit Psychopharmaka – theoretisch – eine Ausstiegshilfe sein. Eine Studie mit Nikotinersatzprodukten (Nikotinpflastern, Nikotinkaugummis und Nikotinnasen oder -mundsprays) ergab, dass dadurch 16 von 100 Personen nach 6-12 Monaten das Rauchen aufhörten. Bei den Personen, die sie nicht verwendeten, waren es 11 von 100. (Stiftung Gesundheitswissen, 14.01.2020)

England

U.S. Food and Drug Administration (FDA) bestätigt das Phagenyx System, welches mittels Behandlung von neurogener Dysphagie die sichere Entfernung der Beatmungskanüle beschleunigt, als “Breakthrough Device”. Das Phagenyx-System ist ein innovatives Neurostimulationsgerät, das mithilfe Pharyngealer Elektrischer Stimulation (Elektrostimulation im Rachen) die neurologische Kontrolle über den Schluckvorgang wiederherstellen kann. (Phagenesis Ltd., 14.01.2020)

Österreich

Dass das Kapitel „Gesundheit“ nur 7 von 300 Seiten umfasst, lässt hoffentlich keine Rückschlüsse auf den Stellenwert zu, den die neue österreichische Regierung dem Thema Gesundheit, Gesundheitspolitik und Gesundheitsversorgung beimisst. Es erstaunt zudem, dass das angesichts der involvierten Milliardensummen große Thema Sozialversicherung mit nur anderthalb Sätzen gestreift wird. (Österreichische Ärztekammer, 14.01.2020)

72 % der Österreicher empfinden ihr Leben als „sehr“ oder „ziemlich“ lebenswert. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Menschen mit einem höherem Einkommen ihr Leben tendenziell lebenswerter empfinden. Hautfaktoren des Glücks sind für 28,2 % Familie, Liebe und Freunde sowie die Gesundheit für 7,5 %. Das gilt in besonderem Maße für Menschen mit geringerem Einkommen. (HDI Lebensversicherung AG, 14.01.2020)

Spitäler sind eine wichtige Säule im Gesundheitssystem Österreichs. Das darf man nicht vergessen. (Österreichische Ärztekammer, 14.01.2020)

Schweiz

Laut der Schweizerischen Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, Swisstransplant, wurden 2019 in der Schweiz 157 Organe von Verstorbenen transplantiert. Ende 2019 warteten 1.415 Personen auf ein solch lebensrettendes Organ. Mit 18,4 verstorbenen Organspendern pro Million Einwohner ist diese Zahl im europäischen Vergleich weiterhin tief. (Swisstransplant, 14.01.2020)

Infografik: Swisstransplant

10. Januar 2020: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Eine Lichtquelle im Schlafzimmer erhöht das Risiko für Übergewicht um 22 %. (Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 10.01.2020)

Ein aktuell bekannter Referentenentwurf plant in Deutschland eine Halbierung der Notfallstandorte durch die Beschränkung der Behandlung auf Kliniken mit einem angegliederten integrierten Versorgungszentrum. Der VLK ist über diesen Vorschlag entsetzt, weil dadurch unter dem Deckmantel der Verbesserung der Notfallversorgung vor allem möglichst viele Kliniken ausgeschlossen werden sollen. Diese Kliniken bilden aber das Rückgrat der Notfallbehandlung, nachdem der ambulante Sektor in der Erfüllung seines Sicherstellungsauftrag seit langem versagt hat. Für die Krankenhausärzte ist dieser Entwurf ein absolutes No Go. (Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, 10.01.2020)

Gut 15 % der Erwachsenen in Deutschland leiden an Heuschnupfen – Tendenz steigend. Wird diese Überempfindlichkeit nicht behandelt, kann sich im schlimmsten Fall ein allergisches Asthma entwickeln. … Eine Allergie ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Dieses geht dann gegen harmlose Stoffe aus der Umwelt vor. Bei Heuschnupfen z.B. sind es Pollen, also Blütenstaub. Die Abwehrzellen des Allergikers oder der Allergikerin schütten zur vermeintlichen Verteidigung Histamine aus. Das sind Botenstoffe, die bei Heuschnupfen zur Abwehr die Nasenschleimhaut anschwellen und die Nase laufen lassen. Weil die Schleimhäute ständig gereizt sind, besteht auch die Gefahr, dass ein bakterieller Infekt hinzukommt. Etwa 60 % der Pollen-Allergiker reagieren auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Man spricht dann von sog. Kreuzallergien. (SWR – Südwestrundfunk, 10.01.2020)

Österreich

Der Schmerz ist ein wesentlicher Faktor für die Beurteilung einer erfolgreichen orthopädischen Rehabilitation. (Rehaklinik Wien Baumgarten, 10.01.2020)

9. Januar 2020: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Statistisch gesehen ist jeder Erwachsene in Deutschland 2-4 Mal im Jahr erkältet. Jedoch nur 46 % der Patienten nehmen dann auch Medikamente dagegen. (E.ON Energie Deutschland GmbH, 09.01.2020)

Übernehmen Familienmitglieder über einen längeren Zeitraum die häusliche Pflege von Angehörigen, so wirkt sich das direkt auf das jeweilige Einkommen seitens eines Arbeitgebers aus. Pflegende Familienmitglieder verlieren dadurch rund 3 % ihres Stundenlohnes. Das trifft dann auch Frauen besonders hart, weil diese weit öfter in die Pflegerrolle schlüpfen. (Deutsches Zentrum für Altersfragen, 09.01.2020)

Mittlerweile bieten 10.200 Unternehmen in Deutschland rund 820.000 Mitarbeitern eine komplett vom Arbeitgeber gezahlte betriebliche Krankenversicherung. (Verband der Privaten Krankenversicherung, 10.01.2020)

Infografik: Verband der Privaten Krankenversicherung

Wer jeden Tag duscht, sollte seine Bad-Routine überdenken, denn warmes Wasser und Seife trocknen die Haut aus und begünstigen so das Eindringen von Schadstoffen. Besser ist nur alle 2-3 drei Tage zu duschen. Häufiges Waschen kann auch für die Haare zu viel des Guten sein, denn es regt die Talgdrüsen an, worauf das Haar nachfettet. Heiße Föhnluft verstärkt diesen Effekt sogar noch. (Apotheken Umschau, 09.01.2020)

Österreich

Es ist ganz wichtig, das Berufsbild des Hausarztes wieder aufzuwerten und zu stärken. Ansonsten wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung am Land, aber auch in weiterer Folge in der Stadt immer mehr ausgedünnt werden. Das Hausarztmodell wird immer zeitgemäß bleiben und stellt die individuellste und optimale Form der medizinischen Basisbetreuung dar. Österreichs Hausärzte leben in einem System absoluter Leistungsfeindlichkeit, das von denen zäh verteidigt wird, die am meisten davon profitieren. (Österreichischer Hausärzteverband, 09.01.2020)

Fast 20 % der österreichischen Arbeitnehmer gehen krank arbeiten. Das Bild, das die Arbeitgeber zeichnen, ist jedoch deutlich positiver. (Karriere.at, 09.01.2020)

Krank in die Arbeit … aus Unternehmersicht in Österreich. (Infografik: Karriere.at)

Schweiz

Familienangehörige sind in der Schweiz in der häuslichen Pflege die wichtigste Stütze. Jedoch fühlen sich dabei viele überfordert und allein gelassen. (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, 09.01.2020)

Infografik: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften